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Neuer Sagenherr für das Fichtelgebirge

Trabitz. Der Oberpfälzer Autor Roland P. Bayer hat am 17. Oktober 2026 den Roman "Der Herr des Fichtelgebirges – Neues vom Butzenkönig" veröffentlicht, der seine Sagenwelt im Fichtelgebirge fortsetzt.

Trabitz. Der Oberpfälzer Autor Roland P. Bayer hat am 17. Oktober 2026 den Roman "Der Herr des Fichtelgebirges – Neues vom Butzenkönig" veröffentlicht, der seine Sagenwelt im Fichtelgebirge fortsetzt.
Foto: Roland P. Bayer

Neuer Sagenherr für das Fichtelgebirge

Am 17. Oktober 2026 hat der Oberpfälzer Schriftsteller Roland P. Bayer seinen neuen Roman „Der Herr des Fichtelgebirges – Neues vom Butzenkönig“ veröffentlicht. Die Fortsetzung knüpft an „Der Herr des Fichtelgebirges“ an, der am 18. Juli 2026 als elfter Roman des Autors erschienen ist. Bayer führt damit seine Sagenwelt weiter, in der regionale Schauplätze, historische Erzählkunst und die geheimnisvolle Welt alter Legenden aufeinandertreffen.

Neuer Sagenherr im Fichtelgebirge

Oberpfalz/Fichtelgebirge: Das Riesengebirge hat seinen Rübezahl, den sagenumwobenen Berggeist, dessen Geschichten seit Generationen weitererzählt werden. Nun hat auch das Fichtelgebirge einen eigenen literarischen Sagenherrn bekommen. Geschaffen wurde er vom Oberpfälzer Schriftsteller Roland P. Bayer, der mit seinem historischen Sagenroman „Der Herr des Fichtelgebirges“ am 18. Juli 2026 seinen elften Roman veröffentlichte. Doch Bayer hat nicht einfach eine bestehende Legende neu erzählt. Er hat eine eigenständige Sagengestalt geschaffen, deren Schicksal eng mit den Bergen, Wäldern und alten Geheimnissen des Fichtelgebirges verbunden ist.

Einst ein König, heute der Hüter der Berge

Hinter dem geheimnisvollen Herrn des Fichtelgebirges verbirgt sich ein ehemaliger heidnischer König, der einst sein Land und seinen Glauben verteidigte. Im Kampf gegen eine neue Zeit verlor er sein Leben. Doch sein letzter Schwur band ihn für immer an die Landschaft. Seitdem wacht er über Wälder, Quellen, Felsen und verborgene Schätze. Er beschützt Menschen, die ehrlich handeln, die Natur achten und sich in wirklicher Not befinden. Wer dagegen aus Habgier handelt, Schwächere unterdrückt oder glaubt, sich alles nehmen zu dürfen, muss mit seinem Zorn rechnen.

Damit ist Bayers Sagenherr weder ein gewöhnlicher Held noch ein einfacher Waldgeist. Er verkörpert eine ursprüngliche Form der Gerechtigkeit, die nicht nach menschlichen Gesetzen urteilt. Gerade darin unterscheidet er sich von vielen klassischen Märchenfiguren. Seine Entscheidungen können helfen, aber ebenso unerbittlich ausfallen.

Eine Geschichte aus dem Fichtelgebirge um 1710

Die Handlung des ersten Romans führt die Leser in das Fichtelgebirge des frühen 18. Jahrhunderts.

Im Ort Brand bestimmt der hartherzige Lenz Schlotterbeck über das Leben der Bauern, Knechte und Mägde. Mit hohen Abgaben, Pfändungen und unerbittlicher Härte setzt er seinen Willen durch. Wer nicht zahlen kann, verliert seinen Besitz. Wer sich widersetzt, riskiert noch weit mehr. Gleichzeitig versucht der neunjährige Xaver, Nahrung für seine schwerkranke Mutter zu finden. Auf seiner verzweifelten Suche begegnet er im Wald einem geheimnisvollen alten Mann. Eine Begegnung, die sein Leben verändert und längst vergessene Mächte wieder in Bewegung setzt.

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In den Wäldern und unter den Bergen begegnen die Leser Kobolden, Waldfrauen, Moosweiblein und geheimnisvollen Zwergen. Tief im Gestein hüten die verfluchten Hankerln einen Schatz, auf den kein Mensch Anspruch erheben darf. Während manche Menschen Hilfe erfahren, wird anderen ihre Gier zum Verhängnis. Denn der Herr des Fichtelgebirges beobachtet, was in seinem Reich geschieht. Und seine Geduld ist nicht grenzenlos.

