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Oberpfälzer Jugend übernimmt Verantwortung für Demokratie und Erinnerungskultur

Schwarzenfeld. Am 25. April fand die Frühjahrsvollversammlung des Bezirksjugendrings Oberpfalz im Restaurant Miesberg in Schwarzenfeld statt. Delegierte der Jugendverbände sowie der Stadt- und Kreisjugendringe aus der gesamten Oberpfalz kamen zusammen, um sich über aktuelle jugendpolitische Entwicklungen auszutauschen und wichtige inhaltliche Weichen für die Zukunft zu stellen.

Oberpfälzer Jugend übernimmt Verantwortung für Demokratie und Erinnerungskultur

Marius Meier, Jürgen Preisinger, Johannes Himmelhuber, Anna Gmeiner, Ludwig Songsare, Kerstin Radler, Detlef Staude, Thomas Schieder, Günter Kohl Foto: Günter Staudinger
Demokratiebrücke des Bezirksjugendrings Oberpfalz Foto: Günter Staudinger

Bereits am Vormittag boten parallele Arbeitskreise der Jugendringe und Jugendverbände Raum für Austausch über aktuelle Herausforderungen der Jugendarbeit, Fragen zur Förderung sowie Informationen aus dem Bayerischen Jugendring (BJR), die für die Arbeit vor Ort von Bedeutung sind.

Demokratie jetzt – Nachgefragt im Speed-Dating-Format

Ein besonderer Programmpunkt des Konferenzteils am Nachmittag war erneut das Format „Nachgefragt“ zum Thema „Demokratie jetzt“, das in diesem Jahr als Speed-Dating gestaltet wurde. Dabei hatten Delegierte und Gäste die Möglichkeit, in kurzen Gesprächsrunden direkt mit besonderen Gästen ins Gespräch zu kommen und ihre Fragen zu stellen.

„Nachgefragt“ – Speed Dating mit Jürgen Mistol. Foto: Günter Staudinger

Am Dialog beteiligten sich Kerstin Radler, Kulturreferentin des Bezirks Oberpfalz, sowie Einzelpersönlichkeiten des Bezirksjugendrings: Günter Kohl, Jürgen Mistol und Thomas Schieder. Das Format ermöglichte einen intensiven und offenen Austausch zu Themen wie demokratischer Beteiligung, politischer Bildung und den Rahmenbedingungen für Jugendarbeit in der Region.

Berichte aus Bezirk, Land und Praxis

Die Vollversammlung nahm zudem die Berichte aus den Arbeitsfeldern des Bezirksjugendrings entgegen. Bei der Vorstellung des Jahresberichts 2025 des Bezirksjugendrings Oberpfalz wurde besonders das Angebot zur Demokratiebildung hervorgehoben. Dazu wurden die Demokratiebrücke sowie das Planspiel Quararo vorgestellt. Neben anderen Angeboten stellt der Bezirksjugendring diese zwei pädagogischen Spiele den Jugendverbänden, Jugendringen und weiteren Trägern als praxisnahe Methoden zur Ausleihe bereit, um demokratische Werte, Mitbestimmung und gesellschaftliches Engagement bei jungen Menschen spielerisch und niedrigschwellig zu fördern.

Darüber hinaus wurden aktuelle Aktivitäten des Projekts Digital Streetwork, die vielfältige Arbeit der Medienfachberatung und von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage sowie Berichte aus der Jugendbildungsstätte Waldmünchen vorgestellt.

Für den Bayerischen Jugendring berichtete Anna Gmeiner, Mitglied des Landesvorstands. Sie informierte über aktuelle jugendpolitische Schwerpunkte, die Lobbyarbeit des BJR als Interessenvertretung junger Menschen sowie über Projekte und Initiativen zur Stärkung von Beteiligung und Engagement – insbesondere auf kommunaler Ebene.

Grammer Solar
Grammer Solar

Ein weiterer Programmpunkt war die Vorstellung des Koordinierungszentrums Tandem – Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch. Marius Meier informierte über die Arbeit von Tandem als zentrale Fachstelle für den internationalen Jugend- und Schüleraustausch zwischen Deutschland und Tschechien. Vorgestellt wurden Beratungs-, Förder- und Fortbildungsangebote sowie konkrete Fördermöglichkeiten für Jugendbegegnungen und Fachkräfteaustausch.

Jahresrechnung 2025 beschlossen

Die Vollversammlung stellte die Jahresrechnung 2025 fest, die in Einnahmen und Ausgaben mit rund 788.000 Euro abschließt. Trotz notwendiger außerplanmäßiger Ausgaben – insbesondere durch den Umzug der Geschäftsstelle und die technische Modernisierung – bestätigten die Kassenprüfer eine ordnungsgemäße, sparsame und wirtschaftliche Haushaltsführung. Der Vorstand wurde anschließend einstimmig entlastet.

Erinnerungskultur als neuer inhaltlicher Schwerpunkt

Mit großer Zustimmung verabschiedete die Vollversammlung den Antrag „Erinnerungskultur in der Oberpfalz stärken“. Der Bezirksjugendring setzt damit einen klaren Schwerpunkt für die kommende Arbeitsperiode. Geplant sind unter anderem die Einrichtung eines Arbeitskreises Erinnerungskultur, die Sichtbarmachung regionaler Erinnerungsorte sowie die Entwicklung pädagogischer Konzepte für die Jugendarbeit. Zudem beschloss die Vollversammlung den Beitritt zum Förderverein der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg e. V. als sichtbares Zeichen für demokratische Verantwortung.

Jugendarbeit als Fundament der Demokratie

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Jürgen Preisinger, Vorsitzender des Bezirksjugendrings Oberpfalz Foto: Günter Staudinger

Zum Abschluss betonte der Vorsitzende des Bezirksjugendrings, Jürgen Preisinger, die Bedeutung der Jugendarbeit für das gesellschaftliche Zusammenleben: „Jugendverbandsarbeit schafft Räume für Beteiligung, Austausch und demokratisches Lernen. Das ist gerade in der heutigen Zeit von zentraler Bedeutung.“

Info

Der Bezirksjugendring Oberpfalz ist der Zusammenschluss der Jugendverbände und Jugendringe in der Oberpfalz, in denen rund 200.000 Kinder und Jugendliche organisiert sind. Als Gliederung des Bayerischen Jugendrings ist er eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

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