Ungewöhnlicher Vorfall in Auerbach beschäftigt die Stadt
Ungewöhnlicher Vorfall in Auerbach beschäftigt die Stadt
In Auerbach sorgt derzeit ein ungewöhnlicher Zwischenfall für Aufsehen und Handlungsbedarf: In der Straße „Unterer Torplatz“ hat sich im Zuge von Bauarbeiten ein mehrere Meter tiefer Hohlraum aufgetan. Wie Bürgermeister Joachim Neuß mitteilt, wurde das Loch am Dienstagmorgen bei Sanierungsarbeiten des städtischen Bauhofs entdeckt.
Zunächst sei ein Einbruch in der Fahrbahn festgestellt worden, der sich bei näherer Betrachtung als deutlich größer herausstellte. Nach aktuellen Erkenntnissen handelt es sich um einen Hohlraum mit einer Ausdehnung von etwa vier auf acht Metern und einer Tiefe von sechs bis teilweise acht Metern. Ursache ist nach ersten Einschätzungen der Einsturz eines alten Sandsteingewölbes im Untergrund.
Altstadt von Auerbach ist unterkellert
Der Bereich ist historisch geprägt: Teile der Altstadt von Auerbach sind unterkellert, und an der betroffenen Stelle befand sich früher ein Stadttor der ehemaligen Stadtmauer. Dass sich dort ein derart großer Hohlraum befindet, kam für die Verantwortlichen dennoch überraschend. „Dieser Hohlraum war nicht bekannt und auch nicht erkennbar“, so Bürgermeister Neuß. Auch bei einer Straßensanierung vor rund zehn Jahren seien keinerlei Hinweise darauf entdeckt worden.
Unmittelbar nach dem Fund wurden die Bauarbeiten gestoppt und Fachleute hinzugezogen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Als erste Sicherheitsmaßnahme wurde die Straße vollständig für den Verkehr gesperrt. Eine direkte Begutachtung des Hohlraums von innen ist derzeit nicht möglich. „Man kann aktuell niemanden hineinschicken, um sich ein Bild zu machen – das wäre lebensgefährlich“, betont Neuß.
Zunächst mit Beton füllen
Auf Empfehlung von Ingenieuren wurde entschieden, den Hohlraum zunächst mit Beton zu verfüllen, um die Stabilität des Untergrunds wiederherzustellen. Bereits am Mittwoch wurden erste Ladungen eingebracht. Zwei davon versickerten zunächst im Untergrund, erst die dritte Ladung zeigte Wirkung und begann, den Hohlraum zu schließen.
In den kommenden Tagen sollen weitere Betonmengen eingebracht werden, bis die Unterkante der Kanalisation erreicht ist. Anschließend werden Spezialisten das weitere Vorgehen festlegen. Dabei geht es unter anderem um die dauerhafte Sicherung des Bereichs und mögliche weitere bauliche Maßnahmen.
Wie lange die Arbeiten insgesamt dauern werden, ist derzeit noch unklar. Die Stadt bittet die Bevölkerung um Verständnis für die notwendigen Sperrungen und Einschränkungen im betroffenen Bereich.




