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Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: SPD Amberg gedenkt Innozenz Rehm

Amberg. Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2026 erinnert der SPD-Stadtverband Amberg an Innozenz Rehm, der als politischer Gegner des NS-Regimes verfolgt wurde und im Zuchthaus Amberg ums Leben kam.

Amberg. Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2026 erinnert der SPD-Stadtverband Amberg an Innozenz Rehm, der als politischer Gegner des NS-Regimes verfolgt wurde und im Zuchthaus Amberg ums Leben kam.
Sammelgrab für Konzentrationslagerhäftlinge und politische Gefangene im Amberger Katharinenfriedhof. Foto: Dieter Weiß

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: SPD Amberg gedenkt Innozenz Rehm

Gastbeitrag von: Dieter Weiß

Innozenz Rehm, geboren 1899, engagierte sich früh in der Arbeiterbewegung in Augsburg und war Mitglied der KPD. Er trat entschieden gegen Nationalismus und Faschismus auf. Durch seine politische Aufklärungsarbeit und sein offenes Eintreten gegen die Nationalsozialisten geriet er nach 1933 ins Visier des Regimes. Wegen seiner politischen Überzeugungen wurde Rehm verhaftet. 1935 verurteilte man ihn wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten, die er im Zuchthaus Amberg verbüßen sollte.

Am 14. Dezember 1937 hätte Rehm (Häftlingsnummer 749) aus dem Zuchthaus Amberg entlassen werden sollen. Aufgrund von Randbemerkungen auf dem Einlieferungsschein war seine Entlassung jedoch nicht gewünscht. Im Rahmen einer Tuberkulose-Versuchsreihe injizierte ihm der Gefängnisarzt Tuberkulosebakterien. An den Folgen dieser medizinischen Experimente verstarb Innozenz Rehm am 1. Oktober 1937. Der für diese Versuche verantwortliche Gefängnisarzt wurde im Jahr 1948 lediglich mit einem Berufsverbot belegt; kurze Zeit später beging er Suizid.

SPD Amberg mahnt zur Erinnerung am 27. Januar

Der Stadtverbandsvorsitzende der SPD Amberg, Dieter Weiß, erklärt: „Der 27. Januar ist ein Tag des Erinnerns und der Mahnung. Innozenz Rehm wurde verfolgt und ermordet, weil er den Mut hatte, sich dem NS-Regime entgegenzustellen.“ Gerade das lokale Gedenken sei von besonderer Bedeutung: „Auch in Amberg haben sich die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur abgespielt. Das Zuchthaus war ein Ort des Terrors.“

Heute erinnert ein Stolperstein in Augsburg an Innozenz Rehm, der an seinem letzten freiwilligen Wohnort verlegt wurde. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Katharinenfriedhof in Amberg, wo er im Sammelgrab für Konzentrationslagerhäftlinge und politische Gefangene beigesetzt ist. Dieser Ort steht für 46 Opfer, deren Namen und Schicksale nicht vergessen werden dürfen.

Gedenken an weitere Opfer und lokale Erinnerungskultur

Der SPD-Stadtverband Amberg hat in den vergangenen Jahren wiederholt an Opfer aus den eigenen Reihen erinnert, darunter Franz-Xaver Kemeter, Peter Forster und Ernst Bloch. Mit dem diesjährigen Gedenken gilt die Erinnerung einem Mann, der in Amberg Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes wurde.

Mit dem Gedenken an Innozenz Rehm setzt der SPD-Stadtverband Amberg ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen und ruft zugleich zu Wachsamkeit gegenüber Rechtsextremismus, Antisemitismus und jeder Form von Menschenfeindlichkeit auf.

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Stolperstein in Augsburg. Foto: vvn-augsburg
Innozenz Rehm. Foto: vvn-augsburg
Sammelgrab für Konzentrationslagerhäftlinge und politische Gefangene im Amberger Katharinenfriedhof. Foto: Dieter Weiß