Finanzausgleich steigt auf 13,59 Milliarden - Landkreise Cham und Neustadt/WN profitieren

Finanzausgleich steigt auf 13,59 Milliarden - Landkreise Cham und Neustadt/WN profitieren
Der Freistaat Bayern und die kommunalen Spitzenverbände haben sich am Montag auf ein Rekordvolumen für den kommunalen Finanzausgleich (FAG) 2027 verständigt. Mit einer Gesamtsumme von 13,59 Milliarden Euro wächst der Finanzausgleich um kräftige 756 Millionen Euro – ein Plus von 5,9 Prozent.
Wie Julian Preidl, Landtagsabgeordneter der FREIEN WÄHLER aus Bad Kötzting, in einer Pressemitteilung betont, sei dies ein klares Bekenntnis zur kommunalen Familie: „Diese rasche Einigung zeigt die große Verantwortung auf allen staatlichen Ebenen. Bayerns Kommunen bleiben durch die kräftige Finanzspritze handlungsfähig und können weiter verlässlich investieren, was zugleich ein unverzichtbarer Motor für unsere regionale Wirtschaft ist.“
Schlüsselzuweisungen steigen kräftig
Besonders wichtig sei dabei die gezielte Entlastung der Verwaltungshaushalte direkt vor Ort, so Preidl weiter: „Die Schlüsselzuweisungen steigen überproportional um beachtliche 9,6 Prozent beziehungsweise 479 Millionen Euro auf die Gesamtsumme von 5,46 Milliarden Euro. Damit kommt das Geld passgenau dort an, wo die täglichen Aufgaben für unsere Bürgerinnen und Bürger bewältigt werden.“
Auch die Landkreise und Bezirke würden kraftvoll unterstützt, erklärt der Abgeordnete: „Nachdem wir den Bezirken bereits im vergangenen Jahr 480 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt haben, legen wir für 2027 noch einmal 210 Millionen Euro obendrauf. Wir lassen niemanden im Stich. Zudem handeln wir finanzpolitisch pragmatisch: 51 Millionen Euro an nicht benötigten Mitteln aus den Straßenausbaupauschalen reinvestieren wir klug direkt in das System.“
Appell zu solider Haushaltspolitik
Trotz dieses finanziellen Kraftakts mahnt Preidl angesichts der allgemeinen Kassenlage zur haushaltspolitischen Disziplin: „Die öffentlichen Kassen stehen massiv unter Druck – vom Bund über das Land bis zu den Kommunen. Ernsthafte Sparanstrengungen sind daher auf allen Ebenen zwingend erforderlich. Wir müssen konsequent Prioritäten setzen, Bürokratie abbauen, Ausgaben kritisch prüfen und Standards spürbar senken. Nur durch eine gemeinsame, solide Haushaltspolitik sichern wir uns langfristig unsere Gestaltungs- und Handlungsfähigkeit.“
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