Sommerwiesn XXL – Drei Tage Ausnahmezustand in Albersrieth
Sommerwiesn XXL – Drei Tage Ausnahmezustand in Albersrieth
Bocka zapft an…
Bereits am Freitagabend fiel der Startschuss mit dem traditionellen Bieranstich. Bürgermeister Georg Bocka meisterte seine Premiere dabei souverän und zapfte gekonnt das erste Fass Moosbacher Festbier an. Unaufgeregt eröffneten die beiden Spielberger KLJB-Vorsitzenden Antonia Weiß und Simon Schwab offiziell das Fest. Musikalisch übernahmen anschließend „Waidler Power“ das Ruder und sorgten mit ihrem rockigen Sound für einen Auftakt nach Maß – die Halle bebte, die Stimmung war sofort auf Betriebstemperatur.
Brettlspitznstars auf der Beidl – Bühne – „Drei Toch gemmer nimmer ham“
Am Samstag knüpfte die Sommerwiesn nahtlos an die Feierlaune des Vortags an und legte gar noch drauf. Die Waldthurner „Hulzstoussboum“, längst keine Unbekannten mehr und durch die BR-Sendung „Brettlspitzn“ bekannt wie die sprichwörtlichen bunten Hunde, eröffneten als Lokalmatadoren den Abend. Statt im Münchner Hofbräuhaus spielten sie diesmal in der Beidl-Halle auf – und das mit gewohnt mitreißender Mischung aus Blasmusik und Partyklängen. Ihr Stimmungshit „Drei Toch gemmer nimmer ham“ passte dabei wie die Faust aufs Auge auf das Drei-Tages-Fest. Einen weiteren Höhepunkt erreichte das Stimmungsbarometer schließlich mit der „Saustoimusi“.
„100-jähriges Geburtstagskind“
Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Tradition, Gemeinschaft und Jubiläum. Beim Kirchenzug, angeführt von der Trachtenkapelle Waldthurn, zogen zahlreiche Vereine der Region, angeführt von der Trachtenkapelle Waldthurn und der KLJB Waldthurn – manche noch mit Sonnenbrille vom Vorabend – von der Beidl-Halle zur Dorfkapelle St. Michael. Auf der angrenzenden Vitzbauernwiese wurde dort unter freiem Himmel ein erfrischender, feierlicher Gottesdienst abgehalten. Pfarrer Norbert Götz segnete die restaurierte Fahne des Burschenvereins Lennesrieth zum 100-jährigen Bestehen.
Musikalisch umrahmt vom Chor „amicanti“ unter Leitung von Manuela Grünauer erhielt die Festmesse einen erfrischenden und dynamischen Rahmen. In einem kurzen Rückblick erinnerte Julius Hornstein an die Geschichte der Fahne: „Sie ist nicht nur irgendein Stück Stoff, sondern ein Symbol mit 100 Jahren gelebter Geschichte – wenn sie reden könnte, hätte sie wohl mehr zu erzählen als so mancher Stammtisch um Mitternacht.“
Im Anschluss zog der Festzug durch Albersrieth zurück zur Halle, wo die Fahnen der beteiligten Vereine feierlich einzogen – allen voran das KLJB-Banner, getragen von Thomas Schmid und schließlich die frisch restaurierte Geburtstagsfahne selbst, präsentiert von KLJB – Fahnenträger Jonas „Schopper“ Feiler.
Beim zünftigen Frühschoppen mit Weißwurstfrühstück und musikalischer Begleitung durch die Trachtenkapelle Waldthurn klang die Sommerwiesn XXL schließlich gemütlich aus.
3 Tage Feierlaune
Drei Tage lang herrschten beste Stimmung und echte Oberpfälzer Festkultur an der Sonnenseite des Fahrenbergs. Besonders bemerkenswert, die Organisation lag wie immer komplett in den Händen der jungen KLJB-Truppe. Was andernorts oft jahrelange Planung erfordert, stemmten die jungen KLJB`ler mit beeindruckendem Engagement und Herzblut in kürzester Zeit. Ein unaufgeregtes, aber hervorragend organisiertes Drei-Tage-Event, das Maßstäbe setzt und den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird. Respekt vor so viel Einsatzbereitschaft und Zusammenhalt.
















