Mischwasserkanal: Von sieben Lösungsvorschlägen den günstigsten gewählt
Mischwasserkanal: Von sieben Lösungsvorschlägen den günstigsten gewählt
Die Einzelheiten erläuterte Ingenieur Robert Ernstberger vom Falkenberger Planungsbüro Bork in der zweiten April-Gemeinderatssitzung. Die Planungsgrundlage, so Ernstberger, habe die Gemeinde bereits mit der Katastrierung und Kamerabefahrung des Leitungsnetzes geschaffen. Für die Instandsetzung von Kanalleitungen gebe es drei Verfahren: die punktuelle „Reparatur“ als günstigste Schadensbehebungsmaßnahme, die aufwendigere „Renovierung“ und schließlich die „Erneuerung“ als Austausch eines Leitungsstücks.
Renovierung und Erneuerung könnten unter bestimmten Voraussetzungen gemäß den „Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben“ (RZWas) gefördert werden, bloße Reparaturen nicht. Die Haltbarkeit von Reparaturen schätzte Ernstberger auf 15 bis 25 Jahre, die kostspieligeren Maßnahmen könnten auch 50 und mehr Jahre halten.
Kosten für die Gemeinde und ihre Bürger
Welche Kosten wären damit aber für die Gemeinde und ihre Bürger verbunden? Für die billigste Lösung, die nur auf Reparaturen an rund 1.130 Metern Leitung setzt, wären etwa 211.000 Euro zu veranschlagen, RZWas-Fördermittel gebe es dafür nicht. Plane man auch aufwendigere Renovierungs- und Erneuerungsmaßnahmen ein, stiegen die Kosten je nach Umfang und Aufwand auf rund 695.000 bis 4,35 Millionen Euro.
Nach Abzug der RZWas-Zuschüsse blieben für die Gemeinde zwischen 473.000 und 2,68 Millionen Euro selbst zu tragen. Es stelle sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit, wenn die Gemeinde für eine bauliche Variante, die etwa doppelt so lang wie die Reparaturlösung halten dürfte, das Doppelte bis Mehrfache an Geld aufwenden müsste. Letztlich entschied sich der Gemeinderat nach eingehender Beratung einstimmig für die reine Reparaturlösung.
Keiner ausführlichen Beratung bedurfte der Bauantrag für ein Einfamilienhaus in Grünbach auf Flurnummer Weihersberg 506/1, 507 und 509: Der Gemeinderat erteilte das gemeindliche Einvernehmen.
Ortsmittekonzept im Gemeinderat Trabitz
Am Dienstag, 9. Mai, ab 19.30 Uhr tagt der Trabitzer Gemeinderat im Meierhof. Auf der Tagesordnung stehen die Vorstellung des Gesamtgestaltungskonzepts Ortsmitte Trabitz, die Beschlussfassung zum Umbau der Gemeindekanzlei-Räumlichkeiten in eine Wohnung, Informationen, Wünsche und Anträge.
Sprechstunden der Bürgermeisterin finden künftig ebenfalls im Seminarraum des Meierhofs statt; die nächsten Termine sind der 11. und der 25. Mai, jeweils von 17 bis 19 Uhr.


