Trostpflaster für Frauenfasching
Trostpflaster für Frauenfasching
Der Frauenfasching des Katholischen Frauenbundes ist legendär. Eigentlich sammeln die Mitglieder kurz nach Weihnachten immer Ideen für die 5. Jahreszeit. Heuer gabs das aber nicht.
Immer was zu lachen
Schon in den 70er Jahren hieß es beim Katholischen Frauenbund: “Lachen ist Trumpf”. Vor rund 50 Jahren hat Maria Hutzler, die damalige Vorsitzende des Frauenbundes, die Damen mit lustigen Einlagen unterhalten. Der spätere Pfarrer von Kirchenthumbach Konrad Baierl war damals Kaplan in Grafenwöhr. “Er hatte mich angesprochen, ob ich im Fasching auf der Bühne auftreten möchte”, erzählt Hutzler. “Die scharfe Katrin”, “Pantoffelhelden” und “Zuchthäusler” – so lauteten einige der Solostücke, erinnert sich Hutzler. Sie scheute sich auch nicht, in die Bütt zu gehen. Ihr Publikum im vollen Saal des Jugendheims hat sich immer schier gebogen vor Lachen. Gut, dass es das närrische Treiben gab. Schließlich war es auch der Startschuss für die Seniorennachmittage.
Die Vorstandschaft hat sich Jahr für Jahr jede Menge einfallen lassen. Die Faschingsball-Gäste durften Scheichs inklusive Kamel, wilde Krieger, feurige Mexikaner, gackernde Hühner, die “Don Kosacken”, “Top Models” und vieles mehr erleben. Auch eine Reihe von Sketchen gab es für die Damen, die von den Ortsvereinen im VierStädtedreieck und sogar von Weiden ins Grafenwöhrer Jugendheim gekommen sind. Eins ist sicher: Die Lachmuskeln waren immer gut strapaziert.
Zur “Zwangsarbeit” verdonnert
Schön anzuschauen waren auch die Ministranten in Frauenkleidung. Diese haben die Damen mit Getränken versorgt. Pfarrer Bernhard Müller und die Kapläne wurden jeweils zur “Zwangsarbeit” in der Bar verdonnert. Leider musste der Faschingsball, der für 25. Januar 2021 geplant war, heuer ausfallen.
Deshalb hat sich die Vorstandschaft des KdFB rund um Doris Schreglmann eine kleine Überraschung für ihre Mitglieder ausgedacht und ein Beutelchen Tee an die Zeitschrift “Engagiert” angebracht. Schon der Anblick hat vielen Leserinnen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. “Helau! Wir verlieren die gute Laune nicht!”, hieß es darauf. Dies wünscht der katholische Frauenbund Grafenwöhr. Und diese “kleine Sünde” in Teeform ist trotz “Corona” erlaubt.


