Taxi-Zentrale Weiden
Taxi-Zentrale Weiden

Rabenschwarz & saukomisch – Basalttheater trumpfte wieder auf

Parkstein. Bei der Premiere von "Ma stirbt bloß oamal" am Sonntagabend vergessen die begeisterten Zuschauer beim Basalttheater sogar die für einen Sommerabend niedrigsten Temperaturen. Das Stück nicht mal eine Minute alt, kommen die ersten Pointen, Wortverdrehungen und das große Durcheinander.

Rabenschwarz & saukomisch – Basalttheater trumpfte wieder auf

Im Bestattungshaus Hackl geht es turbulent zu. Foto: Walter Beyerlein

Der Tod eines nahestehenden Menschen ist für jeden eine schlimme Belastung. Im Bestattungshaus Hackl ergibt sich aus fehlenden Todesfällen ein großes Loch in der Kasse. So schlimm, dass der Bestatter Hackl widerwillig auf ein unmoralisches Angebot eingeht, um seine Finanzen aufzubessern. Dessen Frau nimmt einen Todesfall fast schon hoch jauchzend an und verwechselt Beileid mit Glückwunsch. Doch der vermeintliche Todesfall,
den der Bestatter Hackl zu bewältigen hat, entwickelt sich dank der Schauspieler des Basalttheaters zur schönsten Komödie.

Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein

Und weil es dem Bestatter finanziell so dick „neigeht“ kommt zu allem Überfluss auch noch eine Gerichtsvollzieherin. Der Scheintote erwacht wieder, doch das bleibt geheim. Und so streiten sich Ehefrau und „Nebenfrauen“, wer mehr Recht an ihm hat. Die Ehefrau gestaltet ihr Leben so, wie es die Pendel vorgeben, ob sie damit immer recht hat, ergibt sich aus der Komödie. Und die beiden „Nebenfrau“ sind jeweils auf die eigene Art von dem vermeintlich Toten angetan. Mit im Spiel auch der Sekretär des vermeintlich Verstorbenen, dessen Dauerschluckauf gekonnt spielt ist. Der Sohn des Bestatters hat eine Freundin, die so toll geschminkt ist, dass sie kaum noch erkennbar ist. Macht nichts, sie ist ja auch die Fata Morgana. Und ihr Freund passt sich im Lauf des Abends zunehmend ihrem Aussehen an.

Leider komplett ausverkauft

Zweieinhalb Stunden lang jagen sich Pointen und Verwechslungen. Zum Schluss ergibt sich der alte bekannte Spruch: „Tot gesagte leben länger“ – oder ist das doch nur eine Floskel? Der einzige Wermutstropfen an der von Susanne Moldschl und Johanna Walberer inszenierten Komödie: Auch die beiden Vorstellungen am Wochenende sind bereits längst ausverkauft.

Taxi-Zentrale Weiden
Taxi-Zentrale Weiden