Segen für Feldkreuz am Galgenbühl in Weiherhammer
Segen für Feldkreuz am Galgenbühl in Weiherhammer
Projekt von Rudi Prölß am Galgenbühl abgeschlossen
Dem Initiator Rudi Prölß war es wichtig, das Projekt jetzt zu seinem 75. Geburtstag am 2. Juli abzuschließen.
Von der Idee bis zur Umsetzung in Weiherhammer
Die Idee, ein Feldkreuz zu errichten, reifte bei Bautechniker Rudi Prölß im Jahr 2008 mit der Generalsanierung des Simultanfriedhofgebäudes. Es sollte ein Steinsockel aus Granit, für den keine Verwendung möglich war, als Bauschutt entsorgt werden. Nach jahrelanger Zwischenlagerung und im Einvernehmen mit der Gemeinde Weiherhammer ging Prölß 2021 das Projekt an. Als Standort bot sich das spitzförmige Grundstück am Galgenbühl an. Der Imker- und Bienenzuchtverein, dessen Vorsitzender Prölß seit 22 Jahren ist, umrahmte vor Jahren die Fläche mit einer Lindenallee.
Zuvor wurde sie als Bienenweide herangezogen. Prölß ließ zuerst den heruntergekommenen Granitblock mittels Sandstrahlen reinigen. Ein Freund fertigte das Metallkreuz und die Schrifttafel aus Edelstahl nach gegebener Vorlage an. Der Schnittpunkt des Kreuzes stellt die Zelle einer Bienenwabe dar. In deren Mitte ist eine rotierende Messingkugel eingebaut. Sie soll die Erde symbolisieren, auf der wir Menschlein klein und vergänglich sind.
Schrifttafel und persönliche Worte von Prölß
Die Schrifttafel „Heiliger Himmel bewahre uns die Schöpfung“ war vor Jahren der Predigtspruch beim Steinfelser Ablassfest und wurde von Prölß übernommen. „Das Kreuz setzt ein Zeichen der Frömmigkeit im religiösen Glauben und der Dankbarkeit für Frieden und Eintracht in unserer großen Familie, und dass unsere Generation von einem Krieg bewahrt wurde. Mein Vater musste von 1940 bis Kriegsende 1945 als Fallschirmjäger in den Zweiten Weltkrieg ziehen und wurde durch Granatsplitter schwerbeschädigt. Ebenso hat mein Großvater seine jungen Jahre dem Ersten Weltkrieg opfern müssen“, erzählt Prölß.
Als Zeichen der Hoffnung verbindet das Kreuz Himmel und Erde und steht als Sinnbild für Trost und Zuversicht. Das Feldkreuz gehört zu unserer Heimat und bietet einen Ort der Besinnung und einen Moment der Ruhe in der Hektik des Alltags in unserer schnelllebigen Zeit. Prölß: „Es ist ein stiller Begleiter, dient als Landmarke am Galgenbühl zum Innehalten, im Gebet neue Kraft zu schöpfen, denn Gott ist nicht nur in unseren Kirchen, sondern mitten im Alltag und auf unseren Wegen gegenwärtig.“ Dem Stifter ist allerdings nicht bekannt, ob der Standort Galgenbühl ein Weg zu einer Hinrichtungsstätte war, ansonsten könnte es auch als „Galgenkreuz“ bezeichnet werden.
Segnung durch Pfarrer Puthenchira
„Schau auf deine Diener, die dieses Kreuz errichtet haben. Gib, dass sie durch die Kraft des Gekreuzigten vor Unheil bewahrt werden. Hilf ihnen, täglich ihr Kreuz auf sich zu nehmen und auf dem Weg des Evangeliums ihr Ziel zu erreichen“, betete Pfarrer Varghese Puthenchira, ehe in der Lesung aus dem Philipperbrief der Aufruf erging: „Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Jesus Christus entspricht!“
Im Beisein von Vikar Pater Prince Kalarimuryil, Erstem Bürgermeister Julian Kraus, Drittem Bürgermeister Rainer Vater, den Gemeinderäten Daniel Schweiger und Georg Tafelmeyer sowie der Großfamilie Prölß segnete Puthenchira das Feldkreuz.
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