Musikverein Waidhaus feiert 40 Jahre Vereinsgeschichte

Musikverein Waidhaus feiert 40 Jahre Vereinsgeschichte
In Waidhaus ist schon immer musiziert worden. So erlernten auch die Waidhauser Kinder etwa in der Grenzland-Musikschule Eslarn ein Instrument. Mit den Jahren formierten sich Musikanten, die bei Festen, Musiktagen und Umzügen in Waidhaus viel Beifall ernteten.
Von der Elterninitiative zur Vereinsgründung
Bald reifte bei den Eltern der Entschluss, eine eigene Musikkapelle in Waidhaus zu gründen; denn in der Marktgemeinde gab es nichts Vergleichbares. Im Winter 1985/1986 setzte sich eine sogenannte „Elterninitiative“ immer wieder zusammen. Das Ergebnis war die Gründung des Musikvereins Waidhaus. Die Initiatoren machten auch gleich Nägel mit Köpfen, als sie eine Satzung ausarbeiteten.
Und jetzt kommt Hermann Mack ins Spiel. Er war bereits sechs Jahre bei der Grenzland-Musikschule Eslarn aktiv gewesen. Im elterlichen Gasthaus in Frankenreuth schlug schließlich am 22. Februar 1986 die Geburtsstunde des Musikvereins. Diesen riefen rund 60 Musikbegeisterte ins Leben. Die erste Vorstandschaft setzte sich zusammen aus dem Vorsitzenden Ludwig Bauriedl, dessen Stellvertreter Hans Hanauer, Schriftführer Josef Ach und Kassier Johann Ringholz.
Frühe Erfolge und rasanter Mitgliederzuwachs
„Hermann Mack hat am Anfang 31 Schüler unterrichtet“, weiß Simone Dietl. Die Vorsitzende erzählt auch von ersten Erfolgen bei den Auftritten. „Bereits nach einem halben Jahr hatte der Verein 200 Mitglieder, und es wurden 53 Musikschüler ausgebildet.“
Laut Dietl hat der Verein aktuell rund 900 Mitglieder. „Davon sind 330 aktive Musiker und darunter 290 Musikschüler, die von 14 Ausbildern verschiedene Instrumente lernen.“ Und Mack ist seit dem Bestehen des Vereins der musikalische Leiter.
Aushängeschilder und Konzertreihen
Eines der Aushängeschilder des Musikvereins ist – neben der Damen-Bigband, den „Woihauser Straßenmusikanten“ oder „Bockl-Blech“, „Atemnot“ und der „Veeh-Harfen-Gruppe“ – das Große Vereinsorchester. Als Höhepunkte bezeichnet Dietl unter anderem die Neujahrs- oder Benefizkonzerte und Serenaden. Das Ensemble begeistert sowohl mit konzertanter und böhmischer Blasmusik als auch mit Auszügen aus Musicals oder Rockmedleys.
Mit drei Veranstaltungen feiert der Musikverein 2026 das 40-jährige Bestehen.
Auftakt am 6. Juni: Gottesdienst und Großer Zapfenstreich
Los geht es am Samstag, 6. Juni, mit einem Gottesdienst um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Emmeram. Dieser steht im Zeichen des Gedenkens an die verstorbenen Mitglieder und Musiker. Bei der Eucharistiefeier spielen das Vereinsorchester und die Veeh-Harfen-Gruppe.
Nach der Messe können sich die Gäste beim Kriegerdenkmal am Marktplatz mit Getränken und Bratwürsten stärken. „Damit wollen wir die Wartezeit bis zum ‚Großen Zapfenstreich‘ verkürzen“, sagt Simone Dietl. Diesen bezeichnet die Vorsitzende als „eine feierliche, am Abend abgehaltene Zeremonie, die von einer speziellen und nur für diesen Zweck vorgesehenen Formation aus Musikern und Fackelträgern ausgeführt wird“.
Fackelträger und Ehrenzug
Wie vor 20 Jahren fungieren die Ortsfeuerwehren Waidhaus, Hagendorf, Pfrentsch und Reinhardsrieth als Fackelträger und Ehrenzug. Der feierlichen Zeremonie schließt sich am Marktplatz ein gemütliches Beisammensein an.
Am Sonntag, 21. Juni, steht das um 14 Uhr in der Turnhalle beginnende Kreismusikfest des Nordbayerischen Musikbundes mit Sternmarsch und Gemeinschaftschor im Programm. Danach ist Festbetrieb im Schulhof.
Jubiläumsklänge am 25. Juli
Am Samstag, 25. Juli, heißt es „Jubiläumsklänge“. Dabei beginnt um 10 Uhr eine Musikmesse. Für Unterhaltung sorgen neben dem Vereinsorchester die Gruppe „Atemnot“, „D’Woihauser Straßenmusikanten“, die „Damen-Bigband“, die Kapelle „Bockl-Blech“, „OWB-Revival“, die „Ukulelas“, die „Rüscherl-Muse“ und „Power Hoch 5“. Dazu kommen ehemalige und aktive Musiker als Gemeinschaftschor sowie die Tanzgruppen „Wild Chixx“ und „Dance Surprise“ mit Einlagen. Den Schlusspunkt setzt um Mitternacht die Gruppe „Public Surprise“ mit einer Feuershow.
„Jetzt hoffen wir natürlich auf schönes Wetter“, wünscht sich die Vorsitzende. Sie weist noch besonders darauf hin, dass der Eintritt zu allen Veranstaltungen frei ist.
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