Kreisklasse West: Dießfurt kann den Sekt schon kaltstellen
Kreisklasse West: Dießfurt kann den Sekt schon kaltstellen
Kreisklasse West, Nachholspiel
Freitag, 17.04.2026
SV 08 Auerbach II – SG DJK Seugast/FC Schlicht II 3:2 (1:0)
Die im Abstiegskampf steckenden Auerbacher zeigten am Freitagabend Moral und sicherten sich mit großem Einsatz drei enorm wichtige Punkte. Vor allem in der ersten Halbzeit präsentierten sich die Gastgeber stark und hatten die Partie weitgehend im Griff. „Wir hatten mehrere gute Chancen, konnten aber leider nur eine nutzen“, so Trainer Andreas Trenz. In der 32. Spielminute war es Erdal Izmire, der seine Farben verdient in Führung brachte. Die Gäste aus Seugast, die personell stark geschwächt angereist waren, kamen im ersten Durchgang kaum zur Entfaltung. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild jedoch schlagartig. Wie schon so oft in dieser Saison kassierte Auerbach direkt nach Wiederanpfiff den Ausgleich durch Jonas Roider. Kurz darauf folgte sogar der Rückstand: ein Eigentor von Torhüter Luis Lehner führte zum 1:2. „In dieser Phase waren wir nicht präsent auf dem Platz“, räumte Trenz ein.
Doch Auerbach zeigte Charakter. Mitte der zweiten Halbzeit stellte das Team taktisch um und fand zurück ins Spiel. Der Ausgleich durch Tim Schmiedl war die logische Folge. Als sich bereits vieles auf ein Unentschieden einstellte, kam es in der 87. Minute zur entscheidenden Szene: Nach einer Ecke stieg erneut Schmiedl am höchsten und köpfte den Ball zum viel umjubelten Siegtreffer ein. Auf Seiten der Gäste zeigte sich Spielertrainer Florian Weiß enttäuscht. Trotz der personellen Probleme habe seine Mannschaft insgesamt zu wenig investiert. Auerbach hingegen habe den Sieg mehr gewollt – auch wenn der Erfolg am Ende mit etwas Glück zustande kam.
Kreisklasse West, 23. Spieltag
Samstag, 18.04.2026
SV Neusorg – DJK Ebnath 4:0 (3:0)
Von der ersten Minute an setzte die Heimelf den Gegner unter Druck und erspielte sich früh klare Vorteile. Bereits in der 7. Spielminute fiel die Führung: Simon Heser war es, der zur verdienten Führung einschob. Nur fünf Minuten später legte Neusorg nach – nach einer sehenswerten Kombination war es Rene Hupas, der in der 12. Minute auf 2:0 erhöhte. Die Gastgeber blieben am Drücker, während Ebnath kaum ins Spiel fand. In der 28. Minute nutzte erneut Christopher König eine Unachtsamkeit in der Defensive eiskalt aus und stellte auf 3:0, was gleichzeitig den hochverdienten Pausenstand bedeutete. Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielverlauf. Neusorg kontrollierte weiterhin Ball und Gegner, während sich das Geschehen größtenteils in der Hälfte der Gäste abspielte. Die einzige nennenswerte Chance der Ebnather vereitelte Tobias Prechtl mit einer starken Parade und hielt damit die Null fest. In der 74. Minute setzte Neusorg schließlich den Schlusspunkt: Simon Heser wurde erneut in die Tiefe geschickt und verwandelte souverän zum 4:0-Endstand.
Trainerseitig zeigte man sich entsprechend zufrieden: „Das war heute eine sehr konzentrierte Leistung meiner Mannschaft. Der Gegner kam ersatzgeschwächt und hat überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Deshalb ist es folgerichtig ein verdienter Sieg – auch in dieser Höhe,“ so Patrick Müller. Auf Seiten der Gäste bestätigte Trainer Johannes Reiß, dass genau das eingetreten sei, wovor man im Vorfeld gewarnt hatte. Der frühe Doppelschlag habe den Matchplan schnell zunichtegemacht. Eigene Möglichkeiten blieben ungenutzt, sodass man keine Spannung aufbauen konnte. Nach dem klaren Rückstand zur Pause verlief die zweite Hälfte weitgehend ereignisarm. Zusätzlich erschwert wurde die Situation durch eine weitere verletzungsbedingte Auswechslung im Tor. Am Ende blieb die Erkenntnis, dass man die Niederlage akzeptieren müsse und nun auf personelle Rückkehrer für die kommenden Aufgaben hofft.
