Priester im Kilt begeistert Vorbach beim Whisky-Tasting

Priester im Kilt begeistert Vorbach beim Whisky-Tasting
Mit Priesterkragen, Schottenrock und Whiskyglas: Dr. Wolfgang Rothe fasziniert bei einem besonderen Tasting.
Whisky-Vikar begeistert Vorbach
Viele werfen den Pfarrern immer wieder Weltfremdheit vor. Deshalb überrascht am Sonntagnachmittag in Vorbachs vollbesetztem Gemeindezentrum ein Priester, der das hohe Lied des Whiskys singt.
Da staunten die vielen Whisky-Liebhaber. Zu Gast war bei einer außergewöhnlichen Verkostung ein profunder Kenner der schottischen Whisky-Kultur. Dr. Wolfgang Rothe, Pfarrvikar in der katholischen Gemeinde München-Perlach, war auf Einladung der Vorbacher Whiskyfreunde um die Organisatoren Robert und Erich Biersack und Johannes Rumsauer der Star eines Tastings. Hochwürden erwies sich bei einer Spurensuche durch die schottischen Highlands und berühmten „Brennblasen-Orten“ als führender Experte des gälischen Lebenselixiers.
Kirchliche Wurzeln des Whiskys und spirituelle Deutung
Der Whisky-Papst beschrieb das flüssige Gold als Produkt der Kirche. Die Kunst der Destillation sei schon im Zuge der Christianisierung als hochprozentiger Alkohol für medizinische Tinkturen in die schottischen Klöster gelangt. Auch die Bibel äußere sich durchaus verständnisvoll über das „Wasser des Lebens“. Verbunden mit Gottes Segen verwies der Pfarrer auf Umschreibungen für Heil und Gnade, die das Leben der Menschen nicht belasten, sondern bereichern.
Eine Botschaft, die die Vorbacher Whisky-Gemeinde, unter ihnen Speinsharts Abt em. Hermann Josef, beim Genießen des Zaubertrunks mit Lebensbejahung und Lebensfreude verband. Fortan kommentierte der Vikar den Genussnachmittag geistreich mit viel Detailwissen, Witz und Charme. In entspannter Atmosphäre gewannen die Whiskyfreunde bei der Verkostung von sieben exklusiv für diesen Nachmittag ausgewählten hochwertigen Destillaten einen umfassenden Einblick in die Reifung der flüssigen Lebensfreude. Für die Anhänger des Kultgetränks war es zudem eine spirituelle Reise durch das golden schimmernde Erbe Schottlands.
Aromenreise und Genussmomente beim Tasting
Stets gut gefüllt und kredenzt in „Spirit Trail“-Gläsern reichte die Auswahl der keltischen Quell-Heiligtümer vom „Old Pulteney“ bis zum 19 Jahre gereiften „Glen Garioch“. Auch die blumigen Beschreibungen der besonderen Noten wie zum Beispiel sanft und würzig, rauchig, pfeffrig, maritim und mit salziger Tiefe wussten zu beeindrucken und führten zu vielen Träumen. Für die begeisterte Whisky-Gemeinde war es ein genussvolles und bemerkenswertes Tasting mit individuellen Geschmackserlebnissen und in familiärer Atmosphäre, das zu vielen netten Gesprächen einlud und bei sich wiederholenden „Släinte Mhath“ (auf gute Gesundheit) Tischnachbarn zu Kumpeln werden ließ.






