Zeitgenössische Skulpturen begeistern in Speinshart
Zeitgenössische Skulpturen begeistern in Speinshart
Das Kloster Speinshart bietet Raum für Kunst und Kultur. Zusammen mit dem Verein der Freunde und Förderer öffnet die Internationale Begegnungsstätte unter dem Leitgedanken “Kunst im Kloster 2024” den Künstlern die Möglichkeit zu Einzelausstellungen. Nach den beeindruckenden Malereien von Karl Aichinger und dem “Still/Leben” von Wolfgang Herzer sind es seit Sonntag die Skulpturen und Installationen des Amberger Künstlerpaares Hanna Regina Uber und Robert Diem, die das kunstfreudige Publikum begeistert. Beide arbeiten seit Anfang der achtziger Jahre als Bildhauer.
Kunstschau im Kloster: Uber und Diem verzaubern Besucher
In der großen Werkschau beweist das Duo im Oberen Konventgang und im westlichen Kreuzgang der Abtei mit 46 Exponaten ihre große Schaffenskraft. Skulpturen und Plastiken, viele davon in der eigenen Bronzegießerei entstanden, Kunstwerke aus Holz, Stein, Stoff und Papier mit Titeln wie „Sepia PG2“, „Lost Center“, „Entschlossen“, „Gedächtnispalast“ oder „Taras Tochter“ sind zu bestaunen. Das Paar gestaltet zudem vermehrt Kunst im öffentlichen Raum mit lebensgroßen Brunnenfiguren. Die Anerkennung ist vielfältig. Dazu zählt auch der Bürgerkulturpreis des Bayerischen Landtags.
Bei der Vernissage im Kloster schwärmte auch die Geschäftsführerin der Begegnungsstätte, Elisabeth Fichtner, über die Schätze des Paares. Kunstprojekte, in denen unter dem Ausstellungstitel „Tense“ der Mensch im Spannungsfeld des dynamischen Wandels steht. Der bewusst vieldeutig gewählte Titel soll dazu einladen, die Beziehungen zu Zeit und Dasein zu beleuchten, so die Interpretation der Begegnungsstätten-Leiterin. Das Kloster Speinshart als Ort vieler Wandlungen und lebendiges Zeugnis der Geschichte sei deshalb geradezu prädestiniert, die Weite der künstlerischen Schaffenskraft von Hanna Regina Uber und Robert Diem anzuerkennen.
Vielseitige Kunst bis August 2024 erleben
Kunstwerke, die zusammenfassend auch Kurator Bernhard Dagner im Gleichklang mit seinem „Bruder im Geiste“ Stefan Voit im Dialog mit dem Paar beschrieb. Werke mit vielen Sichtweiten, mit mythologischer Symbolik und großen Interpretationsmöglichkeiten. Es lohnt sich, die spannenden Geschichten der unterschiedlichen Materialien und Formen zu entdecken.
Zu bestaunen sind die Kunstwerke aus Bronze, Stein, Holz, Stoff und Papier bis 25. August 2024. Geöffnet ist die Ausstellung mittwochs von 9 bis 15 Uhr, sonn- und feiertags von 13.30 bis 17 Uhr und auf Anfrage unter Telefon 09645/60193-801.




