Streik bei Stahlgruber LZ in Sulzbach-Rosenberg

Streik bei Stahlgruber LZ in Sulzbach-Rosenberg
Der ver.di-Bezirk Oberpfalz ruft die Beschäftigten von Stahlgruber zum Streik auf. Auf die Arbeitgeberhaltung in den Tarifverhandlungen im bayerischen Groß- und Außenhandel am 22. Mai 2026 ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Bezirk Oberpfalz, die Beschäftigten von Stahlgruber LZ in Sulzbach-Rosenberg zum Streik auf, so eine Pressemeldung der Gewerkschaft.
Kritik am Arbeitgeberangebot
„Dass die Arbeitgeber keine tragfähigen Tariflösungen in den Verhandlungen vorlegten und es nur einen Tarifabschluss geben solle, der für die Kolleg*innen in den Betrieben weitere hohe Reallohnverluste zur Folge hätte, ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Dass sich die Wut und Enttäuschung jetzt noch steigert, darf die Arbeitgeber nicht wundern. Die unverschämte Arbeitgeberhaltung und die fehlende Bereitschaft, einen Tarifabschluss zu vereinbaren, der die hohen Reallohnverluste wirksam bekämpft, macht Streiks unausweichlich“, erklärt Christin Rappl, ver.di-Streikleitung Oberpfalz.
„Die Gewinngier der Arbeitgeber ist unersättlich, kein Angebot in der ersten Verhandlungsrunde am 29. April 2026. Das Arbeitgeber-Verhandlungsprogramm war voll mit fehlender Wertschätzung, Respekt und Achtung für Großhandelsbeschäftigte. Ein Programm, das die finanzielle Situation aller Großhandelsbeschäftigten dramatisch weiter verschärft!“ ergänzt Petra Fischer, Betriebsrätin und Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission.
In der zweiten Verhandlungsrunde im Groß- und Außenhandel am 22. Mai 2026 bot der Arbeitgeber für Beschäftigte im Groß- und Außenhandel bei einer Laufzeit von 24 Monaten eine Erhöhung um 1,8 Prozent im Folgemonat nach dem Tarifabschluss, eine Erhöhung um weitere 1,6 Prozent zum 1. Mai 2027 sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um die gleichen Werte zum 1. September 2026 und 1. September 2027.
„Auf das unverschämte, realitätsferne Angebot ist unsere Antwort: Streik“, so Jörg Jäger, Betriebsrat und Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission.
Hintergrund und Forderungen
Die angebotenen Erhöhungen decken die Preissteigerungen keinesfalls ab, führen zu Reallohnverlusten und verschärfen die wirtschaftliche Situation für die Beschäftigten. Sie sind nach wie vor von Altersarmut bedroht. Ganz zu schweigen von fehlender Wertschätzung, Respekt und Anerkennung für die großartigen Leistungen der Beschäftigten.
ver.di fordert für die Beschäftigten im bayerischen Groß- und Außenhandel:
- Tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte um 7 Prozent
- Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro
- Die Laufzeit der Tarifverträge muss 12 Monate betragen
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!




