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AfA wählt Holger Joschko zum Vorsitzenden

Kastl. Bei der AfA der SPD wechselte nach 16 Jahren die Führung: Holger Joschko wurde zum Unterbezirksvorsitzenden gewählt. Die Jahreshauptversammlung fand am 11. Juni 2026 in Kastl statt.

Kastl. Bei der AfA der SPD wechselte nach 16 Jahren die Führung: Holger Joschko wurde zum Unterbezirksvorsitzenden gewählt. Die Jahreshauptversammlung fand am 11. Juni 2026 in Kastl statt.
(V.l.) Marianne König, Katharina Räth, Andre Oettel, Holger Joschko, Johannes Foitzik. Foto: Karl-Heinz König

AfA wählt Holger Joschko zum Vorsitzenden

Am Donnerstag, den 11. Juni 2026, hielt die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD ihre Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im Landgasthof Forsthof in Kastl ab.

Nach 16 Jahren an der Spitze des Unterbezirks Amberg-Sulzbach-Neumarkt übergab der bisherige Vorsitzende Karl-Heinz König das Amt an seinen Nachfolger Holger Joschko. Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte der scheidende Vorsitzende Karl-Heinz König alle Anwesenden, ein besonderer Gruß galt der SPD-AfA-Landesvorsitzenden Katharina Räth aus Würzburg. Räth betonte in ihrem Grußwort die hohe Bedeutung einer starken AfA in der aktuellen, unruhigen Zeit und hob dabei besonders die aktive Arbeit der AfA im Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt hervor.

Rechenschaftsbericht und Schwerpunkte der AfA-Arbeit

In seinem Rechenschaftsbericht blickte König auf die vergangenen zwei erfolgreichen Jahre zurück. Im Fokus der Arbeit standen drei Informationsveranstaltungen zu den Themen „Der Kampf um bessere Löhne und Arbeitsbedingungen im sozialen Bereich“ sowie „Der lange Kampf um Arbeitszeitverkürzung“. Zudem wurde das Buch „Mehr Zeit zum Leben Lieben Lachen“ von Katharina Birner und Stefan Dietel vorgestellt.

Der Kampf um das Rohrwerk Maxhütte

Ein zentrales Thema der Amtszeit war die Begleitung des Prozesses um das Rohrwerk Maxhütte. Gemeinsam mit dem gesamten AfA-Landesvorstand war der Unterbezirk mehrfach vor Ort, um die Beschäftigten zu unterstützen.

Kurz vor der Schließung des Werkes forderten SPD-Landesvorsitzende Ronja Endres, AfA-Landesvorsitzende Katharina Räth und der scheidende Unterbezirksvorsitzende Karl Heinz König die Bayerische Staatsregierung nachdrücklich auf, das Rohrwerk zu retten. Die Belegschaft, der Betriebsrat und die IG Metall hatten ein wegweisendes Konzept für ein „grünes Rohrwerk“ entwickelt, das den Erhalt des Standorts hätte sichern können.

König kritisierte in diesem Zusammenhang scharf, dass Ministerpräsident Markus Söder, Hubert Aiwanger und Albert Füracker (alle CSU/Freie Wähler) diese Initiative nicht unterstützten und stattdessen populistische Reden zu anderen Themen hielten. In seiner politischen Ansprache sparte König nicht mit Kritik an der schwarz-roten Bundesregierung, insbesondere an Bundeskanzler Friedrich Merz. Er wies Aussagen zurück, wonach Arbeitnehmer eine faule Einstellung zur Arbeit hätten oder zu oft krank seien.

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Auch die Forderung, den Acht-Stunden-Tag abzuschaffen, lehnte König strikt ab. Er begrüßte daher die angekündigten Demonstrationen der DGB-Gewerkschaften gegen den Sozialabbau. Es sei nicht hinnehmbar, dass der „kleine Mann“ oder die „kleine Frau“ die Lasten tragen. Stattdessen müssten die Superreichen in Deutschland zur Kasse gebeten werden.

König bedankte sich bei allen Wegbegleitern für die Unterstützung während seiner 16-jährigen Amtszeit als Unterbezirksvorsitzender.

Wahlergebnisse des AfA-Unterbezirks

Im Anschluss fanden die Neuwahlen statt. Das Votum der Mitglieder fiel wie folgt aus:

1. Vorsitzender: Holger Joschko

2. Vorsitzende: Johannes Foitzik, André Oettel

Beisitzer: Thomas Auer, Marianne König und Karl-Heinz König

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