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Vom Schulteich in die Pfanne: Das große Abfischen

Tirschenreuth. Die Schüler der Mittelschule durften ein richtiges Abenteuer erleben: Gemeinsam mit Profis haben sie ihren Schulteich abgefischt. Dabei waren die Schüler sehr engagiert.

Vom Schulteich in die Pfanne: Das große Abfischen

Wegen einer schlechten Wettervorhersage haben die betreuenden Lehrer das geplante Abfischen des Teiches kurzfristig vorverlegt. Durch tatkräftiges Mitwirken der Ökogruppe gelang es tatsächlich, den großen Schulteich pünktlich zum Eintreffen der Klassen gegen zehn Uhr “abfischfertig” zu leeren.

Schüler zeigten vollen Einsatz

Bei herrlichstem Altweibersommerwetter haben sie den Fischbesatz nebst Krebsen und Muscheln aus dem Teich geholt. Dabei zeigten die Schüler vollen Einsatz. Die ersten waren schon um vier Uhr früh vor Ort und bereiteten alles Notwendige vor. Bis zu den Hüften in glucksendem Schlamm – kein Problem. Notfalls zogen sie sich gegenseitig aus dem Schlamm(assel).

Die Klasse M10 übernahm das Catering und verkaufte knackige Wiener, selbst gebackenen Kuchen und Teig zum Backen von Stockbrot. An Getränken gab es Kaffee, Tee und Limonade. Eine Brotzeit im Freien schmeckt gleich doppelt gut!

Hoher Ertrag

Der Ertrag aus dem Teich kann sich sehen lassen. Insgesamt haben die Schüler 80 schlachtreife Karpfen sowie drei große Hechte, Zander, einen Waller und zahlreiche kleine Raub- und Friedfische herausgekeschert.

Als erfahrene Helfer standen Hubert Platzer und Elisabeth Kundrat zur Seite. Bis Mittag war die Hauptarbeit erledigt. Erwähnenswert ist noch die Tatsache, dass einige Öko-Schüler, die schon sehr früh am Morgen am Teich waren, am Nachmittag auch noch einen Test im Fach Technik geschrieben haben.

Schlachten und Vermarkten

Zwei Tage später ging es dann ans Schlachten und Vermarkten der Beute. Versierte Profis übernahmen die Arbeit: Hubert Platzer und Christian Sommer als Vertreter der Fischereivereine Tirschenreuth und Plößberg übernahmen die Leitung. Außerdem halfen einige frühere Schüler und Mitglieder der AG Öko. Das Betäuben, Aufschneiden, Ausnehmen und Säubern der geschlachteten Fische war für die Schüler kein Problem.

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Der AG-Leiter Christian Lauterbach war den ganzen Vormittag unterwegs, holte Karpfen vom Teich und Forellen von einer Fischzucht in Bärnau, besprach sich mit dem Verkaufsteam und bedankte sich bei den externen Helfern. Wahrlich ein Allroundjob! Die küchenfertig zubereiteten Fische verkauften sie dann. So traten die Fische ihren letzten Weg in die Pfanne an.

“Umweltschule in Europa”

Insgesamt handelte es sich hier um ein außergewöhnlich tolles Schulprojekt. Die Mittelschule Tirschenreuth ist wohl die einzige Schule in ganz Bayern, die einen eigenen Schulteich bewirtschaftet. Der Praxisbezug kam den Schülern sehr entgegen. Es zeigten viele, was wirklich in ihnen steckt. Bleibt zu hoffen, dass auch in den kommenden Jahren dieses Umweltprojekt so erfolgreich weiterläuft. Nicht umsonst erhält die Schule seit über zehn Jahren die Auszeichnung “Umweltschule in Europa”.

Besonderer Dank gilt neben den eifrigen Schülerinnen und Schülern dem Betreuer der AG Ökologie, Christian Lauterbach, und der Klasse M10 unter Leitung von Mario Fischer für die tolle Versorgung am Teich. Auch seine inzwischen pensionierte frühere Kollegin Elisabeth Kundrat bietet nach wie vor gerne ihre Unterstützung an. Na dann, bis zum nächsten Jahr. Petri Heil!