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[Update] Lesung mit Sarah Cohen-Fantl abgesagt - Konflikt im Iran wirkt sich auf Flugverkehr aus

Weiden. Der Konflikt im Iran hat Auswirkungen auf das Programm der Volkshochschule Weiden. Autorin Sarah Cohen-Fantl reist nicht aus Israel an. Erste Fluggesellschaften - wie KLM und Air France - streichen Ziele wie Tel Aviv und Dubai.

Weiden. Der Konflikt im Iran hat Auswirkungen auf das Programm der Volkshochschule Weiden. Autorin Sarah Cohen-Fantl reist nicht aus Israel an. Erste Fluggesellschaften - wie KLM und Air France - streichen Ziele wie Tel Aviv und Dubai.
Journalistin und Buchautorin Sarah Cohen-Fantl. Foto: Bonifatius-Verlag

[Update] Lesung mit Sarah Cohen-Fantl abgesagt - Konflikt im Iran wirkt sich auf Flugverkehr aus

Unwägbarkeiten beim Flugverkehr

Wie Constanze Schöner (Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit) mitteilt, muss die Lesung mit Sarah Cohen-Fantl am Mittwoch, 28. Januar, abgesagt werden. Die Autorin wagt es aktuell nicht, Israel zu verlassen. Wiederholt war es in der Vergangenheit zu kurzfristigen Änderungen und Absagen im Flugverkehr gekommen. Sie will aufgrund familiärer Verpflichtungen nicht riskieren, nicht zurückkehren zu können.

Hintergrund: Das Auswärtige Amt bezeichnet die Sicherheitslage in Israel als äußerst volatil. Sie kann sich „schnell und ohne Vorwarnung weiter verschärfen, insbesondere an Feiertagen“. „Es kann jederzeit zu Einschränkungen des Flugverkehrs, inklusive der Stornierung von Flügen sowie der Sperrung von Lufträumen, kommen.“

Laut „Times of Israel“ haben die niederländische Fluggesellschaft KLM und die französische Air France am Wochenende Flüge nach Tel Aviv gestrichen und dies mit der „geopolitischen Lage“ aufgrund der Sorge vor einem erneuten Konflikt mit dem Iran begründet.

Die Journalistin und Buchautorin Sarah Cohen-Fantl erzählt in ihrem Buch „Wie alles begann und sich jetzt wiederholt“ von der Geschichte ihrer Familie. Am Mittwoch, 28. Januar 2026, hätte sie im Foyer der vhs Weiden-Neustadt eine Lesung halten wollen. Veranstalter ist die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Als sie das ehemalige KZ Auschwitz besucht, entdeckt Sarah Cohen-Fantl den Namen ihrer Urgroßmutter Zdenka Fantlová auf einem der Koffer. Diese Entdeckung löst eine tiefe Identitätskrise aus und führt sie dazu, die Geschichte ihrer Familie neu zu hinterfragen. Ihr Leben nimmt eine unerwartete Richtung.

Familiengeschichte und Identität im Fokus

Davon erzählt die deutsch-israelische Journalistin und Buchautorin Sarah Cohen-Fantl in ihrem Buch „Wie alles begann und sich jetzt wiederholt“.

Sie erzählt von dem Leben der Familie Fantl, die vor dem Zweiten Weltkrieg in Prag ein privilegiertes Leben führte. Durch die Schoa wurde fast das gesamte Leben der jüdischen Familie ausgelöscht: Nur drei von 67 Angehörigen überleben Konzentrationslager und Todesmärsche.

Trauma, Resilienz und Gegenwart

Doch die Autorin bleibt mit ihrem Buch nicht dabei stehen. Ihr Buch ist eine generationenübergreifende Auseinandersetzung mit Trauma, Resilienz und jüdischer Identität von damals bis ins heutige Europa – und mitten hinein in ein Israel nach dem Massaker des 7. Oktober 2023.

Es erzählt vom Leben als Jüdin und vom Versuch, einen Platz zu finden in einer Gesellschaft, die „Nie wieder“ sagt, aber zu oft wegschaut bei dem, was heute geschieht.

OTH Amberg-Weiden
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