Zwischen Bebop, Bigband und Fusion: Der Jazz-Zirkel startet in einen abwechslungsreichen Herbst
Zwischen Bebop, Bigband und Fusion: Der Jazz-Zirkel startet in einen abwechslungsreichen Herbst
Der Weidener Jazz-Zirkel geht mit einem besonders abwechslungsreichen Programm in die neue Herbstsaison. Internationale Gäste, renommierte deutsche Musiker, bekannte Gesichter der Weidener Jazzszene und junge Nachwuchstalente geben sich von September bis Dezember im „Bistrot Paris“ die Klinke in die Hand. Dabei bleibt der Verein seinem Anspruch treu, sowohl hochkarätigen Jazz als auch die Förderung der nächsten Musikergeneration auf die Bühne zu bringen.
Juri Smirnov Quartett
Den Auftakt macht am Freitag, 25. September, um 20 Uhr das Juri Smirnov Quartett. Der aus Lettland stammende Multiinstrumentalist gehört längst zum Urgestein des Jazz-Zirkels und ist dem Weidener Publikum aus zahlreichen Formationen und als langjähriger Dozent des Sommerseminars bestens bekannt. Gemeinsam mit Jens Magdeburg am Klavier, Winnie Neumann am Bass und Uwe Hitschfel am Schlagzeug präsentiert Juri Smirnov Mainstream und Bebop, darunter Eigenkompositionen und neu interpretierte Standards.
Marian Petrescu Trilogie feat. Stephan Zimmermann
Am Samstag, 10. Oktober, um 20 Uhr folgt die Marian Petrescu Trilogie feat. Stephan Zimmermann. Der rumänische Pianist Marian Petrescu gilt als herausragender Vertreter der Jazzpiano-Tradition und erinnert in seinem virtuosen, swingenden Spiel an Oscar Peterson. Unterstützt wird er von Joel Locher am Bass und Felix Schrack am Schlagzeug sowie dem renommierten Trompeter Stephan Zimmermann. Auf dem Programm stehen neben Petrescus eigenen Kompositionen auch Balladen und Klassiker aus dem Great American Songbook.
Session
Eine Besonderheit des Jazz-Zirkels ist die regelmäßige Session am Freitag, 16. Oktober, um 20 Uhr unter der Leitung von Albert Dotzler. Profis und Amateure treffen dabei aufeinander und spielen gemeinsam Jazzstandards mit viel Raum für Improvisation und Soli. Das Instrumentarium des Jazz-Zirkels steht bereit. Interessierte Musiker sind willkommen. Der Eintritt ist frei.
Lorenzo Petrocca Organ Trio
Gitarrenfans dürfen sich am Samstag, 24. Oktober, um 20 Uhr auf das Lorenzo Petrocca Organ Trio freuen. Der in Stuttgart lebende Italiener Lorenzo Petrocca zählt zu den gefragten europäischen Jazzgitarristen und hat bereits mit zahlreichen Größen des Genres gearbeitet. Mit Thomas Bauer an der Orgel und Lars Binder am Schlagzeug bewegt sich das Trio zwischen Bebop, Mainstream und Bossa Nova. Dabei verbinden die Musiker bekannte Stücke aus dem Great American Songbook mit Eigenkompositionen und Bearbeitungen italienischer Songs.
„Miles & Trane Centenniel“ feat. Joe Magnarelli & Kirk Mac Donald
Ein Höhepunkt des Herbstes steht am Samstag, 7. November, um 20 Uhr mit dem Sonderkonzert „Miles & Trane Centenniel“ feat. Joe Magnarelli & Kirk Mac Donald an. Miles Davis und John Coltrane, zwei der prägendsten Musiker der Jazzgeschichte, hätten 2026 ihren 100. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass hat der österreichische Meisterdrummer Bernd Reiter ein internationales Allstar-Quintett zusammengestellt. Mit dem New Yorker Trompeter Joe Magnarelli und dem kanadischen Saxophonisten Kirk Mac Donald stehen zwei international renommierte Solisten an der Frontline. Ergänzt wird das Ensemble durch Martin Sasse am Klavier, Neil Swanson am Bass und Bernd Reiter am Schlagzeug. Zu erwarten ist Jazz aus der großen Ära der 1950er- und 1960er-Jahre. Material von Cool Jazz bis Hardbop.
Roman Fritsch Concert Jazz Band
Am Samstag, 21. November, um 20 Uhr wird es großformatig: Die Roman Fritsch Concert Jazz Band kommt nach Weiden. Die 18-köpfige Formation war bereits vor zwei Jahren zu Gast und begeisterte damals sowohl das Publikum als auch die Musiker selbst. Nun kehrt die Band zurück, um im alten Kino „Sünde“ eine neue CD aufzunehmen und anschließend beim Jazz-Zirkel aufzutreten. Roman Fritsch verbindet traditionelle Jazzklänge mit modernen, experimentellen Bigband-Kompositionen, klassischen Elementen und Einflüssen aus der Filmmusik. Für das Konzert reisen Musiker aus ganz Deutschland nach Weiden – eine besondere Gelegenheit, die Formation live zu erleben.
Solaire
Den Abschluss des Herbstprogramms bildet am Samstag, 5. Dezember, um 20 Uhr die junge Formation Solaire. Das Trio mit Anton Kleespies an den Keyboards, Noah Scheifler am Bass und Paul Suttner am Schlagzeug gewann beim diesjährigen Wettbewerb des Jazzfrühling den ersten Platz und zusätzlich den Publikumspreis. Im Rahmen der Förderpreistournee des Bayerischen Jazzverbandes macht Solaire nun Station in Weiden. Die drei Musiker stehen für modernen, energiegeladenen Fusion-Jazz und haben sich bereits bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ kennengelernt.
Etablierte Künstler
Gerade diese Verbindung von etablierten Künstlern und musikalischem Nachwuchs ist dem Jazz-Zirkel besonders wichtig. Die vom Bayerischen Musikrat und Bayerischen Jazzverband initiierte Förderreihe bietet jungen Preisträgern neben einem Preisgeld auch die Möglichkeit, auf einer Tournee durch renommierte Jazzclubs in Bayern wichtige Bühnenerfahrungen zu sammeln. Der Weidener Jazz-Zirkel unterstützt diese Nachwuchsförderung seit Jahren und stellt seine Bühne gerne für die nächste Generation zur Verfügung.
Zahl der Konzertbesucher deutlich gestiegen
Dass sich dieses Engagement lohnt, zeigt auch die positive Entwicklung des Vereins. Die Zahl der Konzertbesucher und Mitglieder ist zuletzt deutlich gestiegen. Damit steht der Jazz-Zirkel nach eigenen Angaben auf einem soliden Fundament und hat mehr Möglichkeiten bei der Programmgestaltung. Ein volles Haus sei zugleich eine wichtige Motivation für die ehrenamtlich Aktiven.
Ganze Bandbreite des modernen Jazz
Alle Konzerte finden im „Bistrot Paris“, Sebastianstraße 2, statt und beginnen jeweils um 20 Uhr. Karten sind über OK-Ticket im Vorverkauf erhältlich; für die einzelnen Veranstaltungen gelten unterschiedliche Eintrittspreise. Der Jazz-Zirkel verspricht damit einen Herbst, der die ganze Bandbreite des modernen Jazz abbildet. Von vertrauten Standards und swingendem Bebop über internationale Weltklasse bis hin zu jungen, experimentierfreudigen Formationen.