Sonntag, 19.04.2026
SV 08 Auerbach – SV Riglasreuth 2:1 (1:0)
Nur rund 42 Stunden nach dem intensiven Freitagsspiel musste die zweite Mannschaft des SV 08 Auerbach erneut ran – und lieferte im Kampf um den Klassenerhalt erneut ab. Auch gegen Riglasreuth sicherten sich die Gastgeber drei wichtige Punkte und machten damit ein perfektes Wochenende mit insgesamt sechs Zählern perfekt. Von Beginn an übernahm Auerbach die Kontrolle über das Spielgeschehen. „Wir hatten deutlich mehr Spielanteile als der Gegner und sind früh in Führung gegangen“, so Trainer Andreas Trenz nach der Partie. Bereits in der 6. Spielminute traf Ouissam Laabarta zur frühen Führung. In der Folge blieben die Hausherren zwar spielbestimmend, konnten ihre Überlegenheit jedoch zunächst nicht in weitere klare Torchancen ummünzen. Das rächte sich kurz vor der Pause: Nach einem langen Ball über die aufgerückte Auerbacher Defensive nutzte Riglasreuths Torjäger Marco Wegmann seine Chance und erzielte in der 38. Minute den Ausgleich.
Auch im zweiten Durchgang bot sich den Zuschauern ein eher zähes Spiel, das von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt war. Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Doch in der 72. Spielminute gelang den Gastgebern schließlich der entscheidende Treffer: Kapitän Noah Roß setzte sich mit einer starken Einzelleistung durch und brachte seine Mannschaft erneut in Führung. Am Ende blieb es beim knappen, aber wichtigen Heimsieg für Auerbach. „Aus meiner Sicht ein verdienter Erfolg“, resümierte Trenz. Mit den zwei Siegen an diesem Wochenende hat sich die Mannschaft im Abstiegskampf eindrucksvoll zurückgemeldet und wichtige Punkte im Rennen um den Klassenerhalt gesammelt.
SV Hahnbach II – SV Wildenreuth 1:1 (0:0)
Etwas überraschend, wenn auch keineswegs unverdient, konnte der im Abstiegskampf steckende Aufsteiger aus Wildenreuth einen Punkt beim Tabellendritten aus Hahnbach entführen. In einer umkämpften Partie zeigte sich einmal mehr, dass die Gäste gerade gegen die Spitzenteams der Liga immer wieder konkurrenzfähig sind. Die erste Halbzeit verlief aus Sicht der Gastgeber alles andere als optimal. Hahnbachs Trainer Christian Gäck sah vor allem im Zweikampfverhalten und im Spiel gegen den Ball klare Vorteile bei den Gästen: „Wir kamen in der ersten Hälfte nie richtig ins Spiel.“ So entwickelte sich eine zerfahrene Partie ohne Tore, in der Wildenreuth phasenweise sogar die aktivere Mannschaft war, sich jedoch nicht belohnen konnte.
Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel dann Fahrt auf. In der 53. Minute war es Matthias Mehlhase, der die Gäste verdient in Führung brachte. Doch die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten: Nur wenige Minuten später gelang René Brewitzer der Ausgleich zum 1:1. In der Folge versuchte Hahnbach, mehr Druck aufzubauen und die Partie zu drehen, doch der entscheidende Treffer wollte nicht mehr fallen. „Uns ist diesmal der Lucky Punch nicht gelungen“, so Gäck, der das Unentschieden am Ende als gerecht einstufte. Auch Wildenreuths Trainer Thomas Bayer konnte dem Punktgewinn Positives abgewinnen, sah aber sogar mehr drin: Seine Mannschaft habe insbesondere in der ersten Halbzeit zeitweise dominiert und sich dafür nicht belohnt. Generell sei es in dieser Saison ein Problem, dass man zu oft Unentschieden spiele, obwohl Siege möglich gewesen wären. Dennoch zeigte sich Bayer kämpferisch: Trotz der Ergebnisse der Konkurrenz wolle man weiter alles investieren, um den Klassenerhalt zu schaffen.
