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Busunternehmen Wies: Weidens umweltfreundliche Stromlinie ist unterwegs

Weiden. „Die neue Stromlinie“ leuchtet auf der Anzeige über der Windschutzscheibe. Das Busunternehmen Wies hat sieben Elektrobusse für den Weidener Stadtverkehr öffentlich vorgestellt. Die Fahrzeuge haben ihre ersten Bewährungsproben bereits hinter sich: Sie legten in einer vierwöchigen Testphase rund 40.000 Kilometer zurück. Für Firmenchef Max Wies ist die Anschaffung ein Meilenstein in der Geschichte des Familienbetriebs.

Busunternehmen Wies: Weidens umweltfreundliche Stromlinie ist unterwegs

Busunternehmen Wies
Weidens Stadtbuslinien werden umweltfreundlich. Max Wies stellt sieben Elektrobusse vor. Foto: Martin Stangl

Das Busunternehmen Wies rüstet sich mit sieben Elektrobussen für die Zukunft. Zur Vorstellung kamen Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler, Bürgermeister Jürgen Meyer und Vertreter der Stadtverwaltung. Auch beteiligte Handwerksbetriebe sowie Mitarbeiter waren dabei. Alexander Stucke, Vertreter des Herstellers Solaris überreichte Max Wies symbolisch einen Fahrzeugschlüssel. Anschließend stiegen die geladenen Gäste selbst ein. Bei einer kurzen Fahrt konnten sie sich einen persönlichen Eindruck vom Fahrgefühl in den neuen Bussen verschaffen.

Mehr Komfort im Stadtlinienverkehr

Die neuen Fahrzeuge sind barrierefrei, für Rollatoren und Rollstühle ausgelegt und bieten auch Platz für Kinderwagen. Zudem sind sie vollständig klimatisiert. Das Busunternehmen Wies verbindet mit der Anschaffung deshalb mehr als einen Wechsel der Antriebstechnik. Für die Fahrgäste soll der Stadtverkehr zugleich komfortabler werden. Max Wies sieht die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs in Weiden inzwischen auf Großstadtniveau.

Dazu kommen digitale Angebote, auf die Max Wies bei der Präsentation hinwies. Fahrgäste können Informationen zu den Bussen online abrufen und digitale Fahrscheine kaufen. Auf seiner Website bietet das Busunternehmen Wies außerdem eine Fahrplanauskunft an. Dort lassen sich Start, Ziel und gewünschte Abfahrts- oder Ankunftszeit auswählen. Ergänzend veröffentlicht die Firma aktuelle Hinweise zu Umleitungen und betroffenen Haltestellen. So können Fahrgäste ihre Verbindung planen und sich vor der Fahrt über Änderungen informieren.

Busunternehmen Wies setzt auf regionale Partner

Den Ausgangspunkt für die Umstellung bildete der Zuschlag für den Weidener Stadtverkehr im August 2025. Er ermöglicht dem Unternehmen, den Linienverkehr weitere zehn Jahre zu betreiben. Anschließend leitete die Firma die notwendigen Schritte für den Einsatz der Elektrobusse ein. Allerdings erforderte das Vorhaben einiges an Vorbereitung. Allein die Lieferzeit für die Fahrzeuge betrug fast 14 Monate.

Parallel dazu musste am Betriebshof in der Mooslohe die passende Ladeinfrastruktur entstehen. Sie ist zunächst für bis zu acht Busse vorgesehen. Das Busunternehmen Wies vergab Handwerksleistungen und Dienstleistungen dabei gezielt in der Region. Auch beim Strom setzt die Firma auf einen örtlichen Partner: Die Energie für die Elektrobusse soll von den Stadtwerken Weiden kommen.

Architekt Karlheinz Beer übernahm die Planung der Elektroinfrastruktur auf dem Betriebshof. Die Arbeiten konnten termingerecht übergeben werden. Zugleich bereiteten sich die Busfahrer und die Werkstatt mit Schulungen auf die neue Antriebsart vor. Max Wies dankte bei dieser Gelegenheit seinen überaus motivierten Mitarbeitern für ihren Einsatz bei der Umstellung und dafür, dass sie die Zukunft des Betriebs aktiv mitgestalten.

SSV Jahn – 4. Slot
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40.000 Kilometer in der ersten Testphase

Die erste Bilanz fällt sehr positiv aus: In der vierwöchigen Testphase im September und Oktober legten die Elektrobusse insgesamt schon rund 40.000 Kilometer zurück. Das entspricht ungefähr einer Erdumrundung. Dabei sei der Betrieb reibungslos verlaufen. Fahrgäste hätten insbesondere das angenehmere Fahrgefühl durch die geringere Geräuschentwicklung hervorgehoben. Auch für Anwohner, insbesondere an Haltestellen, bedeutet der elektrische Antrieb weniger Motorenlärm. Zudem entstehen beim elektrischen Fahren vor Ort keine Abgase.

Das Busunternehmen Wies beziffert die erwartete jährliche Einsparung auf rund 160.000 Liter Diesel und mehr als 400 Tonnen Treibhausgase. Insgesamt setzt der Betrieb mehr als 20 Busse im Stadtlinienverkehr ein. Mit den sieben neuen Fahrzeugen ist daher ein wesentlicher Teil der Flotte umgestellt. Vier weitere Elektrobusse sollen folgen und diesen Anteil künftig noch vergrößern. Damit setzt die Firma den eingeschlagenen Weg bei der Erneuerung ihrer Stadtbusflotte fort.

Für die Unterstützung dankte Max Wies außerdem den Mitarbeitern der Stadt und den öffentlichen Zuschussgebern, darunter dem Freistaat Bayern. Besonders erwähnte er die Zusammenarbeit mit Rechtsdezernentin Nicole Hammerl bei rechtlichen Fragen zum Buslinienverkehr. Damit würdigte der Firmenchef neben den technischen Arbeiten auch die organisatorischen Voraussetzungen für die Umstellung.

Eine Partnerschaft mit langer Geschichte

Das Busunternehmen Wies wurde 1923 von Anna Wies, der Urgroßmutter des heutigen Firmenchefs, gegründet. Bereits seit 1948 vertraut die Stadt Weiden dem Familienbetrieb ihren öffentlichen Personennahverkehr an. Inzwischen hat Max Wies die Nachfolge von Wolfgang und Michaela Wies an der Unternehmensspitze angetreten. Die neuen Elektrobusse stehen somit auch für die Weiterentwicklung eines seit Jahrzehnten mit Weiden eng verbundenen Unternehmens.

Busunternehmen Wies
Symbolische Schlüsselübergabe für die neuen Elektrobusse an Max Wies (Mitte). In Anwesenheit von Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler (links) und Michaela und Wolfgang Wies (beide rechts) erhielt der Firmenchef von Solaris-Mitarbeiter Alexander Stucke einen Fahrzeugschlüssel. Foto: Martin Stangl

Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler begrüßte die lokale Mobilitätswende und betonte die Bedeutung eines verlässlichen Stadtlinienverkehrs. „Mobilität bewegt“, sagte er. Dabei verband er Mobilität mit Lebensqualität und gesellschaftlicher Entwicklung. Für die Stadt bleibe das Ziel, alle Stadtteile weiterhin in den Linienverkehr einzubeziehen. Zugleich solle die Technik sauberer werden und die Verlässlichkeit allen Bürgern zugutekommen. Abschließend dankte er dem Familienunternehmen für die gute Zusammenarbeit.