Wo Jäger, Reh, Wolf und Luchs aufeinander treffen
Wo Jäger, Reh, Wolf und Luchs aufeinander treffen
Demzufolge begrüßte Bürgermeister Reinhard Sollfrank die anwesenden Jagdgenossen sowie Jagdpächter Michael Schiffer mit seinen Mitjägern in der Jagdversammlung am Dienstag im Gasthaus Janner. Reinhard Sollfrank verband seine Begrüßung mit dem Appell an die Jagdgenossen, sich für die Mitarbeit in der neu zu wählenden Vorstandschaft bereitzuerklären.
Zum vergangenen Jagdjahr berichtete Reinhard Sollfrank, dass nur ein Wildschaden gemeldet worden war, der aber in Zusammenarbeit mit dem Jagdpächter und dem Geschädigten gütlich geregelt wurde. Das forstliche Gutachten des Amtes für Landwirtschaft und Forsten hat hinsichtlich der Verbissschäden zu keiner Änderung des Abschussplanes geführt, informierte Reinhard Sollfrank.
Der bis zum 31. März 2020 amtierende Kassier Reinhard Zacharias legte seinen Kassenbericht vor, der eine positive Entwicklung des Kassenbestandes aufzeigte. Die Vorstandschaft und der Kassier wurden einstimmig entlastet.
Weniger Wildschweine erlegt
Jagdpächter Michael Schiffer berichtete, dass im Jahr 2018 zwölf Wildschweine, ein Jahr später 21 Wildschweine und im vergangenen Jahr 23 Wildschweine erlegt wurden. Aktuell treten laut dem Jagdpächter im Revier kaum Wildschweine auf, so dass derzeit erst drei Wildschweine erlegt wurden.
Fünf Biber wurden mit Genehmigung der zuständigen Jagdbehörde auf Antrag der Grundstückseigentümer geschossen. Als große Beeinträchtigungen im Jagdrevier sieht Michael Schiffer zum einen die große Bautätigkeit, zum anderen den Wolf, der teilweise mit Aufzeichnungen der Wildkameras sichtbar gemacht wurde.
Wolf und Luchs im Jagdrevier
Die Existenz des Wolfes hat nach den Worten Schiffers zu einem geänderten Verhalten der Rehe geführt. Diese würden jetzt nur noch in Rudeln auftreten und den Wald zur Äsung nur noch zur Nachtzeit verlassen. Schiffer berichtete, dass bei einem Rehriss im Schwander Wald der Luchs nachgewiesen worden war. Michael Schiffer vergaß auch nicht den Hinweis, dass die Jäger im Parksteiner Revier seit Jahren „bleifrei“ schießen.
Bei den Neuwahlen wurde Martin Busch wieder als 1. Vorsitzender gewählt. Ihm zur Seite steht als 2. Vorsitzender Hans Zeis. Das Amt des Schriftführers übernimmt wieder Hans Schäfer, Reinhard Zacharias führt auch künftig die Kasse der Jagdgenossenschaft. Beisitzer sind Reinhard Sollfrank, Hans Hösl, Hans Käs und Richard Birkner.
Abschließend beantragte Michael Schiffer eine vorgezogene Jagdpachtverlängerung bis zum 31. März 2031. Als Begründung führte Michael Schiffer sein Alter an und dass er deswegen Mitjäger Manfred Gradl als Mitpächter hinzuziehen möchte, das Revier aber auch seinem minderjährigen Sohn offen halten wolle.