SC Schwarzenbach – TSV Pressath 2:3 (2:0)
Im Nachbarschaftsduell und zugleich richtungsweisenden Spiel im Abstiegskampf sahen die Zuschauer in Schwarzenbach zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Während die Gäste aus Pressath im ersten Durchgang spielerisch Vorteile hatten, waren es die Gastgeber, die die Tore erzielten. Bereits in der 13. Spielminute brachte Fabian Wegmann den SC Schwarzenbach in Führung. Pressath hatte zwar mehr Ballbesitz und kontrollierte phasenweise das Spiel, fand jedoch kein Mittel gegen die kompakt stehende Defensive der Hausherren. Kurz vor der Pause folgte dann der nächste Rückschlag für die Gäste: Nico Bergler traf mit einer direkt verwandelten Ecke zum 2:0. „Wir waren feldüberlegen, wussten aber nicht, wie wir die stabile Defensive knacken sollen“, so Pressaths Trainer Daniel Käß nach dem Spiel.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Spielverlauf – mit einem entscheidenden Unterschied: Diesmal nutzten die Gäste ihre Chancen. Direkt nach Wiederanpfiff verkürzte Sebastian Fritsch, ehe Korbinian Fischer in der 59. Minute den Ausgleich erzielte. Die Umstellungen griffen, Pressath wurde zwingender und zeigte große Moral. „Dank Charakter und Mentalität konnten wir das Spiel drehen“, erklärte Käß. Für die Entscheidung sorgte schließlich Benedikt Franz, der in der 79. Spielminute einen Strafstoß sicher verwandelte und damit den 3:2-Auswärtssieg perfekt machte. Käß sprach von einem verdienten und wichtigen Erfolg, der nach dem Halbzeitrückstand jedoch keineswegs selbstverständlich gewesen sei. Auf Seiten der Gastgeber herrschte dagegen Enttäuschung. Spielertrainer Sebastian Urban sah vor allem in der zweiten Halbzeit die Kräfte schwinden: „Die erste Hälfte war mit unseren Möglichkeiten sehr gut. Das schnelle 1:2 nach der Pause war der Genickbruch, danach gingen uns die Körner aus.“ Am Ende musste man anerkennen, dass der Sieg für die Gäste aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang verdient war.
SG DJK Seugast/FC Schlicht II – FC Dießfurt 1:4 (0:2)
Trotz der Niederlage gegen den Ligaprimus zeigte sich Seugasts Spielertrainer Florian Weiß nach der Partie nicht unzufrieden. „Trotz der Ausfälle und angeschlagenen Spieler haben wir ein gutes Spiel gezeigt“, bilanzierte er. Am Ende setzte sich jedoch der Tabellenführer aus Dießfurt souverän durch und unterstrich einmal mehr seine Ausnahmestellung in der Liga. Bereits früh brachte Michal Hlavsa die Gäste in der 10. Spielminute in Führung – zu diesem Zeitpunkt durchaus folgerichtig. Dießfurt hatte die Partie im Griff und ließ Ball und Gegner laufen. Kurz vor der Pause sorgte Torjäger Simon Schmid mit einer starken Einzelleistung für das 2:0, was gleichzeitig den verdienten Halbzeitstand bedeutete.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Dießfurt das spielbestimmende Team und ließ defensiv kaum etwas zu. In der 67. Minute erhöhte Sadek Alkhalaf, nach Vorarbeit von Havel, auf 3:0 und sorgte damit frühzeitig für die Entscheidung. Zwar gelang Jonas Roider noch der Ehrentreffer für Seugast, doch die Gäste hatten die passende Antwort parat: Erneut war es Schmid, der mit seinem zweiten Treffer den 4:1-Endstand herstellte. Henry Schraml zeigte sich nach dem Spiel entsprechend zufrieden: Die Mannschaft habe eine reife Leistung gezeigt und den Sieg auch in dieser Höhe verdient eingefahren. Auch Weiß erkannte die Überlegenheit des Gegners an und gratulierte zur Meisterschaft. Dennoch zog er für sein Team ein positives Fazit, da man im Vergleich zum vorherigen Spiel eine klare Leistungssteigerung gezeigt habe. Für die verbleibenden drei Partien hat sich Seugast vorgenommen, die Saison noch ordentlich zu Ende zu bringen.
