Rotary Club Weiden vertieft Freundschaft mit österreichischem Partnerclub
Rotary Club Weiden vertieft Freundschaft mit österreichischem Partnerclub
Seit vielen Jahrzehnten verbindet den Rotary Club Weiden und den Rotary Club Waidhofen-Amstetten eine enge grenzüberschreitende Freundschaft. Auch in diesem Jahr pflegten beide Clubs ihre besondere Verbindung mit einem gemeinsamen Wochenende. Organisiert wurde das Treffen vom Rotary Club Weiden. Ziel der Reise war Anif im Salzburger Land. Zahlreiche Mitglieder und deren Partner nahmen teil und erlebten eindrucksvolle Tage voller Gespräche, gemeinsamer Erinnerungen und kultureller Begegnungen.
Rotary Club Weiden erlebt besondere Momente am Königssee
Erster Höhepunkt des Treffens war eine Bootsfahrt auf dem Königssee. Bei bestem Wetter ging es über den bekannten Bergsee bis nach St. Bartholomä. Dort kehrten die Teilnehmer in den Biergarten ein und genossen die eindrucksvolle Landschaft. Besonders aufmerksam verfolgten die Rotarier das legendäre Echo vom Königssee. Der Bootskapitän erzeugte es mit seiner Trompete und sorgte damit für einen besonderen Moment während der Fahrt.
Die Nähe zu Berchtesgaden nutzten die Reisenden anschließend für einen Besuch des neu gestalteten Dokumentationszentrums am Obersalzberg. Während eines eineinhalbstündigen Rundgangs beschäftigten sich die Teilnehmer intensiv mit der Geschichte des Ortes in den Jahren zwischen 1933 und 1945. Zahlreiche Exponate, Dokumente und moderne Videotafeln zeigten eindrucksvoll, wie der Führerkult in der Region systematisch aufgebaut und verbreitet wurde.
Rotarier setzen Zeichen gegen das Vergessen
Viele Teilnehmer zeigten sich bewegt von den Eindrücken des Rundgangs. Besonders bedrückend wirkte anschließend der Spaziergang durch den ehemaligen Führersperrbezirk. Teilweise erhaltene Fundamente erinnerten an die nationalsozialistische Vergangenheit des Ortes. Die Rotarier diskutierten darüber, wie wichtig eine lebendige Erinnerungskultur auch heute bleibt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Parolen der damaligen Zeit teilweise erneut von rechtsradikalen Gruppen aufgegriffen werden. Für die Teilnehmer stand deshalb fest, dass sich dieser Teil der deutsch-österreichischen Geschichte niemals wiederholen darf.
Einen kulturellen Gegenpol erlebte die Reisegruppe später in Anif. Dort besuchten die Rotarier das Grab von Herbert von Karajan. Der weltbekannte Dirigent lebte viele Jahre in dem kleinen Ort bei Salzburg und fand dort seine letzte Ruhestätte. Der Besuch bot Gelegenheit für ruhige Gespräche und persönliche Erinnerungen.
Freundschaft zwischen den Rotary Clubs bleibt lebendig
Traditionell gehört zum jährlichen Wiedersehen der beiden Clubs auch ein gemeinsamer Festabend. Diesen nutzten die amtierenden Präsidenten für gegenseitige Dankesworte. Der Präsident des Rotary Club Weiden, Robert Stahl, betonte die große Freude über das erneute Treffen mit dem österreichischen Partnerclub. Die hohe Zahl der Mitreisenden zeige, dass die Freundschaft etwas Besonderes geblieben sei. Gleichzeitig dankte er den Kontaktbeauftragten Gerd Galle und Gudrun Schindler-Rainbauer für die hervorragende Organisation des Wochenendes.
Auch der Präsident des Rotary Club Waidhofen-Amstetten, Peter Harm, würdigte die ausgezeichnete Vorbereitung des Treffens. Als besonderes Gastgeschenk überreichte er eigens gefertigte Keramikpfannen mit Rotary-Emblem an Robert Stahl. Auch Gerd Galle sowie Rotarier und Busfahrer Max Wies erhielten die auf drei Exemplare limitierte Erinnerung.
Zu Wort kam außerdem Rotary-Urgestein Fritz Zavarsky. Er erinnerte an die Anfänge der grenzüberschreitenden Freundschaft und freute sich darüber, dass das gegenseitige Interesse bis heute ungebrochen geblieben ist. Dabei stellte er die rotarischen Grundwerte Freundschaft und guten Willen in den Mittelpunkt. Besonders bemerkenswert sei, dass viele österreichische Mitglieder trotz der traditionellen „Festtage des Weines“ bewusst das Treffen mit den Freunden aus Weiden bevorzugt hätten. Seine Dankesrede beendete Zavarsky mit den Worten „Vivat, crescat, floreat“(„Unsere Freundschaft lebe, gedeihe und blühe“).
Wiedersehen in Weiden
Weidens Präsident Robert Stahl lud anschließend die österreichischen Freunde bereits zu einem weiteren Wiedersehen nach Weiden ein. Am 7. Januar 2027 wird dort das Bayerische Landesjugendorchester mit mehr als hundert jungen Musikern in der Max-Reger-Halle auftreten.
Das Treffen endete schließlich mit einem gemeinsamen Spaziergang durch den Park des Lustschlosses Hellbrunn bei Salzburg, ehe die Teilnehmer die Heimreise antraten.




