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Weiherhammer trauert um Altbürgermeister Georg Härning

Weiherhammer. Er war der Vater des Aufschwungs und hat den Grundstein für die positive Entwicklung von Weiherhammer gelegt und bleibende Spuren hinterlassen. Um seine Gesundheit war es in den letzten Wochen nicht gut bestellt. Von der Operation vor einer Woche hatte sich Georg Härning nicht mehr erholt. Er starb am Donnerstag im Krankenhaus im Alter von 89 Jahren.

Weiherhammer trauert um Altbürgermeister Georg Härning

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Archivbild: Siggi Bock

In Weiherhammer, Kaltenbrunn, Dürnast und Trippach herrscht Trauer über seinen unerwarteten Tod. Georg Härning hinterlässt ein wahrhaft großes Werk, denn er gilt als Vater des Aufschwungs, der die Weichen für die positive Entwicklung von Weiherhammer gestellt hat. Nach seinem Einzug in den Gemeinderat wurde er 1966 sofort zum zweiten Bürgermeister gewählt. 1972 übernahm er den Chefsessel im Rathaus, auf dem er unermüdlich bis 1996 für seine Gemeinde arbeitete.

Beharrlich, mit Fleiß und Geduld, bürgernah, hat Georg Härning seine Vorhaben im Konsens mit allen Fraktionen durchgezogen. Bei mehreren Projekten trugen seine guten Kontakte zum Landratsamt, zur Regierung und zu den Ministerien immer wieder zum Erfolg bei. Die Ansiedlung des Floatglaswerks war nicht nur der Startschuss für das Gewerbegebiet „Am Schönbühl“. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze ermöglichte in guter Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten den Bau vieler Eigenheime.

Ob es das Hallenbad, die Industrieansiedlung, Wohnraumbeschaffung, Schulhauserweiterung, das Schützenheim oder das Feuerwehrhaus war – in Kaltenbrunn der Ausbau der Ortsstraßen, die Neugestaltung des Marktplatzes, der verkehrsgerechte Ausbau der Ortsdurchfahrt und die Verbesserung der Wasserversorgung sowie in Dürnast der ebenso gelungene Ausbau der Ortsdurchfahrt, um nur einige Projekte zu nennen. Härning marschierte stets voraus und räumte in vielen zähen Verhandlungen und Einzelgesprächen Probleme aus dem Weg und bewies Stehvermögen.

Engagement für Infrastruktur und Lebensqualität

Unvergessen bleibt in Kaltenbrunn Härnings Engagement und Überzeugungskraft für die Westumgehung B 299. „Das Rathaus war meine Welt und mein Leben“, sagte Härning selbst, als ihm 2015 der Titel Altbürgermeister verliehen wurde.

Langjähriges Wirken im Landkreis und in der Partei

Härning gehörte unter den Landräten Christian Kreuzer und Anton Binner von 1966 bis 1996 auch dem Kreistag an und war Mitglied im wichtigen Kreisausschuss und weiteren Gremien. Ferner war er in Weiherhammer Gründungs- und Ehrenvorsitzender der Jungen Union sowie Ehrenmitglied der CSU. Auch im Weidener AWO-Heim Franz Zebisch, wo er seit Dezember 2024 lebte, zeigte Härning bis zuletzt stets Interesse am kommunalen Geschehen.

Termine der Trauerfeier

Die Aussegnung ist am Freitag, 27. Februar, um 16 Uhr am Friedhof, anschließend Sterberosenkranz. Der Trauergottesdienst mit Beerdigung findet am Samstag, 28. Februar, um 10 Uhr statt.

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