VfB Mantel – SVSW Kemnath 0:2 (0:2)
In einer Partie ohne großen Druck für die Gastgeber nutzten die Gäste aus Kemnath ihre Chance und entführten verdient die Punkte aus Mantel. Von Beginn an zeigte sich, dass Kemnath die aktivere und zielstrebigere Mannschaft war, während die Heimelf vor allem defensiv gebunden war. Bereits in der ersten Halbzeit stellte Kemnath die Weichen früh auf Sieg. In der 22. Spielminute brachte Serhat Kaya seine Farben in Führung, ehe Andrii Kovalov nur wenig später, in der 34. Minute, auf 2:0 erhöhte. Damit war bereits zur Pause eine klare Richtung vorgegeben – und wie sich später herausstellen sollte, auch der Endstand erreicht.
Auch im zweiten Durchgang blieb Kemnath die spielbestimmende Mannschaft, ohne jedoch noch einmal zwingend nachzulegen. Die Gastgeber konzentrierten sich überwiegend auf die Defensive und konnten offensiv kaum Akzente setzen, sodass die Partie insgesamt kontrolliert von den Gästen heruntergespielt wurde. Trainer Tobias Gradl zeigte sich nach dem Spiel entsprechend zufrieden: Seine Mannschaft habe die Aufgabe geduldig und spielerisch stark gelöst. Trotz eines tief stehenden Gegners habe man immer wieder gute Lösungen gefunden und sich verdient belohnt. Am Ende stand ein souveräner Auswärtssieg, der die Ambitionen der Kemnather im Saisonendspurt weiter unterstreicht.
SV Immenreuth – TSV Königstein II 1:5 (0:3)
Immenreuth erlebte im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf einen rabenschwarzen Tag. Nach der deutlichen Niederlage zeigte sich Trainer Matthias Müller entsprechend bedient und fand klare Worte: „Mir fallen eigentlich nur sechs Wörter ein: Bodenlose und unterirdische Leistung von uns.“ Von Beginn an lief bei den Gastgebern kaum etwas zusammen, während Königstein hochmotiviert auftrat und früh die Kontrolle übernahm. Bereits zur Halbzeit war die Partie praktisch entschieden: Tobias Scherm mit einem Doppelpack sowie Michael Pirner sorgten für eine komfortable 3:0-Führung der Gäste.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht. Königstein blieb die tonangebende Mannschaft und legte weiter nach. In der 54. Minute erhöhte erneut Pirner auf 4:0, ehe David Späth in der 66. Minute sogar das 5:0 folgen ließ. Ein Aufbäumen der Hausherren war über die gesamte Spielzeit hinweg kaum zu erkennen. Lediglich Tim Stauffer gelang in der Nachspielzeit noch der Ehrentreffer zum 1:5-Endstand. Ganz anders die Stimmung bei den Gästen: Trainer Bernd Schmidt zeigte sich hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Der Sieg sei nicht nur enorm wichtig gewesen, sondern auch absolut verdient. Über die gesamten 90 Minuten hinweg habe sein Team die bessere Leistung gezeigt, auch wenn er einräumte, dass Immenreuth nicht in Bestbesetzung antrat und einen schwachen Tag erwischte. Besonders hob Schmidt den Einsatz und die Spielfreude seiner Mannschaft hervor, die im Vergleich zum letzten Spiel wie ausgewechselt auftrat. Trotz des klaren Erfolgs bleibt Königstein vorerst auf dem letzten Tabellenplatz, ist nun jedoch punktgleich mit dem SC Schwarzenbach und hat im Abstiegskampf ein wichtiges Lebenszeichen gesendet.
Kreisklasse West
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.




