Gärtnerei Steinhilber eröffnet beeindruckenden Neubau in Neustadt/WN

Gärtnerei Steinhilber eröffnet beeindruckenden Neubau in Neustadt/WN
Mit der offiziellen Eröffnung des Neubaus der Gärtnerei Steinhilber am 2. März 2026 setzt ein regionaler Familienbetrieb in Neustadt an der Waldnaab ein starkes Zeichen. Die Geschwister Julia und Ludwig Steinhilber eröffneten das moderne Gewächscenter selbst. Dabei verbanden Rückblick, Dankbarkeit und klare Zukunftspläne.
„100 Prozent pestizidfrei – das ist unser Anspruch“, betonte Julia Steinhilber gleich zu Beginn. Die Eigenmarke „Lieblingspflanze“ stehe genau dafür. „Wo Lieblingspflanze draufsteht, ist auch Lieblingspflanze drin. Nachhaltig, ökologisch und verantwortungsvoll produziert.“
Die Familie Steinhilber steht nun an der Schwelle zur dritten Unternehmergeneration. Die Gründung der Gärtnerei, durch Georg und Roswitha Steinhilber, geht auf das Jahr 1983 zurück. Sohn Reiner mit Frau Christa Steinhilber haben den Betrieb zur Blüte geführt. Jetzt steht mit den Geschwistern Julia und Ludwig Steinhilber die nächste Generation am Start.
Gärtnerei Steinhilber investiert in Nachhaltigkeit
„Wo noch vor zwei Jahren eine Christbaumplantage stand, steht heute eine moderne Gärtnerei. Damit war der Grundstein für diesen Bau gelegt“, erklärte Ludwig Steinhilber. Anfang Juni begannen die Fundamentarbeiten. Parallel entstand ein zweites Regenauffangbecken. „Jetzt können wir über zwei Millionen Liter Wasser sammeln und sind weitgehend autark“, sagte Julia Steinhilber.
Besonders stolz ist die Gärtnerei Steinhilber auf ihr Energiekonzept. Eine 350-kW-Pelletanlage sorgt für nachhaltige Wärme. Zusätzlich speist eine Photovoltaikanlage den hauseigenen Stromspeicher. „Unser Ziel war es, Energie so effizient wie möglich zu nutzen“, betonte Ludwig Steinhilber. Intelligente Klima- und Lichtsteuerung sowie moderne Isolierverglasung runden das Konzept ab.
Der Neubau entstand parallel zum laufenden Geschäftsbetrieb in der Inneren Floßerstraße. „Diese Aufgabe war nur durch den Zusammenhalt unseres Teams möglich“, sagte Julia Steinhilber. Deshalb richte sich ein besonderer Dank an alle Mitarbeitenden.
Gärtnerei Steinhilber als Zukunftsprojekt
Landrat Andreas Meier würdigte die Investition als klares Bekenntnis zur Region. „Man fährt hierher und erlebt einen Wow-Effekt“, sagte er. Zugleich habe er bei den Eltern „ein Tränchen des Stolzes“ gesehen. „Es gibt nichts Schöneres, als wenn man für die nächste Generation investiert.“ Gerade in unruhigen Zeiten sei unternehmerischer Mut entscheidend.
Auch Neustadts Bürgermeister Sebastian Giering zeigte sich beeindruckt. „Es ist sauschön“, sagte er augenzwinkernd. Hier sei nicht nur eine Halle entstanden, sondern ein Ort zum Wohlfühlen. „Das ist ein Beispiel an Mut, Unternehmergeist und Ideenreichtum.“ Als symbolisches Geschenk überreichte er einen Lego-Blumenstrauß. Die Geschäfte sollten so lange gut laufen, „bis dieser Strauß verblüht“.
Segnung des Neubaus der Gärtnerei Steinhilber
Diakon Theo Mageth stellte die Eröffnung unter ein geistliches Zeichen. „Gott ist ein Gott des Lebens, kein Gott des Stillstands“, sagte er. Ein Garten sei Urbild der Schöpfung. „Wir machen das Leben nicht, aber wir dürfen Orte schaffen, an denen Leben möglich wird.“ Mit Weihwasser segnete er das Gebäude und bat um Schutz, Gelingen und Zuversicht.
Grußadressen
Für den Bayerischen Gärtnerei-Verband sprach Präsident Hermann Berchtenbreiter von „einer ganz besonderen Klasse“. Er lobte vor allem, dass die nächste Generation Verantwortung übernehme. Reiner Steinhilber erhielt zudem eine Urkunde für sein Engagement im Verband.
Martin Stuiber vom Verein Retla e. V. hob das soziale Miteinander hervor. In dem neuen Gartenparadies solle Begegnung möglich sein – zwischen Jung und Alt, Familien und Alleinstehenden. „Singen verbindet“, sagte er schmunzelnd und stimmte ein Geburtstagslied für Christa Steinhilber an.
Ein überaus wichtiges Bekenntnis gab das Mitarbeiter-Team mit einem dicken Lob: „Unser Chef hat uns jeden Wunsch erfüllt“. Bis tief in die Nacht sei gebaut worden, um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen. Nun blicke man „mit voller Zuversicht“ in die Zukunft.
Neueröffnung und Zukunft
Für Julia und Ludwig Steinhilber bleibt der Neubau vor allem ein Generationenprojekt. Ihr Großvater habe den Start noch miterlebt. „Täglich war er mit dem Rollator auf Kontrollfahrt“, erinnerte sich Ludwig Steinhilber. Bis zu seinem Tod 2024 sei er Gärtner aus Leidenschaft geblieben.
Mit barrierefreien Zugängen erweiterten Parkflächen und integriertem Café will die Gärtnerei Steinhilber noch kundenfreundlicher werden. Gleichzeitig entstand ein modernes Arbeitsumfeld für das Team. „Unser Ziel war es, für Kunden und Mitarbeitende gleichermaßen Zukunft zu schaffen“, sagte Julia Steinhilber.
Die Bevölkerung rief Landrat Meier ausdrücklich auf, das Angebot vor Ort zu nutzen. Regionale Betriebe lebten von der Unterstützung der heimischen Kunden. Die Investition in Neustadt an der Waldnaab steht damit nicht nur für Wachstum, sondern auch für Vertrauen in die Region.













