Großoffensive im Straßenbau in Waldershof startet mit zehn Projekten

Großoffensive im Straßenbau in Waldershof startet mit zehn Projekten
Die Stadt Waldershof hat kürzlich den grundhaften Ausbau von insgesamt zehn Straßen im gesamten Stadtgebiet sowie in den Ortsteilen in Auftrag gegeben. Die Bauprojekte beginnen nun schrittweise im Mai und Juni 2026.
Umfangreiche Straßenbauprojekte in Stadt und Ortsteilen
Bei den betreffenden Straßen handelt es sich im Stadtgebiet Waldershof um die Fliederstraße, Neukirchnerstraße, Dr.-Eiber-Straße, Havilandstraße, Bahnhofstraße und Braustraße mit Nazgasse.
In den Ortsteilen sind die Weißensteinstraße und Schreinersberg (beide OT Hard) sowie die Rosenstraße mit einem Teilbereich der Steinwaldstraße und die Hohenharder Straße (alle im OT Poppenreuth) betroffen.
Bahnhofstraße als größtes Einzelprojekt
Das mit Abstand größte Einzelprojekt ist hierbei der Ausbau der Bahnhofstraße mit einem Investitionsvolumen von rund 4,5 Millionen Euro – die Planungskosten sind darin noch nicht enthalten.
Die Bauzeit dieses Projekts wird sich voraussichtlich über mindestens eineinhalb Jahre erstrecken. Die weiteren Straßenbaumaßnahmen sind kleiner dimensioniert und kürzer angelegt. Sie sollen überwiegend noch im aktuellen Jahr abgeschlossen werden.
Weitere Baustellen in und um Waldershof
Zudem läuft mindestens noch bis Juli die Baustelle der Ortsumgehung Waldershof. Weiterhin sorgt auch die Sanierung und der Ausbau der Staatsstraße zwischen Marktredwitz und Waldershof durch den Freistaat auf oberfränkischer Seite für großräumige Umfahrung und strapazierte Geduldsfäden bei den Verkehrsteilnehmern.
Was bedeutet grundhafter Ausbau?
Im Gegensatz zur reinen Erneuerung der Fahrbahndecke umfasst ein grundhafter Straßenausbau weit mehr Maßnahmen: Sämtliche vorhandene Infrastrukturen werden überprüft und – soweit notwendig – vollständig erneuert. Dazu gehören insbesondere:
- Kanalisation
- Wasserleitungen
- Hausanschlüsse
- gegebenenfalls Strom- und Gasleitungen
- Leerrohre für den Glasfaserausbau
Alle Leitungen und technischen Systeme im Untergrund müssen geöffnet, kontrolliert, befahren oder inspiziert werden. Gleichzeitig verlegt die Stadt nach ihrem Masterplan für den Breitbandausbau bei sämtlichen Straßenbaumaßnahmen auch Leerrohre für zukünftige Glasfaseranschlüsse.
Hohe Sicherheitsstandards bei Wasserleitungen führen zu Wartezeiten
Immer wieder wird die Stadt darauf angesprochen, warum Baustellen lange dauern oder warum zeitweise scheinbar nicht gearbeitet wird. Dazu erläutert die Stadt: Die beauftragten Firmen arbeiten mit Hochdruck und so schnell wie möglich. Gerade bei der Erneuerung von Wasserleitungen gelten jedoch strenge gesetzliche Sicherheits- und Hygienevorschriften.
Neu verlegte Wasserleitungssysteme müssen ausreichend gespült und desinfiziert werden. Anschließend erfolgen umfangreiche Laboruntersuchungen des Wassers. Erst wenn ein vollständig keimfreies Ergebnis vorliegt, dürfen die neuen Leitungen in das bestehende Wasserversorgungsnetz eingebunden werden. Teilweise sind mehrere Untersuchungsdurchgänge notwendig. Während dieser Prüfphasen können bestimmte Bauarbeiten nicht fortgeführt werden. Diese Wartezeiten sind normal und dienen ausschließlich der Sicherheit und Qualität der Wasserversorgung im gesamten Stadtgebiet.
Dank für Geduld und Blick auf Förderung
„Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Geduld. Jede Baustelle ist immer mit starken Einschränkungen für die Anwohner verbunden. Und in diesem Jahr haben wir gleich zehn große Straßenbaustellen im gesamten Stadtgebiet – sowohl in der Stadt selbst als auch in unseren Ortsteilen“, so Erste Bürgermeisterin Margit Bayer.
Sie betont zudem die große finanzielle Bedeutung der Maßnahmen: „Wir machen das, weil wir bis Ende 2027 all diese Straßen gebaut und endabgerechnet haben müssen, um die volle Förderung nach der RZWas-Förderung für Kanal- und Wasserleitungsbau nutzen zu können.“
Die aktuelle Förderperiode läuft von 2023 bis 2027. In diesem Zeitraum arbeitet die Stadt Waldershof Straßen- und Infrastrukturprojekte mit einem Gesamtvolumen von über 20 Millionen Euro ab. Dafür erhält die Stadt rund 8,5 Millionen Euro Fördermittel.
„Wir kommen in großen Schritten voran im Ausbau und der Verbesserung unserer städtischen Infrastruktur. Waldershof investiert hier sehr, sehr viel Geld“, so Bürgermeisterin Margit Bayer weiter. Die Stadt bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für unvermeidbare Einschränkungen während der Bauzeit und bedankt sich ausdrücklich für Geduld und Rücksichtnahme.
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