Reform bringt zwei neue Finanzämter in der Oberpfalz

Reform bringt zwei neue Finanzämter in der Oberpfalz
München, 23. Juli 2026 – Füracker: Effizienter, bürgerfreundlicher und zukunftsorientiert – Oberpfälzer Finanzämter stellen sich neu für Sie auf! Strukturoptimierung ab Januar 2027 // Hoher Digitalisierungsgrad der Steuerverwaltung ist Schlüssel für die Reform.
Strukturoptimierung der Finanzämter in der Oberpfalz ab 2027
„Wir machen unsere bayerischen Finanzämter fit für die Zukunft! Ab Januar 2027 gilt: ‚Wir stellen uns neu für Sie auf!‘ – Unsere bayernweite Strukturoptimierung geht mit zwei neuen Finanzämtern in der Oberpfalz in die Umsetzung. Wir schaffen die Grundlage für eine moderne, serviceorientierte und zukunftsfähige Finanzverwaltung: Bürgerfreundlichkeit und Effizienz haben oberste Priorität! Die Interessen und Bedürfnisse unserer Beschäftigten sowie unserer Bürgerinnen und Bürger stehen im Mittelpunkt. Durch Aufgabenspezialisierung, kürzere Kommunikationswege und die damit verbundenen Entwicklungschancen für die Beschäftigten wird die Effizienz insgesamt weiter erhöht. Gleichzeitig bleibt die Steuerverwaltung selbstverständlich flächendeckend präsent und sorgt weiterhin mit Servicezentren vor Ort in allen Regionen für eine bürgernahe Versorgung!“, kündigt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker an.
Hoher Digitalisierungsgrad als Basis der Reform
„Voraussetzung und Basis für die Reform ist der hohe Digitalisierungsgrad in unserer Steuerverwaltung. Vom Eingang der Steuererklärung und der Einreichung von Belegen über die Bearbeitung bis hin zur elektronischen Bekanntgabe – unsere Prozesse sind zu 100 Prozent digital möglich! Die Steuerverwaltung gilt bereits heute als digitalste aller Verwaltungen – sowohl intern als auch mit den Bürgerinnen und Bürgern setzen wir auf digitale Kommunikation: Mit rund 25 Millionen aktiven Benutzerkonten ist ELSTER das erfolgreichste E-Government-Verfahren Deutschlands – made in Bavaria!“, so Füracker weiter.
Die bayernweite Strukturoptimierung der Steuerverwaltung wird 2026 in Mittelfranken gestartet und wird sukzessive ausgeweitet. Ab 1. Januar 2027 bilden die bisher sieben Finanzämter und zwei Außenstellen in der Oberpfalz insgesamt zwei Finanzämter mit mehreren Standorten. Die bisherigen Finanzämter Cham mit Außenstelle Bad Kötzting, Regensburg und Schwandorf mit Außenstelle Neunburg vorm Wald bilden zukünftig das Finanzamt Oberpfalz-Ost. Die bisherigen Finanzämter Amberg, Neumarkt i.d.OPf., Waldsassen und Weiden werden zum Finanzamt Oberpfalz-West. Die bisherigen Standorte und die entsprechenden Arbeitsplätze für die Beschäftigten bleiben auch zukünftig erhalten.
Vorteile für Steuerpflichtige
Die Strukturoptimierung bietet zahlreiche Vorteile. So bleibt beispielsweise bei einem Umzug innerhalb des Finanzamtsbezirks die bisherige Steuernummer weiterhin gültig. Finanzamtswechsel und Steuernummernwechsel werden dadurch umfangreich reduziert.
Die Arbeitsprozesse der bayerischen Finanzämter sind bereits hervorragend digitalisiert und werden stetig weiter optimiert. Über 80 Prozent der Einkommensteuererklärungen gehen bereits digital beim Finanzamt ein – davon ein Großteil über das Online-Portal Mein ELSTER. Auch die Einreichung von Belegen sowie die Anforderung weiterer Unterlagen bei den Steuerpflichtigen ist über ELSTER möglich. Durch die umfassenden digitalen Möglichkeiten wird perspektivisch auch die Effizienz gesteigert – die Bürgerinnen und Bürger profitieren von kürzeren Abstimmungswegen und damit im Ergebnis auch von schnelleren Bearbeitungszeiten. Der Service von ELSTER wird zudem immer weiter ausgebaut.
Service vor Ort und digital erreichbar
Bürgerinnen und Bürger können selbstverständlich weiterhin die Serviceangebote vor Ort wahrnehmen oder unter anderem ihre Post in den jeweiligen Briefkasten einwerfen, genauer gesagt im Servicezentrum ihre Anliegen besprechen. Auch die telefonische Erreichbarkeit der Ansprechpartner sowie die jeweilige Zuständigkeit bleiben vorerst unverändert. Ferner haben Bürgerinnen und Bürger weiterhin die Möglichkeit, ihre Anliegen einfach, unkompliziert und bequem über die digitale Plattform ELSTER an das Finanzamt zu übermitteln.
Die organisatorische und technische Zusammenführung der gleichberechtigten Standorte wird schrittweise durchgeführt und kann daher auch nach der Gründung noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
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