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Speinsharter Frauen lassen die Herzen sprechen

Speinshart. Können wir etwas tun, mit mehr Freude durchs Leben zu gehen? Eine Frage, die Ortspfarrer Pater Adrian Kugler bei der Generalversammlung des Katholischen Frauenbundes Speinshart mit fünf Ratschlägen gegen die Schrumpfkurve des Glaubens beantwortete.

Speinsharter Frauen lassen die Herzen sprechen

Mit einem Blumengruß verabschiedete Frauenbund-Sprecherin Lisa Nickl die 84-jährige Gerlinde Gebhardt in den „Ruhestand“. Die Tremmersdorferin kümmerte sich seit der Gründung der Ortsgruppe vor 46 Jahren um die Verteilung der Frauenbund-Zeitschrift. Foto: Robert Dotzauer

Als Heilmittel empfahl der geistliche Beirat der KDFB-Ortsgruppe eine Rezeptur des berühmten Kirchenlehrers Thomas von Aquin. Der Vorschlag: Sich etwas Gutes gönnen, mit Weinen den Schmerz der Seele vertreiben, den Kontakt mit Anderen pflegen, dem Glanz der Wahrheit dienen und sich einen gesunden Schlaf mit seiner Wirksamkeit für Leib und Seele gönnen. Ein gesunder Medikamenten-Mix, wie der Pfarrer betonte und zusammenfassend beim Frauenbund ein erfolgreiches Geheimrezept entdeckte: Dem Heilmittel des Gemeinschaftsgeistes.

Einem Gemeinsinn des Ortsvereins, der auch im Jahresbericht deutlich wurde. Für Ortsvorsitzende Elisabeth Nickl blickte Schriftführerin Sieglinde Kroher in Wort und Bild noch einmal auf die bedeutendsten Aktivitäten zurück und verwies unter anderem auf das Heilfasten, auf die Tagesfahrt zur Burg Falkenstein, auf eine Kräuterwanderung mit Johanna Eisner, auf das Kräuterbüschel-Binden und auf ein kreativ gestaltetes Frauenfrühstück.

Ein Stück Speinshart

Eine wichtige Stütze sei der Frauenbund auch für das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde, urteilte die Schriftführerin mit Blick auf die Einsätze beim Bürgerfest beim Gaudiwettbewerb des Seilziehens und beim Jubiläum der Speinsharter Feuerwehr.

Über einen zufriedenstellenden Kassenstand berichtete Schatzmeisterin Silvia Dietl. Ein Rückblick mit viel Genugtuung, wie auch Frauenbund-Sprecherin Elisabeth Nickl anmerkte. Während vielerorts der Mitgliederstand der Frauenbund-Vereine stagniere oder schrumpfe, gebe es in Speinshart eine bemerkenswerte Aufwärtsentwicklung. Mit Rosen begrüßte die Frauenbund-Sprecherin die sechs Neumitglieder: Cornelia Gradl, Kathrin Grünberger, Brigitte NeumannMinnich, Carmen Schedl, Diana Schleicher und Bettina Wellert.

Eine beeindruckende Entwicklung

Eine Entwicklung, die auch Bezirksvorsitzende Rita König aus Kulmain beeindruckte. Während sich im Bistum Regensburg der Trend zur Auflösung von Zweigvereinen fortsetze, erstrahle der Speinsharter Ortsverein in glückseliger Lebendigkeit, wie die Bezirksvorsitzende erfreut anmerkte. Da wunderte es nicht, dass Bürgermeister Albert Nickl die Frauenbund-Ortsgruppe zu strahlenden Perlen der Gemeinde beförderte. Einer Gemeinschaft, die den „Herren der Schöpfung“ bei ihren Einsätzen für das Gemeinwohl in nichts nachstehe, wie der Bürgermeister betonte, um zum Schluss des offiziellen Versammlungsteiles die Schaffenskraft der Damenwelt mit einem Gläschen Sekt zu belohnen und beim Prosit festzustellen: „Unsere Frauen lassen die Herzen sprechen“.

Ein starker Terminkalender

Gut gefüllt ist bereits der Terminkalender 2024. Er beginnt zu Mariä Lichtmess mit einem Lichterfest vor der Wieskapelle. Geplant ist im Februar ein weiteres Heilfasten. Im März sind die Frauen zum Weltgebetstag, zum Palmbuschen-Binden und zum österlichen Kartengestalten mit Cheryl Frank eingeladen. Eine Maiandacht, eine Bibelwanderung und ein Ausflug in das Kloster Hofstetten sind im Mai geplant.

OTH Amberg-Weiden
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Zu den weiteren Veranstaltungs-Höhepunkten zählen eine Weinprobe bei Sandra Pfleger auf dem Barbaraberg, ein Abendlob mit Gabi Scherl und mit dem Chor Cantemus, das Kräuterbüschel-Binden im August, ein „After-Church-Brunch“ im Haus der Dorfkultur, ein Frauenfrühstück mit Vortrag, ein Märchenabend in der Wieskapelle und schließlich zum Jahresabschluss eine Adventsfeier.