Herren verhelfen Schautanz zu neuen Höhen
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Herren verhelfen Schautanz zu neuen Höhen
Neustadt/WN. Akkuratesse und Synchronizität stehen bei der Prinzengarde im Fokus, Action und Humor bei den Darbietungen der Männer vom Elferrat. Eine bewährte Formation des Vereins Neustädter Faschingszug mit neuer Besetzung wird heuer das Beste von beiden miteinander verbinden.
Den Schautanz der Garde gab es auch in den vergangenen Jahren. Neu ist allerdings, dass seit einigen Jahren erstmals wieder Jungs die Show ergänzen. Die Idee dazu entstand beim letztjährigen Gardetreffen in Nabburg. „Da hatten sich viele gemeldet“, erinnert sich Trainerin Anna Eiszrich, die zusammen mit Co-Trainerin Susanne Eck einige Elferrats-Mitglieder vom Mitmachen überzeugen konnte. Schon wenig später gab es Nägel mit Köpfen. „Wir haben uns zum Essen getroffen und die Regeln klar gemacht“, erzählt Eiszrich. Aus dieser finalen Runde sind sechs „Elfer“ hervorgegangen. Andreas Frischholz, Kevin Hammer, Julian Kuttner, Andreas Liebs, Max Pregler und Andreas Roßmann proben seit Trainingsbeginn am 21. April fleißig mit.
Größte Formation des Vereins
Dazu kommen die 16 Tänzerinnen der Prinzengarde und die beiden Funkenmariechen. Macht zusammen 24 Akteure. Der Schautanz hat damit den größten Personalkörper – sogar noch einen Aktiven mehr als die Kindergarde I, die 23 kleine Nachwuchstänzerinnen aufbietet. Um welches Thema es bei der Choreographie geht, ist natürlich noch streng geheim. Nur wenige Andeutungen lassen sich den Trainerinnen entlocken. „Es ist ein wenig anstrengender wie letztes Jahr und Stimmung ist drin“, lacht Eiszrich.
Vier Stunden Training am Stück
„Wir haben diesmal noch mehr Hebefiguren eingebaut“, betont Eck. „Alle waren gleich freiwillig bereit. Anfangs hatten wir Matten drunter gelegt und mit leichten Sachen angefangen“, beschreibt Eiszrich den Trainingsaufbau. Jeden Donnerstag trainierte die Gruppe dafür. Besonders intensiv war es für die Prinzengarde, die um 18.30 Uhr mit ihrer zweistündigen Trainingseinheit begann und dann nochmal zwei Stunden bis um 22.30 Uhr für den Schautanz draufsattelte.
Am Anfang musste man sich schon überwinden, aber dann entsteht schon Vertrauen. Das geht schon,
erinnert sich Ines Meierhöfer an die ersten Übungen etwas waghalsiger Einlagen. Nach und nach kam die Sicherheit bei den Hebefiguren, blieb Zeit um am Ausdruck zu feilen und sich auf die letzten Feinschliffe zu konzentrieren. Und mit den Jungs sind die Damen von der Prinzengarde auch ganz zufrieden. „Sie haben sich stets bemüht“, sagt Elisabeth Lang mit einem breitem, vielsagendem Lächeln. „Es ist mal wieder was anderes mit den Jungs – auch anstrengender“, verrät die langjährige Gardetänzerin. „Es wird nicht langweilig mit ihnen“, ergänzt Ramona Scharnagl.
Schneller Kostümwechsel
Auch die Herren haben ihren Spaß. „Nur ein bisschen spät ist es, wenn man morgens wieder mit der Arbeit unterwegs ist“, sagt Max Pregler. Manche seien auch mal auf Montage, aber darauf werde Rücksicht genommen und am Anfang des Trainings gäbe es Wiederholungseinheiten, um wieder auf dem aktuellen Stand zu sein. Extra-Engagement wird auch bei den Faschingsbällen gefordert sein. So müssen die Tänzerinnen nach dem Gardetanz flugs ihre Kleider gegen die Roben für den Schautanz eintauschen. Noch viel zeitaufwendiger ist es, die neue Schminke aufzutragen. Auch für die Herren, die zweimal tanzen, heißt es schnell zu sein, um rechtzeitig für die Show des Elferrats wieder gerüstet zu sein.




