Herrmann fordert Investitionen für Grafenwöhr beim CSU-Treffen in Eschenbach
Herrmann fordert Investitionen für Grafenwöhr beim CSU-Treffen in Eschenbach
Staatskanzleichef Florian Herrmann fordert in Eschenbach wichtige Weichenstellungen für den Truppenübungsplatz und gratuliert den kommunalen Mandatsträgern. Acht von 60 Kreisräten des Landkreises Neustadt/WN kommen aus Eschenbach. Eine stattliche Truppe aus nur einer Gemeinde. Gut gelaunt und selbstbewusst empfahl aus diesem Grund die neue Kreisrätin und Eschenbacher CSU-Ortsvorsitzende Sabine Schultes beim traditionellen Sommergespräch der CSU im Hotel-Restaurant Rußweiher Landrat Andreas Meier, sich für Eschenbach als neuen Landkreissitz einzusetzen. Ein Vorschlag, der in der Versammlung mit Staatsminister Dr. Florian Herrmann als Ehrengast für viel Heiterkeit sorgte. Rasch relativierte sich das Stimmungshoch des Sommergesprächs mit dem Statement des Ehrengastes Herrmann. „Viele Dinge sind nicht mehr so wie früher“, bedauerte der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei in seiner politischen Analyse.
Bundeswehr und Truppenübungsplatz Grafenwöhr im Fokus
„In einer globalen Weltordnung hat heutzutage das deutsche Erfolgsmodell viele Hürden zu überwinden“, urteilte der Vertreter der Bayerischen Staatsregierung. Seine Kernbotschaften handelten von der Notwendigkeit der Klimawende, den Veränderungen in den transatlantischen Beziehungen und einer Lockerung der Schuldenbremse. Vor allem mit Blick auf die Verteidigungslasten zeigte der Minister klare Kante. „Bei den Militärausgaben geht es nicht um die Kassenlage, sondern um die Sicherheitslage.“ Unabhängig von den Ankündigungen des US-Präsidenten zum Abbau der Truppenpräsenz der US-Armee empfahl Herrmann eine Investitionsoffensive der Bundeswehr auf dem Grafenwöhrer Truppenübungsplatz. „Wir müssen den Standort auch mit deutschen Geldern zum technologisch wichtigsten Übungsgelände Europas machen“, betonte Herrmann, der als Staatsminister auch für Militär- und Bundesangelegenheiten zuständig ist. In diesem Zusammenhang versicherte der Vertreter der Staatsregierung den ständigen Austausch mit der US-Seite.
Wirtschaftliche Entwicklung, Hightech-Agenda und Sozialreformen
Zudem beleuchtete der Minister weitere bundesdeutsche Baustellen. Im Fokus stand dabei das Erfordernis einer gesunden wirtschaftlichen Entwicklung, um Perspektiven für die Bevölkerung zu schaffen. Beispielhaft plädierte Herrmann für das Geschäftsmodell einer Hightech-Agenda. Zur Grundlagenforschung gehöre allerdings auch ein innovativer Transformationsprozess. Zudem thematisierte der Minister die Reform des Sozialstaates und warnte vor der Tendenz, Reformen zu fordern, aber nicht bei sich selbst damit zu beginnen. Als Moderator des Sommergesprächs würdigte Landtagsvizepräsident MdL Tobias Reiß die engagierte Rolle des Ministers als Fürsprecher für die Region im Allgemeinen und für die Interessen des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr im Besonderen. Eine lebendige Diskussion mit vielen Anregungen aus den Besucherreihen ergänzte das kurzweilige Sommergespräch.
Erneut stieß das traditionelle Sommergespräch der Eschenbacher CSU in der Freizeitanlage Rußweiher auf großes Interesse. Als „Staatsgast“ begrüßte CSU-Ortsvorsitzende Sabine Schultes Dr. Florian Herrmann, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei. Florian Herrmann mahnte auch ein verstärktes Engagement der Bundeswehr auf dem Truppenübungsplatzgelände in Grafenwöhr an.
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