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Oldtimer begeistern Weiden bei 38. Veteranenausfahrt

Weiden. Die 38. Weidener Veteranenausfahrt des AMC im ADAC begeisterte mit 142 historischen Autos und Motorrädern auf rund 65 Kilometern. Vom Ach-Stodl bis in die Altstadt säumten zahlreiche Zuschauer die Strecke.

Oldtimer begeistern Weiden bei 38. Veteranenausfahrt

Foto: Reinhard Kreuzer
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Foto: Reinhard Kreuzer
Foto: Reinhard Kreuzer

Historische Automobile, knatternde Motorräder und zahlreiche begeisterte Zuschauer prägten die 38. Weidener ADAC-Veteranenausfahrt des Automobil-Motor-Clubs (AMC) im ADAC. Insgesamt 142 Fahrzeuge gingen auf die Strecke. Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler schickte die Teilnehmer mit der Starterfahne auf die rund 65 Kilometer lange Ausfahrt. Nach zahlreichen Starts übernahmen auch anwesende Stadträte diese Aufgabe. Die traditionsreiche Veranstaltung zählte erneut zu den Höhepunkten im Vereinsjahr des AMC Weiden.

Start am Ach-Stodl: Organisation und Teamgeist

Vor dem Ach-Stodl in Frauenricht nahmen die Oldtimer nach der Papier- und Fahrzeugabnahme sowie der Fahrerbesprechung Aufstellung. Vorsitzender Karlheinz Ach sagte: „Unsere Veteranenausfahrt lebt von der Begeisterung der Teilnehmer, den vielen ehrenamtlichen Helfern und den Zuschauern. Es freut mich sehr, dass wir erneut so viele historische Fahrzeuge in Weiden begrüßen durften.“

Vorsitzender Karlheinz Ach hatte zuvor zum Frühstück eingeladen, dann sorgte sein eingespieltes Helferteam für einen reibungslosen Ablauf. Fahrtenleiter Matthias Kastner plante gemeinsam mit seinen Helfern die Strecke, kümmerte sich um die Ausschilderung und stellte jedes Fahrzeug mit interessanten Details dem Publikum vor.

Abwechslungsreiche Route durch die Region

Die Route führte über Neunkirchen, Dürnast und Röthenbach nach Weiherhammer. Dort erwartete die Teilnehmer die erste Rast. Die Beifahrer stießen bei einem Sektempfang auf die gelungene Ausfahrt an, während sich die Fahrer mit Orangensaft und kühlen Getränken stärkten. Anschließend ging es über Trippach zurück nach Frauenricht. Fahrtenleiter Matthias Kastner betonte: „Wir suchten wieder eine abwechslungsreiche Strecke aus, auf der die Fahrer die Landschaft genießen konnten. Wenn am Ende alle mit einem Lächeln aussteigen, dann haben wir unser Ziel erreicht.“

Am Nachmittag setzte sich der eindrucksvolle Fahrzeugkorso in Richtung Weidener Altstadt in Bewegung. Trotz der Baustellen rund um das Alte Rathaus erreichten die historischen Fahrzeuge den Marktplatz, wo zahlreiche Besucher die Automobile und Motorräder aus nächster Nähe bewunderten. Auch die angrenzenden Seitenstraßen dienten als Ausstellungsfläche. Besonders viele Cabriolets und Roadster präsentierten sich mit geöffnetem Verdeck und sorgten für nostalgisches Flair. Die Baujahre reichten von den 1940er-Jahren bis zu beliebten Youngtimern.

Seltene Klassiker begeistern das Publikum

Zu den besonderen Fahrzeugen gehörte der Riley von 1946 mit 56 PS, den Ralf-Dieter Gottfried aus der Partnerstadt Annaberg-Buchholz präsentierte. Claudia Windschigl brachte ihren Fiat 600 aus dem Jahr 1972 mit Abarth-Anlage nach Weiden. Die frühere deutsche Autocross-Meisterin war den Motorsportfreunden zudem durch ihren Porsche bestens bekannt. Große Aufmerksamkeit erhielt auch der Jaguar XK 120 von Dr. Stefan Klumpp. Das 160 PS starke Sportcoupé galt nach seiner Vorstellung auf der London Motor Show 1948 als eines der schnellsten Serienfahrzeuge seiner Zeit.

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Ein echter Publikumsmagnet war außerdem der umgebaute Mercedes-Feuerwehrwagen LF 409 von Juan Monchito Vilas. Das Baujahr-1976-Fahrzeug verwandelte sich in ein rollendes „Feiermobil“ mit Sitzbänken, Kühlschrank und Bar. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit zur Besichtigung und ließen sich bei einem Glas Sekt die Besonderheiten erklären.

Partnerstädte und historische Motorräder

Auch Gäste aus den Partnerstädten Annaberg-Buchholz und Mariánské Lázně (Marienbad) nahmen an der Veteranenausfahrt teil und unterstrichen die langjährigen freundschaftlichen Beziehungen. Bei den Motorrädern reichte die Palette von Maschinen aus den Jahren 1900 bis 1947. Besonders ins Auge fielen eine BMW R 62 von 1928, eine Zündapp 200 von 1935, eine BMW R 35 von 1953 sowie eine BMW R 50 aus dem Jahr 1955.

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Foto: Reinhard Kreuzer

Den Abschluss bildete das Stodlfest im Ach-Stodl. Dort verloste der AMC zehn Pokale, damit nicht ausschließlich die ältesten Fahrzeuge ausgezeichnet wurden. Einen Sonderpokal für die weiteste Anreise erhielt Steven Bos aus den Niederlanden. Grußworte sprachen Thomas Kronstein für die Gäste aus Annaberg-Buchholz, Reinhard Meier vom Stadtverband für Leibesübungen, Stadträtin Sabine Zeidler sowie Michael Bayer vom ADAC Nordbayern. DJ Tobi sorgte anschließend für musikalische Unterhaltung, während die Helfer Grillspezialitäten und kühle Getränke servierten.

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