Balladen und Bluesrock am Live-Stage-Lagerfeuer mit der Stiftland-Band 4 Glory
Balladen und Bluesrock am Live-Stage-Lagerfeuer mit der Stiftland-Band 4 Glory
Die Sache mit dem Bandnamen ist schnell erklärt. “Wir waren am Anfang nur drei und wollten uns erst ‘Top 3’ nennen. Als wir unseren Bassisten dazubekommen haben, damals war’s eine Bassistin, haben wir uns einen anderen Namen überlegen müssen.” Gitarrist und Sänger Sebastian Schönstein glaubt, dass die Combo aus dem Stiftland mit “4 Glory” schon ganz richtig liegt. “Irgendwann waren wir eben die glorreichen Vier. Warum? Wir wissen’s nicht mehr.” Eigentlich kommen die vier Jungs aus der Blues-Ecke. Aber richtiger Rock machen sie auch. “Schon unsere Eltern haben ZZ Top gehört. Mit dieser Musik sind wir aufgewachsen. Das waren auch unsere Anfänge.”
Zwei Guitarreros als Songwriter-Gespann
Im Großraum Waldsassen gebe es noch andere Bands, die gerne Bluesrock spielten, hieß es. Inzwischen sind die Musiker in ihrem Metier richtig gut geworden. Ein Fünftel des Materials bestand aus Cover-Songs, wie “Crossroad”, “Lady in Black” oder “Sweet Home Alabama”. 80 Prozent ihres Repertoires stammte aus eigener Feder. Und schuld daran waren die beiden Guitarreros und Komponisten Schönstein und Florian Wittich. Die beiden werfen sich beim Komponieren die Bälle gegenseitig zu. Mal hat der eine ein Riff, der andere den Text. Und umgekehrt. Dann wird viel herumprobiert mit der Band. Also mit dem Bassisten Achim Zagler und dem Schlagzeuger Philipp Sölch.
Kunstvolle Balladen
Man müsse schon wenigstens nach Regensburg, um Ähnliches erleben zu können. “In den Regensburger Dunstkreis käme einer von außerhalb kaum rein. Wer engagiert dort schon eine Band aus Waldsassen?” Das Programm bestand aus schnellen, rifflastigen Nummern, aber auch aus der einen oder anderen kunstvoll geschnitzten Ballade. Beeinflusst sind “4 Glory” von Musikern, wie Joe Bonamassa, Eric Clapton, The Rolling Stones, KingKing und AC/DC. Zu hören gab es natürlich auch Songs vom ersten Studio-Album “Back in Life”.
Mit zehn Zuschauern begonnen
Auf der “Live Stage” im “Parapluie”-Biergarten lieferte das Quartett dann handgemachten, fetten, eingängigen Rock. Aber auch wunderschöne Akustikteile im Duett, wie es unmittelbar nach der Pause passierte. Die 2014 in Waldsassen gegründete Kapelle zählt zu den Gründerbands der “Live Stage”-Reihe. Sie sind von Beginn an dabei. “Wir haben quasi zum Spielen angefangen, als Bernd Mende mit seiner Live-Stage begann. Wir waren eine der ersten Bands, die hier auftreten durften.” Damals noch vor zehn Leuten. “Und das waren alles Freunde und Verwandte, die wir mitgebracht haben.” Es sei bewundernswert, wie sich die “Live Stage” entwickelt haben. “Ein Wahnsinn, was hier läuft.” Die meisten Konzerte sind heute “ausverkauft”.




