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ARV Oberpfalz
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Sternenwallfahrt vereint Pfarreien in Waidhaus zum 700-jährigen Jubiläum

Eslarn. Gläubige feierten mit einer Sternenwallfahrt nach Waidhaus das 700-jährige Jubiläum von St. Emmeram mit Bischof Voderholzer und setzten ein Zeichen der Verbundenheit. Zugleich wurde die Pfarreiengemeinschaft betont.

Eslarn. Gläubige feierten mit einer Sternenwallfahrt nach Waidhaus das 700-jährige Jubiläum von St. Emmeram mit Bischof Voderholzer und setzten ein Zeichen der Verbundenheit. Zugleich wurde die Pfarreiengemeinschaft betont.
Nach dem Pilgersegen durch Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega (re) führte der Weg in Richtung Waidhaus. Foto: Karl Schmid

Sternenwallfahrt vereint Pfarreien in Waidhaus zum 700-jährigen Jubiläum

Ein besonderer Tag des Glaubens und der Gemeinschaft war die Sternenwallfahrt nach Waidhaus. Anlässlich des 700-jährigen Jubiläums der ersten urkundlichen Erwähnung der Pfarrei St. Emmeram waren die Gläubigen der umliegenden Pfarreien eingeladen, gemeinsam nach Waidhaus zu pilgern und dort mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer einen festlichen Gottesdienst zu feiern.

Sternenwallfahrt nach Waidhaus verbindet die Pfarreien

Auch aus Eslarn machte sich am frühen Sonntagmorgen eine 15-köpfige Pilgergruppe auf den Weg. Nach dem Pilgersegen durch Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega auf dem Kirchplatz starteten die Teilnehmer um 7.30 Uhr. Auf dem Radweg führte der Pilgerzug in Richtung Waidhaus. Gebete und Gesänge begleiteten die Pilger während der rundum gemeinschaftlich erlebten Wallfahrt. Das Wallfahrtskreuz trug Karl Schmid, während Karl Schaller mit dem Lautsprecher für eine gute Verständlichkeit sorgte. Den Vorbeterdienst übernahmen Pfarrvikar Basil und Klaus Härtl. Für Sicherheit und Begleitung sorgte Agnes Härtl mit dem Begleitfahrzeug.

Gemeinsam unterwegs: Gebet, Gesang und Begegnung

Ein besonderer Moment war das Zusammentreffen mit den Wallfahrern aus Moosbach bei der Bogenschießanlage in Pfrentsch. Von dort aus setzte sich die Gruppe gemeinsam nach Waidhaus in Bewegung. Weitere Pilger kamen aus Pleystein, Burkhardsrieth und Miesbrunn.

Damit wurde bereits auf dem gemeinsamen Weg sichtbar, was die künftige Zusammenarbeit der Pfarreien auszeichnet: Menschen aus unterschiedlichen Orten und Gemeinden finden zusammen und machen sich gemeinsam auf den Weg. Die Sternenwallfahrt wurde so zu einem sichtbaren Zeichen der Verbundenheit über die Grenzen der einzelnen Pfarreien hinweg. In Waidhaus reihten sich alle Pilger in den Kirchenzug zur Pfarrkirche St. Emmeram ein. Gemeinsam mit den zahlreichen Gläubigen wurde dort der festliche Pontifikalgottesdienst mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer gefeiert. Das 700-jährige Jubiläum bot dabei nicht nur Gelegenheit zum Rückblick auf die Geschichte der Pfarrei, sondern auch Anlass, den Blick nach vorne zu richten.

Bei der Bogenschießanlage in Pfrentsch trafen die Eslarner auf die Pilger aus Moosbach. Foto: Karl Schmid
Ihren Rucksack zur Fußwallfahrt geschnürt haben auch Gemeindereferent Benedikt Eckert, Pfarrer Udo Klösel und Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega. Foto: Karl Schmid
Nach dem festlichen Pontifikalgottesdienst zum Pfarreijubiläum mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ließen es die Pilger bei einem Frühschoppen ausklingen. Foto: Karl Schmid
Nach dem Pilgersegen durch Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega (re) führte der Weg in Richtung Waidhaus. Foto: Karl Schmid

Blick auf die künftige Pfarreiengemeinschaft

Die Wallfahrt stand zugleich im Zeichen der Veränderungen, die auf die Pfarreien zukommen. Die geplante Neuordnung ist Teil der „Pastoralen Planung 2034“ im Bistum Regensburg. Ziel ist es, die pastorale Arbeit angesichts veränderter Rahmenbedingungen neu zu gestalten und vorhandene Kräfte und Möglichkeiten stärker zu bündeln. Die künftig geplante Pfarreiengemeinschaft „Rund um den Ulrichsberg“ soll die sechs Pfarreien Eslarn, Waidhaus, Pleystein, Miesbrunn, Moosbach und Burkhardsrieth umfassen.

Die Sternenwallfahrt zeigte bereits im Kleinen, wie eine solche größere Gemeinschaft erlebt werden kann. Die Pilger starteten an unterschiedlichen Orten, brachten ihre jeweiligen Erfahrungen und Traditionen mit und trafen schließlich zu einem gemeinsamen Gottesdienst zusammen. Aus einzelnen Gruppen wurde eine Gemeinschaft.

Witron – Nachmittag der Ausbildung
Witron – Nachmittag der Ausbildung

Traditionen bewahren, Zusammenarbeit stärken

Mit der geplanten Zusammenlegung werden auch Veränderungen verbunden sein. Gleichzeitig eröffnet sie die Möglichkeit, neue Formen des Miteinanders zu entwickeln, Erfahrungen auszutauschen und das kirchliche Leben der einzelnen Orte stärker miteinander zu vernetzen. Eine wichtige Aufgabe wird dabei sein, die Eigenheiten und Traditionen der einzelnen Gemeinden zu bewahren und zugleich das Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung zu stärken.

Begegnung beim Frühschoppen

Nach dem Gottesdienst klang der Jubiläumstag bei einem gemütlichen Frühschoppen am Rathaus aus. Bei Weißwürsten, Bratwürsten, Kaffee und Kuchen bot sich Gelegenheit zu Gesprächen und Begegnungen. Viele Pilger nutzten die Zeit zum Austausch und ließen den gemeinsamen Tag in geselliger Runde ausklingen. Die Sternenwallfahrt war damit weit mehr als eine gemeinsame Fußwallfahrt. Sie verband Gebet, Begegnung und Gemeinschaft und machte zugleich den bevorstehenden Weg der Pfarreien erlebbar. Menschen aus verschiedenen Orten machten sich auf den Weg, trafen unterwegs zusammen, feierten gemeinsam Gottesdienst und verbrachten anschließend noch einige Stunden miteinander.

Das Jubiläum der Pfarrei St. Emmeram wurde damit zu einem Fest, das Geschichte und Zukunft miteinander verband. Die Wallfahrt zeigte, dass Gemeinschaft dort wachsen kann, wo Menschen sich begegnen und gemeinsame Wege gehen. Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam unterwegs im Glauben“ wurde der Tag zu einem sichtbaren Zeichen für den weiteren Weg der sechs Pfarreien rund um den Ulrichsberg.

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