Weidener Hochzeitswochen
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Mit größeren Pfarreiengemeinschaften in die Zukunft

Eschenbach/Kirchenthumbach. Zusammenrücken heißt die Devise in den Pfarreien der Diözese. Mit einer „pastoralen Planung 2034“ will das Bistum Regensburg dem Priestermangel begegnen. Schlussfolgerungen ergeben sich auch für die Pfarreien in Eschenbach und Kirchenthumbach.

Mit größeren Pfarreiengemeinschaften in die Zukunft

Die Pfarreien Mariä Himmelfahrt in Kirchenthumbach und St. Laurentius in Eschenbach bilden nach dem Willen des Bistums ab 1. September 2024 eine Pfarreiengemeinschaft. Pfarrer Pater Johannes Bosco erklärte sich auf Wunsch der Diözesanleitung bereit, die Verantwortung für den dann deutlich größeren Seelsorgebereich zu übernehmen. Foto: Robert Dotzauer
Foto: Robert Dotzauer

Die Diözese rechnet bis 2034 mit einer Halbierung der Priesterstellen auf dann nur noch zirka 130 Seelsorger. Da heißt es in der Hauptabteilung „Pastorales Personal“ rechtzeitig zu handeln. Wie gestalten wir eine Kirche der Zukunft? Eine Frage, die auch für die Pfarrei St. Laurentius in Eschenbach und für die Kirchenthumbacher Pfarrei Mariä Himmelfahrt von Bedeutung ist. Ein Blick in die trockenen Zahlen und Fakten sprechen eine klare Sprache.

Drastische Schritte

Zum Rückgang am Interesse für den priesterlichen Dienst kommt der Schwund an Gläubigen. Die Strukturen der Ortskirchen aus den 1950er und 1960er Jahren an die seelsorgerische Realität anzupassen, veranlasst die Diözese zu drastischen Schritten. Das bedeutet konkret, dass die Pfarreien Eschenbach und Kirchenthumbach künftig in einem Verbund unterwegs sind. Der Eschenbacher Ortspfarrer Pater Johannes Bosco stellte diese Neuausrichtung in den Gottesdiensten am vergangenen Wochenende vor. Der Seelsorger zitierte aus einem „Brandbrief“ des Bistums.

Darin kündigt Domkapitular Johann Ammer unter Annahme einer späteren Pfarreiengemeinschaft Eschenbach-Kirchenthumbach-Schlammersdorf-Speinshart ab 1. September 2024 eine Teilpfarreiengemeinschaft Eschenbach-Kirchenthumbach an. In der Mitteilung des Bistums enthalten ist gleichzeitig die Information über einen Wechsel des Kirchenthumbacher Pfarrers Dr. Augustin Lobo in die Pfarrei Saal-Teuerting im Dekanat Kelheim und die Bitte an den Eschenbacher Stadtpfarrer, zusätzlich die Kirchenthumbacher Pfarrei zu betreuen.

Viele Entwicklungen geplant

Das Bistum nennt die Zusammenlegung einen Prozess des Zusammenfindens. „Schon jetzt bitten wir die Gläubigen und pfarrlichen Gremien in den beiden Pfarreien um ein offenes Aufeinanderzugehen“. Der Eschenbacher Pfarrer sieht die organisatorische Neuausrichtung als Chance für die Kirche. „Meine Aufgabe ist es, jetzt Freude und Begeisterung bei allen beteiligten Christgläubigen zu wecken, damit wir als Kirche vor Ort in eine gute Zukunft gehen können“. Allerdings mit deutlich mehr Arbeit für den Eschenbacher Geistlichen.

Der größere Seelsorgebereich ist mit einer erheblichen Aufgabenmehrung für Pater Johannes Bosco verbunden, etwa mit Blick auf Veränderungen bei den seelsorgerischen Diensten und bei den Gottesdienstordnungen. Über die anstehende Bildung der Pfarreiengemeinschaft Eschenbach-Kirchenthumbach informierte auch Pfarrer Dr. Augustin Lobo in den Wochenendgottesdiensten. Zudem unterrichtet der Kirchenthumbacher Ortsgeistliche seinen Schäfchen im nächsten Kirchenanzeiger, gültig ab 18. Februar über die geplanten Entwicklungen.

„Im Zuge der Planungen hat mir das Bistum eine Pfarrstelle in Saal an der Donau mit der Expositur Einmuß und Teuerting-St. Oswald angeboten“, verkündet der Pfarrer. Nach gründlicher Überlegung habe er sich entschlossen, die neue Pfarrstelle ab 1. September 2024 anzunehmen. An die Pfarrangehörigen gerichtet ist der Appell um tatkräftige Unterstützung und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem künftigen Seelsorger.

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