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Wasserwirtschaftsamt gibt Tipps zur Grüngutentsorgung

Weiden. Mit Beginn des Frühlings startet auch die Gartensaison und es fallen größere Mengen an Grünschnitt und übrigem Herbstlaub an, die entsorgt werden müssen. Viele Gartenbesitzer stehen dann vor der Frage: Wohin mit dem grünen Abfall?

Wasserwirtschaftsamt gibt Tipps zur Grüngutentsorgung

Foto: Joachim Wehera, Wasserwirtschaftsamt Weiden
Foto: Joachim Wehera, Wasserwirtschaftsamt Weiden

Gartenabfälle abladen ist kein Kavaliersdelikt Gartenabfälle werden leider oft gedankenlos in der Natur abgeladen. Dieses Verhalten birgt mehrere Probleme: Zum einen schadet sie dem lokalen Ökosystem. Zum anderen ist diese Art der Grünschnittentsorgung illegal. Oftmals ist nicht bekannt, dass gesammeltes Schnittgut und Gartenabfälle in Gewässernähe erhebliche Beeinträchtigungen für Natur, Landschaft und Gewässeranlieger zur Folge haben können. Abgeschwemmtes Material kann sich an Engstellen sammeln, den Wasserabfluss behindern und so zu Überschwemmungen beitragen.

Bußgelder für falsche Entsorgung nahe Gewässern

Das Wasserwirtschaftsamt Weiden weist darauf hin, dass gegen das Wasserrecht verstoßen wird, wenn Grünabfälle in Bächen, Gräben und Flüssen beseitigt werden. Auch das Ablagern von Grünschnitt, Kompost, Fallobst, Laub und ähnlichen Stoffen auf dem Uferrandstreifen in einem Abstand von 5 m zum Gewässer ist nicht erlaubt. Bei Missachtung stellt der Tatbestand eine Ordnungswidrigkeit dar und kann entsprechend geahndet werden.

Großes Problem für die Gewässer

Darüber hinaus gelangen nährstoffreiche Sickerwässer ins Gewässer und führen dort zu Überdüngung und Fäulnisprozessen. Dabei sinkt der Gehalt an Sauerstoff im Wasser und steht den Gewässerlebewesen nicht mehr zur Verfügung. Das Selbstreinigungsvermögen,
insbesondere kleiner Gewässer, wie Bächen, kann so überschritten werden.

Sauerstoffmangel, Faulschlammbildung, Bewuchs mit Bakterien, Algen und Abwasserpilz bis hin zu Fischsterben sind die Folgen. Außerdem wird durch den Nährstoffeintrag am Ablagerungsplatz die natürliche Vegetation durch Brennnesseln und nicht heimische Arten wie indisches Springkraut und asiatischen Staudenknöterich verdrängt.

Was kann der Einzelne dazu beitragen, um Gewässer zu schützen?

Helft mit, die Gefahr der Abschwemmung bei Hochwasser und möglicherweise Verstopfungen kleiner Bäche zu vermeiden und entsorgt die Gartenabfälle richtig. Elegant ist natürlich der eigene Komposthaufen – jedoch nicht am Bachufer – über den im besten Fall Nährstoffe wieder in den eigenen Garten gelangen.

Auch die Biotonne erlaubt die Entsorgung zumindest von Teilen der Gartenabfälle. Was genau hinein darf, bestimmt die Gemeinde oder der Landkreis selbst. Zudem bieten viele Kommunen die Möglichkeit, Äste oder sogar Stammholz auf ihren Recycling-Höfen zu entsorgen. Wer Platz im Garten hat, kann Zweige zu einem Haufen schichten und schafft so ein kleines Naturparadies. Über die jeweiligen Entsorgungsmöglichkeiten für Grünabfälle informieren die Kommunen.

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