Markus-Gottwalt-Schule-Eschenbach: Beliebter Schulleiter geht in den Ruhestand
Markus-Gottwalt-Schule-Eschenbach: Beliebter Schulleiter geht in den Ruhestand
„Kein Weg ist zu lang, mit einem guten Menschen an deiner Seite“ – mit dieser japanischen Weisheit lud Wolfgang Bodensteiner Freunde, Weggefährten, Kollegen und die gesamte Schülerschar der Markus-Gottwalt-Schule in die Turnhalle ein. Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz besetzt.
Musik, Tanz und viele Wortbeiträge zum Abschied
Zunächst lauschten die Gäste dem Kinderchor der Musikschule, ehe Konrektorin Nicole Gleißner, die dem scheidenden Rektor ab dem neuen Schuljahr als Schulleiterin folgen wird, die zahlreichen Gäste begrüßte. Es folgten Liedbeiträge verschiedener Klassen von der ersten bis zur vierten Jahrgangsstufe sowie eine Tanzaufführung der fünften und sechsten Klassen. Dabei merkte man dem in Schirmitz wohnenden Noch-Rektor deutlich an, wie schwer ihm der Abschied aus Eschenbach fällt – bei so manchem Beitrag musste er sichtlich schlucken.
Zwischen den Programmpunkten kamen mehrere Redner zu Wort. Eschenbachs Bürgermeister Marcus Gradl hob die stets konstruktive und verlässliche Zusammenarbeit mit Wolfgang Bodensteiner hervor. Die Markus-Gottwalt-Schule ist die einzige Schule am Eschenbacher Schulberg, deren Sachaufwandsträger die Stadt selbst ist. Auch der aktuelle Elternbeirat fand nur lobende Worte für den scheidenden Schulleiter.
„Nicht rennen“ – Erinnerungen der Schülerschar
Einen besonderen Gruß richteten die beiden Abschlussschülerinnen Josi und Pia an ihren Rektor: Sie machten an diesem Tag eine ganz besondere Durchsage und erinnerten dabei an die vielen Ansagen Bodensteiners, an so manches Wort auf den Gängen oder im Unterricht. Besonders sein „Nicht rennen“ wird vielen Schülerinnen und Schülern noch lange in Erinnerung bleiben. Schülerin Josi kam vor zehn Jahren gemeinsam mit Wolfgang Bodensteiner an die Markus-Gottwalt-Schule und verlässt sie nun – wieder gemeinsam mit ihm.
Schulamtsdirektorin Elisabeth Junkawitsch ließ die Stationen des scheidenden Lehrers noch einmal Revue passieren. „Eine Ära geht zu Ende“, so ihr Fazit. Nach mehreren Lehrerstellen, unter anderem in Weiden, kam Bodensteiner vor zehn Jahren nach Eschenbach – damals mit den Worten empfangen: „Hier hast du es nicht schwer.“
Neuer Lebensabschnitt: Ruhestand mit Wanderungen und Enkelkind
Bodensteiners eigene Abschiedsworte waren am Ende anregend, zugleich etwas wehmütig, aber auch zukunftsgewandt: „Ich bin überwältigt, was heute hier passiert. Eine Verabschiedung, ja, es wird ein besonderer Tag – aber was hier aufgeführt wurde, hätte ich nicht erwartet.“ Der werdende Großvater – seine Tochter steht kurz vor der Entbindung – freut sich auf seinen Ruhestand mit Städtereisen, Wanderungen in Südtirol und viel Zeit für sich selbst.
Zum Abschluss bedankte er sich ausdrücklich bei seinem Kollegium und der Verwaltung: „Was ich hier für ein Team hatte, davon habe ich als Schulleiter sehr profitiert. Ein Einzelner schafft nichts, aber wenn viele gemeinsam in eine Richtung gehen, kann man viel erreichen.“
Nach einer kleinen Andacht in der Eschenbacher Bergkirche fand im Anschluss ein gemeinsames Essen im neuen Pfarrheim statt, wo Bodensteiner auch hohen kirchlichen Besuch empfing, der ihm ebenfalls für die vielen gemeinsamen Jahre dankte.





