Keine Angst vor Hornissen und Wespen
![Tirschenreuth. Bei der Landschutzbehörde in Tirschenreuth gehen immer wieder Anrufe bezüglich des richtigen Verhaltens bei Wespen oder Hornissen ein. Dabei sind vor allem Hornissen gar nicht so gefährlich, wie man […]](https://oberpfalzecho.de/cache/images/hornet-11514_1280-1100.jpeg)
Keine Angst vor Hornissen und Wespen
Tirschenreuth. Bei der Landschutzbehörde in Tirschenreuth gehen immer wieder Anrufe bezüglich des richtigen Verhaltens bei Wespen oder Hornissen ein. Dabei sind vor allem Hornissen gar nicht so gefährlich, wie man meinen könnte.
Auch wenn der Sommer beinahe vorbei ist, die lästigen Brummer tauchen immer wieder am Frühstücks- oder Kaffeetisch auf. Viele haben Angst vor den Insekten, springen panisch vom Tisch auf, erschlagen die Tierchen oder suchen schnell das Weite. Dabei muss man gerade vor Hornissen eigentlich gar keine Angst haben.
Hornissen sind friedfertige Tiere, solange man sie in Ruhe lässt. Im Vergleich mit Honigbienen oder anderen Wespen sind sie unauffällig und erscheinen auch nicht am heimischen Kaffeetisch, um sich über Kuchen, Eis und Leckereien herzumachen. Für die Aufzucht des Nachwuchses brauchen die fliegenden Krabbler ausschließlich tierische Frischkost in Form von Raupen oder Insektenlarven. Außerdem: Hornissen erbeuten auch die als lästig empfundenen Wespen. Sie sind also ein biologischer Wespenbekämpfer.
Hornissennester im Garten
Wenn man in seinem Garten ein Hornissennest entdeckt, gilt es Ruhe zu bewahren. In der Nähe ihres Nestes sind Hornissen bereit ihr Volk zu verteidigen. Erschütterungen des Nestes machen die Tiere nervös und angriffslustig.
Allerdings ist es ein Irrglaube, dass Hornissenstiche Menschen töten können. Der Stich der Hornisse ist von der Giftwirkung harmloser als ein Bienenstich und höchstens für Allergiker eine Gefahr. Bei Stichen in den Halsbereich sollte allerdings ein Arzt aufgesucht werden – dies gilt auch bei Stichen durch Wespen oder Bienen.
Hornissen und Wespen sind artenschutzrechtlich geschützt!
Nach dem Bundesartenschutzgesetz sind Hornissen und alle heimischen Arten der Kreisel- und Knopfhornwespen, mit Ausnahme der „Deutschen und Gemeinen Wespe“ besonders geschützt. Es ist verboten, Hornissen und Wespen zu fangen, sie zu verletzen, zu töten oder ihre Nester zu beschädigen oder zu vernichten. Wer sich nicht daran hält muss mit einer Strafe wegen einer Ordnungswidrigkeit rechnen. Das Landratsamt Tirschenreuth rät deshalb: “Sollte ein Nest in einem Garten oder in der Nähe von Wohnbebauung entdeckt werden, lassen Sie es bitte in Ruhe.”
Hornissenberater helfen
Der Landkreis Tirschenreuth hat ehrenamtliche Hornissenberater bestellt, die bei Problemen mit Hornissen und Wespen behilflich sind. Die Hornissenberater sind in der Lage die genaue Art festzustellen und beraten fachmännisch. Sollte ein Hornissen- oder Wespennest wirklich einmal eine Gefahr darstellen, so haben diese Personen die Erlaubnis die Nester umzusetzen.
Muss dennoch einmal ein Wespennest entfernt werden, wenden Sie sich am besten an die Feuerwehr. Die Stützpunktfeuerwehren im Landkreis halten entsprechende Mittel vor und sind Ihnen bei der Beseitigung behilflich. Zu beachten ist allerdings, dass solche Feuerwehreinsätze unter Umständen kostenpflichtig sind. Die Kostenhöhe können Sie bei der zuständigen Gemeinde erfragen.
Folgende Hornissenberater stehen für die Beratung zur Verfügung: Hubert Wolf (Tel. 09635/18 33), Wolfgang Haberzeth (Tel. 09642/914362), Josef Ernst (Tel. 09632/1091) und Karl-Heinz Böhm (09642/8607). Außerdem kann man sich an die Untere Naturschutzbehörde (Tel. 09631/88-337) wenden, die den Kontakt zu den Hornissenberatern herstellt. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite des Landratsamtes Tirschenreuth unter der Rubrik Umwelt, Naturschutz.




