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Dirtpark oder Pumptrack?

Weiden. Auf Wunsch der Weidener Jugend soll die Stadt einen Dirtpark für Mountainbiker und BMX-Fahrer bekommen.

Dirtpark oder Pumptrack?

Im Jugendzentrum suchen die Verantwortlichen nach geeigneten Standorten. Bild: Helmut Kunz

Vor zwei Jahren hatte der Weidener Sozialdezernent Wolfgang Hohlmeier Schülerinnen und Schüler nach ihren Wunschvorstellungen befragen lassen, was die Freizeitmöglichkeiten in der Stadt betraf. Die Umfrage habe sich an Zwölf- bis 16-Jährige gerichtet, sagte er. Es gingen damals 1070 Rückmeldungen ein. Unter anderem wünschten sich die Jugendlichen einen Dirtpark. Der Wunsch nimmt jetzt langsam Gestalt an. 2024 soll das Projekt in die Tat umgesetzt sein.

Grundstück am Schätzlerbad aus dem Rennen

Es gab mehrere mögliche Standorte. Wie Marion Stelzl vom Stadtplanungsamt bei einem Gespräch mit Verantwortlichen, Jugendlichen und Bikern im Jugendzentrum betonte, schrumpfte die Auswahl auf drei. Aus dem Rennen dürfte das stadteigene Areal in Schätzlerbadnähe sein. Es sei zu weit weg vom Stadtzentrum, hieß es.

Wittgarten oder Flutkanal

Vielmehr biete sich ein 5280 Quadratmeter großes Grundstück neben der DJK an, das sich unmittelbar an einem stark frequentierten Radweg befinde. Vorteil: Die Größe, die fehlende Wohnbebauung und keine Lärmbelästigung. Außerdem befänden sich Schulen und Sporteinrichtungen in der Nähe.

Die zweite Variante: Der Wittgarten mit 2133 Quadratmetern. Er würde sich wegen seiner Nähe zur sozialen Infrastruktur des Jugendzentrums anbieten. Nachteile: Straßenüberquerung und angrenzende Gärten.

Event-tauglich

Als Experten hatte das Bauamt, das von Baudezernent Oliver Seidel vertreten wurde, den Teilhaber der Firma Radquartier und Sportwissenschaftler Daniel Lottes eingeladen. Er riet der Stadt, doch zu überlegen, ob man nicht lieber einen etwas teureren Pumptrack bauen sollte. Der sei asphaltiert und damit besser befestigt, Event-tauglich und werde auch viel stärker genutzt.

Auch Rollstuhlfahrer könnten darauf fahren. Letztendlich sei ein Pumptrack auch kostengünstiger in der Unterhaltung. SPD-Stadtrat Florian Graf betonte, dass die Anlage die Kosten von 200.000 Euro nicht überschreiten sollte.

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
WITRON – Nachmittag der Ausbildung

Öffentliche Fördertöpfe anzapfen

Beispiele in anderen deutschen Städten hätten gezeigt, dass sich eine Höherfinanzierung durchaus auch über entsprechende öffentliche Fördertöpfe, Spenden und Crowdfunding-Aktionen bewerkstelligen lasse.

Bei der Zusammenkunft sollte auch erörtert werden, welche Hindernisse der spätere Park haben sollte: Welle, Sprünge, Kurven? Asphalt oder Sand? Jump Line? Kids Line? Rampenelemente? „Man will ja schließlich dauerhaft seinen Spaß haben“, sagte Seidel. „Je größer, desto besser“, erklärte Lottes.