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Folkshilfe kommt 2027 zum 20. Oberpfalz-Festival in Tännesberg

Regensburg. Eine Delegation aus Tännesberg erlebte Folkshilfe in der Donau-Arena als starke Vorband und traf die Musiker zum Gespräch. Am 17. Juli 2027 kommt das Trio zum Oberpfalz-Festival nach Tännesberg.

Folkshilfe kommt 2027 zum 20. Oberpfalz-Festival in Tännesberg

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Folkshilfe: von links nach rechts: Gabriel Fröhlich, Florian Ritt, Paul Lafleur. Foto: Peter Gattaut

Eine Delegation aus Tännesberg folgte der Einladung der Band „Folkshilfe“ in die Donau-Arena nach Regensburg.

Oberpfalz-Delegation trifft Folkshilfe in Regensburg

Regensburg/Tännesberg (gau): Wenn Tännesberg am 17. Juli 2027 das 20. Oberpfalz-Festival feiert, wird neben Hannes Ringlstetter und Band, Out of Orda sowie Ge Heast auch das österreichische Erfolgstrio „Folkshilfe“ am Start sein. Damit sich die Verantwortlichen aus der Oberpfalz schon mal ein Bild von der Live-Performance der Band machen konnten, folgten sie der Einladung des Managements in die Regensburger Donau-Arena, wo die zweifachen Amadeus Austrian Music Award-Gewinner als Vorband von „Dicht und Ergreifend“ eine beeindruckende Vorstellung ablieferten. Oberpfalz-Festival-Mitorganisator Sven Stock mit Frau Bernadette und Tochter Lena, Jonas Mayer sowie der Festival-Pressevertreter Peter Gattaut mit Ingrid Käsbauer trafen die drei sympathischen Musiker unmittelbar nach dem Soundcheck, dem sie beigewohnt hatten, zum Interview und Social-Media-Beitrag backstage. Mit genügend Zeit und fröhlicher Gelassenheit im Gepäck standen sie der Oberpfalz-Delegation geduldig Rede und Antwort. Besonders viel Spaß hatten die Oberösterreicher mit den erfrischenden Kurzfragen von der jungen Reporterin Lena, die im Laufe der Zeit immer wieder auf den Social-Media-Kanälen des Oberpfalz-Festivals per Videoclips zu sehen sein werden. Im anschließenden Konzert zogen sie alle Register und waren für die bayerischen Mundart-Rapper „Dicht und Ergreifend“ in einer gut gefüllten Arena der perfekte Opener.

Biografie: „Folkshilfe“

Die österreichische Band „Folkshilfe“ steht für einen unverwechselbaren Mix aus Mundart, Pop und elektronischen Klängen. Ihren Stil bezeichnet die Formation als „Quetschn-Synthi-Pop“, eine Verbindung aus traditioneller steirischer Harmonika und modernem Sound. Gegründet wurde Folkshilfe 2011 in Oberösterreich. Was mit Straßenmusik begann, führte die Musiker auf große Konzertbühnen und zu zahlreichen Auszeichnungen.

Im Mittelpunkt steht Frontmann Florian Ritt, der als „Zeremonienmeister der Dreifaltigkeit“, wie er sich in einem Interview einmal selbst bezeichnete, mit seiner steirischen Harmonika mit Synthesizer-Bässen und seiner Bühnenpräsenz das Gesicht der Band prägt. Gemeinsam mit Gabriel Fröhlich und Paul Lafleur verbindet er österreichische Mundart mit eingängigen Melodien und kraftvollen Rhythmen. Zu den bekanntesten Songs zählt „Seit a poa Tog“, der die musikalische Handschrift der Band in der Anfangszeit besonders gut widerspiegelte. Mit Alben wie „BAHÖ“, „VIRE“ und „BUNT“ entwickelte „Folkshilfe“ ihren Stil kontinuierlich weiter.

Erfolge und Stil von Folkshilfe

Für ihre musikalische Arbeit wurde die Gruppe zweimal mit dem Amadeus Austrian Music Award ausgezeichnet. Heute begeistert das Trio mit energiegeladenen Live-Auftritten und einer Musik, die österreichische Wurzeln mit modernen Einflüssen verbindet. Die Band beweist, dass Mundart-Pop weit über regionale Grenzen hinaus Menschen erreichen kann.

