Frauen Union bewahrt Tradition an Mariä Himmelfahrt
Frauen Union bewahrt Tradition an Mariä Himmelfahrt

Erzählungen zufolge sollen die Jünger nach Öffnung ihres Grabes nur Rosenblüten und Kräuter vorgefunden haben. Die Kirche in Rom widmete Maria im 7. Jahrhundert den 15. August als Feiertag. Seitdem ist Mariä Himmelfahrt das älteste bekannte Marienfest.
Blumen und Kräuter sind das Symbol Marias. Sieben Kräuter sollen die sieben Sakramente und die sieben Schmerzen Marias symbolisieren.
Hierbei werden unterschiedliche Kräuter zu Sträußen gebunden und dann zur Segnung bzw. Weihe gebracht. Schon seit frühester Zeit sind Kräuter und ihre heilende Wirkung für die Menschen aller Kulturen lebenswichtig. Außerdem wurden sie häufig als Geschenke des Himmels oder der Gottheit angesehen.
Die geweihten Sträuße werden nach altem Brauch in den Häusern an der Wand angebracht und sollen vor Krankheit schützen, denn Maria gilt als Symbol für heilwirkende Kraft Gottes am Menschen.
Kräuter finden bei der großen Hitze
Je nach Region werden in die Kräutersträuße sieben oder mehr Kräuter gebunden. Typische Kräuter die hier Verwendung finden sind Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Rainfarn, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut, Lavendel, Mädesüß, Klee sowie die verschiedenen Getreidesorten.
In diesem Jahr war es für die Frauen um FU-Vorsitzende Renate Müller äußerst schwierig, noch genügend Kräuter und Blumen zu finden. „Wir hatten schon Jahre dabei, in denen es mühselig war, genug Kräuter zu finden. So schlecht wie heuer war es allerdings noch nie. Auch in den Gärten war fast alles vertrocknet. Dank der unermüdlichen Suche meiner helfenden Damen, konnten wir 75 Sträuße fertigen, die vor dem Gottesdienst verkauft und anschließend geweiht wurden“, erzählte Renate Müller.
Den Erlös spendet die Frauen-Union, wie jedes Jahr, an die Kirche für die Beschaffung von Blumenschmuck.









