Wie viele Beutelschneider gibt es noch?
Wie viele Beutelschneider gibt es noch?
Als Beutelschneider wurde im Mittelalter ein Dieb bezeichnet, der den am Gürtel befestigten Geld- oder Almosenbeutel samt Inhalt abschnitt. Eine gewisse Sorte an „Beutelschneidern“ gibt es auch noch heute. Mit dem Beutelschneider gelingt dem Ensemble des LTO eine schwungvolle Lachnummer, die Freunde des klassischen Theaters ebenso anspricht wie ein junges Publikum.
Klassiker im zeitgemäßen Format
Nicole Schymiczek bringt die Vorlage mithilfe des frischen bayerischen Dialekts, cleverer wandelbarer Mosaik-Ausstattung und einer detaillierten Bearbeitung in ein zeitgemäßes Format. Ein Satz aus der Verskomödie „Tartuffe“ mit einem scheinheiligen Geistlichen, in Wirklichkeit ein raffgieriger, lüsterner Betrüger, der in den Jahrhunderten nach der Uraufführung oft zitiert und gelebt wurde: „Wer im Geheimen sündigt, sündigt nicht“. Da fühlen sich die „Frömmler“ herausgefordert. Der Kampf gegen die Intrigen des Klüngels und der Frommen kann beginnen.
Man darf über das Ergebnis der Heuchelei gespannt sein. Der Autor der bayerischen Bearbeitung ist Leonhard M. Seidl. Die von Molière im Jahre 1664 verfasste Komödie hat Seidl nach München verlegt. Auch in Speinshart findet sie ihren Weg auf die Bühne.
Tickets
Eintrittskarten gibt es hier und an der Abendkasse.


