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Spatenstich in Falkenberg: Die Droht wird Treffpunkt für alle

Falkenberg. Mit dem Spatenstich startet die Neugestaltung der Droht zum Treffpunkt für alle Generationen. 800.000 Euro werden investiert, 608.000 Euro steuert der Freistaat bei, fertig ist das Areal voraussichtlich im Sommer 2027.

Spatenstich in Falkenberg: Die Droht wird Treffpunkt für alle

Mit einem symbolischen Spatenstich hat der Markt Falkenberg am Samstag den Startschuss für die Neugestaltung des Spiel- und Freizeitgeländes „Droht“ gegeben. Rund 40 Gäste, darunter zahlreiche Kinder und Familien, Vertreterinnen der örtlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie weitere Bürgerinnen und Bürger, waren gekommen.

Bürgerbeteiligung und Förderung 

800.000 Euro gibt es Förderung für den Treffpunkt aller Generationen, den die Kinder mitgestalten. Ausgangspunkt war der Wunsch aus der Bevölkerung, den bestehenden Spielplatz aufzuwerten, mehr Schatten zu schaffen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. „Daraus ist die Idee entstanden, unsere grüne Mitte zu einem lebendigen Treffpunkt für alle Generationen weiterzuentwickeln“, erklärte Bürgermeister Matthias Grundler.

Durch den Einsatz des Landtagsabgeordneten Tobias Reiß eröffnete sich die Möglichkeit einer besonders hohen Förderung über das Städtebauförderungsprogramm „Klimawandel Innenstadt“. Bei Gesamtkosten von rund 800.000 Euro sieht der Förderbescheid Zuwendungen von 608.000 Euro vor. Das entspricht 80 Prozent der förderfähigen Kosten beziehungsweise 76 Prozent der Gesamtinvestition. Der Eigenanteil des Marktes beträgt rund 192.000 Euro. „Diese Förderung ist für uns ein echter Glücksfall. Sie ermöglicht es uns, viele Wünsche unserer Kinder tatsächlich umzusetzen. Ohne diese Unterstützung wäre das Projekt in dieser Größenordnung nicht möglich gewesen“, freute sich Grundler.

Viel Platz zum Spielen und Entdecken

Die neue Droht soll weit mehr als ein klassischer Spielplatz werden. Geplant sind ein überdachter Sitz- und Picknickplatz, eine Feuerstelle, Sonnenliegen, zahlreiche Sitzgelegenheiten sowie ein Trinkbrunnen. Neue Terrassen zur Waldnaab sollen den Fluss unmittelbar erlebbar machen.

Für Bewegung und Sport stehen künftig ein Beachvolleyballfeld, das im Winter auch zum Eisstockschießen genutzt werden kann, sowie ein Bolzplatz mit Toren zur Verfügung. Die Spielbereiche bieten unter anderem eine Seilbahn, einen Rangerturm, Hängematten, eine zentrale Kletterwelt und Balancierstämme, die teilweise auch über den Netzbach führen. Auch der Oberlauf des Netzbachs wird in die Gestaltung einbezogen und erhält zusätzliche Sitzmöglichkeiten.

Naturnahe Gestaltung und Inklusion

Zahlreiche Bäume und Sträucher sollen für Schatten und naturnahe Spielmöglichkeiten sorgen. Auch die Bedürfnisse von Kindern und Erwachsenen mit Behinderung wurden bei der Planung bewusst berücksichtigt. Eine Besonderheit war die intensive Bürgerbeteiligung. Die Grundschule Falkenberg stellte sogar einen ganzen Schultag zur Verfügung, damit die Kinder ihre Ideen einbringen konnten. Bürgermeister Grundler dankte dafür ausdrücklich der Schulleitung, beim Spatenstich vertreten durch Anita Kleeberger.

Winkler Bräu Amberg
Winkler Bräu Amberg

Planer Alexander Stark von Toponauten Architekten berichtete vom offenen Austausch in den Beteiligungsrunden, bei denen auch überraschende Geschichten aus der Vergangenheit der Droht zur Sprache kamen. Besonders eindrucksvoll sei der nahezu einhellige Wunsch der Kinder nach vielen Bäumen und Sträuchern gewesen – nicht nur für Schatten, sondern auch zum Verstecken und Spielen. Daraus sei das Leitmotiv eines kleinen „Urwalds“ entstanden.

Bauarbeiten bis Juni – Freigabe Ende Juli 2027

Ein Großteil der Spielgeräte soll noch 2026 aufgebaut werden. Die Bauarbeiten sollen bis Juni 2027 abgeschlossen sein, die Freigabe zum Spielen ist wegen der notwendigen Anwachszeit der umfangreichen Rasenansaaten jedoch erst für Ende Juli vorgesehen.

Während der Bauzeit bleiben das Gelände und der Fußweg zwischen Schönfichter Straße und Premenreuther Straße gesperrt. Die beiden größten Aufträge übernehmen die Garten Richter GmbH aus Glashütten (Landschaftsbau, rund 308.500 Euro) und die Krambamboul GmbH & Co. KG aus Nuthetal (Spielgeräte, rund 192.800 Euro).

Dank an zahlreiche Unterstützer

Besonders dankte Grundler den Grundstückseigentümern, die durch den Verkauf von Teilflächen wichtige Voraussetzungen für das Projekt geschaffen haben. Sein Dank galt ebenso dem Planungsteam, dem Ingenieurbüro Bork und allen Spendern – von den Kommunionkindern über Vereine bis zur Firma IGZ, die bereits 30.000 Euro beigesteuert hat. Die Gesellschafterfamilien Gropengießer und Zrenner waren beim Spatenstich vertreten.

Ausdrücklich würdigte Grundler den gemeindlichen Bauhof, der bereits an der Planung mitgewirkt hatte, damit die Droht auch künftig für Feste und Veranstaltungen genutzt werden kann. Bei kommunalen Baustellen seien die Bauhofmitarbeiter zudem unverzichtbare Organisatoren und Vermittler zwischen Firmen, Planern, Anliegern und Bürgern. Dank galt auch der Verwaltung mit Thorsten Meiler, Alexander Bäumler und Petra Wach sowie den Anwohnern für ihr Verständnis während der Bauarbeiten.

Griff zum Spaten

Unter den Gästen waren Vertreterinnen der Grundschule, des Kindergartens St. Rita, der Kinderkrippe Waldnaabzwerge, der Jugendhilfeeinrichtung und der Mittagsbetreuung von Learning Campus. Gemeinsam mit zahlreichen Kindern griffen auch Jugendbeauftragte Ann-Sophie Schärl, Familienbeauftragte Jessica Plonner und Seniorenbeauftragte Rita Wildenrother zum Spaten.

Bei Kaffee und Kuchen klang die Veranstaltung aus. „Wir freuen uns auf einen lebendigen Treffpunkt, an dem sich Jung und Alt gerne begegnen. Die neue Droht soll ein Platz für ganz Falkenberg werden“, so Grundler.

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