Foto: Roland P. Bayer

Bekannte Landschaften werden zur Sagenwelt

Ein besonderer Reiz des ersten Romans liegt in seinen regionalen Schauplätzen. Die Kösseine, das Felsenlabyrinth der Luisenburg und die ausgedehnten Wälder des Fichtelgebirges bilden keine beliebig austauschbare Kulisse. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte. Bayer verbindet diese realen Landschaften mit einer erfundenen Sagengestalt und verschiedenen Motiven der regionalen Sagenwelt. Dadurch entsteht eine Erzählung, in der sich historische Lebensverhältnisse, Fantasie und alte Überlieferungen miteinander verbinden. Wer die Gegend kennt, dürfte beim Lesen manchen Ort wiedererkennen. Wer sie noch nicht kennt, begegnet einer Mittelgebirgslandschaft, die mit ihren Felsen, Wäldern und verborgenen Winkeln reichlich Stoff für geheimnisvolle Geschichten bietet.

Zwölf Romane und eine Leidenschaft für Geschichten

Der Schriftsteller Roland P. Bayer lebt in Zessau am Rande des Hessenreuther Waldes in der Oberpfalz. Mit inzwischen zwölf veröffentlichten Romanen hat er sich unterschiedlichen literarischen Themen gewidmet. Seine Werke reichen von gesellschaftlichen und persönlichen Schicksalen über historische Stoffe bis hin zu Science-Fiction und Sagenliteratur. Darüber hinaus engagiert er sich für die regionale Literaturszene. Mit der Initiative „Oberpfalz liest selbst“ setzt er sich für die Sichtbarkeit unabhängiger Autorinnen und Autoren ein und fördert persönliche Begegnungen zwischen Schreibenden und Lesern. Mit „Der Herr des Fichtelgebirges“ und der nun veröffentlichten Fortsetzung hat Bayer eine literarische Idee verwirklicht, die über einen einzelnen Roman hinausreicht.

Während zahlreiche Schriftsteller auf überlieferte Sagen und Legenden zurückgreifen, hat sich Bayer bewusst dafür entschieden, selbst eine neue Sagengestalt ins Leben zu rufen. Eine Figur, die zwar ihren Ursprung in einem modernen Roman hat, deren Geschichten jedoch eines Tages Teil der regionalen Erzähltradition werden könnten.

Neues vom Butzenkönig ist erschienen

Am 17. Oktober 2026 hat Roland P. Bayer die Fortsetzung „Der Herr des Fichtelgebirges – Neues vom Butzenkönig“ veröffentlicht. Damit geht die Geschichte des von ihm geschaffenen Sagenherrn weiter. Mit dem neuen Roman baut der Autor seine Sagenwelt weiter aus. Der geheimnisvolle Herr des Fichtelgebirges und die mit ihm verbundene Welt bleiben damit nicht auf einen einzigen Roman beschränkt. Mit der Fortsetzung erhält die neu erschaffene Sagengestalt die Möglichkeit, sich literarisch weiterzuentwickeln und ihre eigene Geschichte fortzuschreiben.

Kann aus einer Romanfigur eine neue Legende werden?

Ob der Herr des Fichtelgebirges eines Tages eine ähnliche Bekanntheit erlangt wie Rübezahl im Riesengebirge, bleibt natürlich offen. Der entscheidende Unterschied liegt zunächst in seiner Entstehung: Während Rübezahl auf einer langen Überlieferungsgeschichte beruht, stammt Bayers Sagenherr aus der Fantasie eines heutigen Schriftstellers. Doch auch neu erfundene Figuren können über ihre ursprünglichen Geschichten hinauswachsen. Voraussetzung dafür ist, dass Menschen sie kennenlernen, weitererzählen und mit ihrer Heimat verbinden. Mit seinen beiden historischen Sagenromanen legt Roland P. Bayer dafür einen literarischen Grundstein. Vielleicht wird der Herr des Fichtelgebirges eines Tages nicht mehr nur als Romanfigur wahrgenommen, sondern als eigenständige Sagengestalt, deren Geschichten fest mit den Bergen und Wäldern der Region verbunden sind.

Und vielleicht werden sich künftige Generationen einmal fragen, woher die Legende vom Herrn des Fichtelgebirges eigentlich stammt. Die Antwort darauf beginnt mit einem Roman aus dem Jahr 2026 – und einem Schriftsteller, der beschlossen hat, dem Fichtelgebirge eine neue Sagengestalt zu schenken.

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