OTH Amberg-Weiden
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Lars Amann verzaubert Speinshart mit Orgelklängen

In Speinshart beeindruckte Lars Amann, ein Talent aus Windischeschenbach mit weltweit anerkanntem Ruf, an der Steinmayer-Orgel mit einem Programm, das von Barock bis Bach reichte. Amann interpretierte Werke, die den Lobpreis und die sakrale Stimmung der Klosterkirche unterstrichen, darunter Stücke von Muffat, Messiaen und Couperin sowie eine eigene Improvisation. Das Publikum bedachte die Darbietung, die auch anspruchsvolle Werke umfasste, die für große Kathedralen wie Notre Dame geeignet sind, mit begeistertem Applaus.

Lars Amann verzaubert Speinshart mit Orgelklängen

Lars Amann demonstrierte bei einem gut einstündigen Konzert an der Königin der Instrumente in der Speinsharter Klosterkirche Spielkunst vom Feinsten. Foto: Robert Dotzauer

Lars Amann, ein junger Oberpfälzer aus Windischeschenbach mit internationaler Reputation, imponiert in Speinshart an der berühmten Steinmayer-Orgel.

“TriEternity” in Speinshart: Orgelkonzert berührt Herzen

Seit jeher bildet die Musik in Klosterkirchen ein wichtiges Element, um in das Lob Gottes einzustimmen. Traditionell ist die Orgel das Instrument, welches wie kein anderes den Lobpreis unterstreicht und begleitet. Zwei Wochen nach dem Dreifaltigkeitssonntag mit Blick auf die Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiliger Geist und wenige Tage nach dem Patrozinium des Hl. Norbert hieß es in Speinshart „TriEternity“ (Ewigkeit). Organist Lars Amann, ein Künstler und Solist bei vielen Orgelkonzerten im In- und Ausland, nahm Bezug auf Speinsharts jüngste sakrale Feste und demonstrierte eindrucksvoll an der berühmten Steinmayer-Orgel den ewigen Atem der Königin der Instrumente.

Barocke und moderne Klänge in perfekter Harmonie

Der Künstler wählte zunächst Georg Muffats „Toccata octava“ und Olivier Messiaens „Le Banquet céleste“, um dann mit viel Feingefühl das Gloria aus der Messe pour les Couvents von François Couperin zu interpretieren. Einem außergewöhnlichen Werk mit barockem Reichtum, festlich und abwägend. Musik für eine große Kathedrale, wie Notre Dame.

Das Werk entstand zu Zeiten Ludwig XIV. Lars Amann spielte es in inniger Vertrautheit mit Noten und Instrument. Auch Johann Sebastian Bach durfte im Repertoire nicht fehlen. Ruhend, erwartungsvoll und tröstlich erklang der Choral des Meisters „Schmücke dich, o liebe Seele, komm ans helle Licht gegangen, fange herrlich an zu prangen“. Auch eine Sprache für Liebende.

Lars Amann versprühte präzise Leidenschaft. Kraftvoll zupackend stürzte er sich auch auf Olivier Messiaens „L’Ascension“, einer „Himmelfahrtsmusik“ mit aufstrebenden Klängen. Amann verwandelte den Zyklus in eine hingebungs- und hoffnungsvolle Grundstimmung und entzündete ein Licht der Freude. Zum Konzertabschluss dominierte Erfindergeist. Lustvoll stürzte sich der Künstler auf eine Improvisation. Farbenreich widmete sich Amann in drei Teilen dem Choral „O heiligste Dreifaltigkeit“. Zugaben mussten nach dem herzlichen Beifall des Publikums sein.

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