Interview mit Florian Ritt

Gattaut: Ihr habt mit der Musik auf der Straße angefangen und spielt heute vor großem Publikum, unter anderem beim Nova-Rock-Festival oder am Donauinselfest. Was ist euch aus den Anfangsjahren in Erinnerung geblieben und was hat sich durch den Erfolg am stärksten verändert?

SSV Jahn – 3. Slot
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Florian Ritt: Für uns war es ein großer Vorteil, von der Pike auf miteinander zu wachsen und uns kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wir werden niemals vergessen, wo wir herkommen, haben aber jetzt wesentlich bessere Argumente für Freunde und Familie, da wir jetzt gut von unserer Musik leben können. Natürlich ist es ein überragendes Gefühl, vor großen Zuschauermengen spielen zu dürfen, aber wir bleiben dabei immer demütig.

Gattaut: Du verbindest ein traditionelles Instrument, wie die steirische Harmonika, mit modernen elektronischen Klängen. Wie ist diese ungewöhnliche Kombination entstanden und gibt es musikalische Grenzen, die du bewusst nicht überschreiten möchtest?

Florian Ritt: Nein, musikalisch gibt es für mich absolut keine Grenzen. Im Bassteil meiner Harmonika ist ein Synthesizer eingebaut. Somit übernehme ich mit meiner linken Hand komplett die Bassline. Entstanden ist die Idee wegen Platzproblemen auf einigen kleinen Bühnen und weil Playback für uns noch nie eine Option war.

Foto: Peter Gattaut
Foto: Peter Gattaut
Foto: Peter Gattaut
Foto: Peter Gattaut
Foto: Peter Gattaut

Größter Hit und musikalische Entwicklung

Gattaut: Der Titel „Seit a poa Tog“ ist zum bisher größten Hit von „Folkshilfe“ geworden. Was war der Auslöser für das Lied, und hättet ihr damals gedacht, dass der Song sogar zu einem Wiedererkennungsmerkmal der Band führen würde?

Florian Ritt: Das Lied war 2015 für uns der perfekte Beweis dafür, dass moderner Pop, traditionelle Instrumente und österreichischer Humor ideal zusammenpassen. Mittlerweile hat sich unsere Musik stetig weiterentwickelt, wie man beim Song „Schena Mensch“ vielleicht am deutlichsten heraushören kann. Dass viele Leute „Seit a poa Tog“ sofort mit „Folkshilfe“ in Verbindung bringen, freut uns natürlich sehr und hat uns auch bei unserer weiteren musikalischen Karriere und dem Bekanntheitsgrad sehr geholfen.

Gattaut: Euer aktuelles Album „BUNT“ beschäftigt sich mit Freundschaft, Liebe, Höhenflügen und Schicksalsschlägen. Welche persönliche Botschaft möchtet ihr damit zum Ausdruck bringen und wohin soll die musikalische Reise von Folkshilfe noch gehen?

Florian Ritt: Das Leben ist schön und sehr bunt, aber man muss auch den Schattenseiten einen Platz einräumen, was sich durch Schicksalsschläge wie Tod oder Krankheit leider auch in der eigenen Familie oder im Freundeskreis früher oder später bemerkbar macht. Zulassen und annehmen ist sehr schwer, aber zweifelsohne das beste Mittel. Die weitere musikalische Reise besteht darin, die Leute weiterhin mit unserer Live-Musik zu begeistern, und natürlich werden wir auch noch weitere Alben veröffentlichen.

Vorfreude auf das Oberpfalz-Festival 2027

Gattaut: Am 17. Juli 2027 kommt ihr zum großen Oberpfalz-Festival nach Tännesberg. Auf was dürfen sich die Besucher und eure zahlreichen deutschen Fans ganz besonders freuen?

Florian Ritt: Auf „Out of Orda“ (lacht) – nein, natürlich auf ein einstündiges, geiles „Folkshilfe“-Livekonzert mit dreistimmigem Gesang und musikalischer Vielfalt. Wir freuen uns schon sehr darauf, bei euch spielen zu dürfen. Wir werden alles geben, um unsere deutschen Fans gut zu unterhalten.

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