Tag der offenen Tür begeistert in Weiden beim Bienenzuchtverein

Tag der offenen Tür begeistert in Weiden beim Bienenzuchtverein
Zahlreiche Besucher nutzten den Tag der offenen Tür des Bienenzuchtvereins Weiden und Umgebung e. V. im Bienenheim Merklmooslohe an der Bushaltestelle „Schwedentisch“, um einen Einblick in die Welt der Honigbienen und der Imkerei zu erhalten. Unter den schattigen Bäumen hatten die Vereinsmitglieder Bänke und Tische aufgestellt. Trotz schwüler Temperaturen sorgte die dichte Bewölkung für angenehme Bedingungen.
Vielfältiges Programm und Vereinsgeschichte
Ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie erwartete die Gäste. Bereits am Eingang wurde deutlich, wie aktiv die Bienen waren: Rund um die Bienenstöcke herrschte reger Flugverkehr. Der Vorsitzende Konstantin Andes begrüßte die Besucher und stellte den Verein vor. Dabei blickte er auf die Geschichte des Vereins zurück, der seit 1922 besteht und derzeit rund 50 Mitglieder zählt. Das Vereinsgelände umfasst mehr als 4000 Quadratmeter.
„Fakt ist: Die Natur und die Gesellschaft benötigen die Honigbiene, und die Honigbiene braucht uns Imker. Wer Freundschaft mit der Biene geschlossen hat, kann sich ein Leben ohne die Biene nicht vorstellen“, betonte Andes. Sein Gruß galt auch Bürgermeister Stephan Gollwitzer. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung richtete zudem Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler einige Worte an die Besucher.
Honigschleudern und Wissen über die Bienen
Seit vielen Jahren gehört der Tag der offenen Tür Mitte Juni fest zum Vereinskalender. Andes demonstrierte vor dem Vereinsheim das Schleudern von Honig aus zwei Waben und erklärte die einzelnen Arbeitsschritte. „Zuerst müssen die Wachswaben entdeckelt und in der Schleuder zentrifugiert werden“, erläuterte er. Die Besucher verfolgten die Vorführung aufmerksam und probierten anschließend den frisch geschleuderten Honig. Andes erklärte außerdem Wissenswertes über das Leben der Honigbienen, die Aufgaben von Königin und Arbeiterinnen sowie den Schutz der Insekten. Ein Bienenvolk kann unter günstigen Bedingungen bis zu 50 Kilogramm Honig erzeugen.
Auch die jüngsten Gäste kamen auf ihre Kosten. Margarete Czichon organisierte ein Kinderquiz rund um die Bienen und bot Kinderschminken an. Zwischen den Besuchern lief zeitweise sogar eine zweibeinige „Biene“ über das Gelände. Großen Anklang fanden zudem die Riesenseifenblasen, mit denen die Kinder farbenfrohe und beeindruckend große Blasen in die Luft steigen ließen.
Bienenlehrpfad und Naturpark-Infowagen
Am Bienenlehrpfad erklärte Jakob Beck den interessierten Gästen die Entwicklung der Honigbienen anhand von Schaukästen und Schautafeln. Viele Besucher versuchten dabei, die Königin mit ihrem Hofstaat hinter den Glasscheiben zu entdecken. „Heute ist die Honigbiene bei uns nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier“, erklärte Beck.
Während die Kinder spielten, nutzten viele Erwachsene die Sitzgelegenheiten unter den Eichen zur Rast. Für das leibliche Wohl sorgten die Vereinsmitglieder mit Grillspezialitäten, Burgern sowie Kaffee und Kuchen. Dabei standen die Imker den Gästen für Fragen rund um die Bienenhaltung und die Honiggewinnung zur Verfügung. Großes Interesse weckte auch der Infowagen des Naturparks Nördliche Oberpfalz. Mit Tierstimmen, Fühlkästen und anschaulichen Informationen vermittelte er den Besuchern Wissenswertes über die heimische Natur und Tierwelt der Region.
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