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In Kastl wird kräftig investiert

Kastl. Zwei Themen standen bei der Gemeinderatssitzung am Montag im Focus: die Aufwertung des Sport-, Vereins- und Freizeitgeländes an der Haidenaab und die Zukunft des Feuerwehrgerätehauses.

In Kastl wird kräftig investiert

Ins Sport-, Vereins- und Freizeitgelände an der Haidenaab wird kräftig investiert. Foto: Robert Neuber

Das Sport-, Vereins- und Freizeitgelände an der Haidenaab, zwischen dem Sportheim und dem Schützenhaus, soll nachhaltig aufgewertet werden. Mit den Überlegungen und Planungen hierzu beschäftigt sich der Gemeinderat von Kastl bereits seit längerer Zeit. Ein Schwerpunkt war dabei zuletzt ein Ortstermin zur Ausarbeitung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK), in dem die Maßnahme konkret visualisiert werden soll. Nun soll es schnell gehen, weshalb in der Gemeinderatssitzung die baldige Umsetzung des Projektes beschlossen wurde.

Prämie für das Gütesiegel sinnvoll investieren

Bürgermeister Hans Walter erläuterte nochmals die Hintergründe für eine zeitnahe Realisierung. Aus der Hand des Bayerischen Heimat- und Finanzministers Albert Füracker erhielt die Gemeinde das Gütesiegel “Heimatdorf 2023”, das mit einer Prämie von 60.000 Euro dotiert war, verliehen. Die Prämie ist für Investitionsmaßnahmen zum Wohl der Allgemeinheit zu verwenden. Als potenzielle Verwendung wurde bei der Bewerbung um das Gütesiegel die Aufwertung des geplanten Areals vorgeschlagen.

Aufgrund der Vorgaben des Ministeriums soll die Umsetzung in absehbarer Zeit geschehen. Dafür muss nun ein Planungsbüro beauftragt werden, das die umfangreichen Ideen in ein finales Konzept überführt, wie Bürgermeister Walter ausführte. Er erinnerte daran, dass die Konzeptidee in den vergangenen vier Jahren intensiv vorangetrieben wurde, einschließlich mehrerer Ortstermine und Einladungen an die Bevölkerung, Vereinsvertreter und Jugendlichen. Die verschiedenen Überlegungen wurden ebenfalls in einer Online-Umfrage, bei der ISEK-Auftaktveranstaltung und in einer Jugendbürgerversammlung thematisiert und mehrfach in den Medien dargestellt.

Nägel mit Köpfen gemacht

Die Gemeinderäte stimmten dem zu und begrüßten die Fortschritte in der Planung, um sich ein detailliertes Bild der Möglichkeiten machen zu können. Sie ermächtigten die Verwaltung, eine Ausschreibung für ein Planungsbüro vorzubereiten und zugleich den Auftrag für ein Gesamtkonzept zu vergeben. Die beiden Fraktionssprecher Christoph Brand (FW) und Marco Streng (CSU) bedankten sich bei Hans Walter für die ausführlich ausgearbeitete und umfassende Bewerbung sowie für die erfolgreiche Präsentation bei der Vorstellung der Kommune vor der Bewertungsjury.

Feuerwehrgerätehaus muss modernisiert und erweitert werden

Auch die Zukunft des Feuerwehrgerätehauses stand im Mittelpunkt der Sitzung. Hans Walter unterrichtete die Sitzungsteilnehmer darüber, dass eine Modernisierung und Erweiterung des Gebäudes notwendig ist. Er betonte, dass sich das Gerätehaus als zentraler Knotenpunkt und Dienstleistungseinrichtung in der Gemeinde bewährt hat. Dennoch haben sich über die Jahre die Anforderungen an einen sicheren und effizienten Feuerwehrdienst verändert, wodurch das bestehende Gebäude in Teilen leider nicht mehr den aktuellen Normen entspricht.

Laut Walter bestimmen diese Richtlinien unter anderem die Anforderungen bei Einsätzen und Ausbildungen und sollen einen reibungslosen Ablauf im ehrenamtlichen Feuerwehrdienst gewährleisten. Aus verschiedenen Gründen besteht daher ein Bedarf für umfassende Baumaßnahmen am bestehenden Gebäude. Der Bürgermeister erläuterte mehrere Handlungsfelder: Die Verkehrs- und Alarmwege im und um das Gerätehaus sind nicht mehr zweckmäßig und entsprechen nicht den aktuellen Vorschriften, ebenso wie die Anzahl und Größe der Stellplätze für Einsatzfahrzeuge und Anhänger.

Zoigltermine
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Es mangele zudem an angemessenen Trennungsbereichen für Schwarz- und Weißbereiche, die zur Einhaltung von Hygiene- und Gesundheitsschutzstandards erforderlich sind. Des Weiteren sind die Lagerung und der Raum für die persönliche Schutzausrüstung, insbesondere die Umkleidebereiche, sowie die Möglichkeiten für die Jugendfeuerwehr und die Lager- und Werkstattbereiche unzureichend. Sowohl die Park- und Übungsplätze als auch die baulichen Einrichtungen und Anlagen des Feuerwehrhauses bedürfen einer Überarbeitung.

Man ist sich einig

Deshalb Notwendigkeiten schlug Hans Walter dem Rat vor, die erforderlichen Baumaßnahmen einzuleiten. Er betrachtet diese als notwendige Investition in die Sicherheit und Effizienz der Freiwilligen Feuerwehr Kastl, die dazu beitragen wird, dass sie ihre vielfältigen und wichtigen Aufgaben auch zukünftig zuverlässig und sicher erfüllen kann. In diesem Zusammenhang sprach der Bürgermeister den im Rahmen der letzten Sitzung beschlossenen Neubau einer Kinderkrippe in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrgerätehauses an. Er hielt es für sinnvoll, eine Machbarkeitsstudie durchzuführen, um zu ermitteln, wie die Flächen um das Feuerwehrhaus für die geplanten Maßnahmen genutzt und ob beziehungsweise welche Flächen gemeinsam genutzt werden könnten.

Diese Studie könnte als Grundlage für die Ausschreibung der weiteren Planungen für die geplanten Projekte dienen. Die Fraktionssprecher stimmten der Gesamtplanung für die verfügbare Fläche zu und betonten, dass alle Belange, die sich mit der Bebauung der Fläche ergeben, geprüft werden. Sie erkannten ebenfalls die Notwendigkeit einer Modernisierung und Erweiterung des Gebäudes an und betonten das Ziel eines funktionalen Baus.

Der entsprechende Beschluss für die von Bürgermeister Hans Walter vorgeschlagenen Planungsmaßnahmen hinsichtlich einer Machbarkeitsstudie sowie für die Erweiterung und Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses fielen deshalb erwartungsgemäß einstimmig aus.