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Jugendversammlung liefert starke Ideen für Eslarn

Eslarn. Im Rathaus haben Kinder und Jugendliche bei der ersten Jugendversammlung viele Ideen für ein attraktiveres Eslarn eingebracht, von neuen Spiel- und Sportangeboten bis zu einem stärkeren Miteinander. Weitere Treffen folgen.

Jugendversammlung liefert starke Ideen für Eslarn

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Bürgermeister Thomas Kleber und die Jugendbeauftragten Eva-Maria Procher und Laura Roth (re) waren über die tollen Vorschläge der Kinder und Jugendlichen begeistert. Foto: Eva-Maria Procher

Erste Jugendversammlung im Rathaus bringt zahlreiche Ideen für einen attraktiven Heimatort – weitere Treffen sollen folgen. Die Kinder und Jugendlichen standen im Mittelpunkt der ersten Jugendversammlung im Sitzungssaal des Rathauses. Unter dem Motto „Eslarn gemeinsam gestalten“ waren die jungen „Ehrengäste“ eingeladen. Jeder konnte seine Wünsche, Ideen und Vorstellungen für die Zukunft seines Heimatortes einbringen. Mit dabei waren Bürgermeister Thomas Kleber sowie die Jugendbeauftragten, dritte Bürgermeisterin Laura Roth und Markträtin Eva-Maria Procher. Snacks und alkoholfreie Getränke sorgten für einen gemütlichen Empfang. Auf den Tischen warteten zudem kleine Geschenke und eine Vorlage mit einer klaren Botschaft: „Heute habt ihr das Wort – was wünschst du dir für Eslarn? Äußere deine Ideen, Wünsche und Vorstellungen für die Zukunft!“

Junge Stimmen finden Gehör im Rathaus

Dass die Meinung der jungen Generation gefragt ist, betonte auch Bürgermeister Thomas Kleber. „Bei der Jugendversammlung hatten die jungen Menschen das Wort und konnten ihre Ideen für Eslarn einbringen. Mir ist wichtig, dass wir ihnen zuhören und gemeinsam prüfen, wie wir ihre Anregungen aufgreifen können“, erklärte er. Auch Laura Roth und Eva-Maria Procher hießen die jungen Teilnehmer herzlich willkommen und freuten sich über deren Bereitschaft, sich Gedanken über die Entwicklung ihrer Heimatgemeinde zu machen.

Die Kinder und Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, um konkrete Vorschläge vorzubringen. Dabei zeigte sich, wie vielfältig ihre Vorstellungen von einem lebenswerten und attraktiven Eslarn sind. Sie reichen von zusätzlichen Spiel- und Freizeitmöglichkeiten über Verbesserungen bestehender Einrichtungen bis hin zu gemeinsamen Aktionen, die das Miteinander stärken sollen.

Foto: Eva-Maria Procher
Foto: Eva-Maria Procher

Spielplätze und Rückzugsorte

Ein Thema war die Gestaltung der Spielplätze. Gewünscht wurden unter anderem Schaufeln und Eimer, mit denen die Kinder direkt vor Ort spielen können. Dabei kam auch die Idee auf, gebrauchte Werkzeuge und Behälter anzuschaffen, damit mögliche Verluste weniger ins Gewicht fallen. Für die ganz Kleinen, insbesondere Kinder bis zu drei Jahren, wünschen sich die jungen Ideengeber ein eigenes Spielgerät. Größere Kinder hätten dagegen gerne zusätzliche Klettermöglichkeiten. Auch gemütliche Rückzugsorte in Form von kleinen Holzzelten zum Chillen wurden vorgeschlagen.

Wildpark Eslarn aufwerten

Besonders am Herzen lag den Teilnehmern die Aufwertung des Wildparks. Die Spielstationen entlang des Rundwegs sollten überprüft, erneuert und mit zusätzlichen Ideen ergänzt werden. Als Beispiele nannten sie das Xylophon, bei dem kein Schläger mehr vorhanden sei, sowie den kaum noch erkennbaren Fühlweg. Auch die Frage „Wo ist der Wichtel am Fühlweg?“ beschäftigte die Kinder. Ein neuer Wichtel könnte gebastelt und entlang des Rundwegs aufgestellt werden. Denkbar wäre es außerdem, weitere Wichtel zu gestalten oder die Idee mit einem Weg zum Stückbergturm zu verbinden.

Sport, Mobilität und Freizeitangebote

Darüber hinaus kamen sportliche Wünsche zur Sprache. Für Fußballturniere wünschten sich die Jugendlichen eine größere Halle, außerdem wurde eine Sanierung des Allwetterplatzes angeregt. Ein Volleyballfeld am Atzmannsee könnte das Freizeitangebot ergänzen. Auch die Einrichtung einer zweiten Bushaltestelle wurde vorgeschlagen, um die Mobilität zu verbessern. Der Vorschlag nach einer eigenen Eishalle dürfte dagegen vorerst ein Wunsch bleiben.

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Gemeinschaft, Kreativität und Termine

Neben Spiel, Sport und Bewegung ging es auch um Gemeinschaft und kreative Ideen. So könnten ein Maskottchen für Eslarn entworfen und ein Kinderbasar auf die Beine gestellt werden. Letzterer wurde vom Elternbeirat des Kindergartens und der Schule bereits für den 20. März 2027 geplant.

Vernetzung und Landjugend

Zur besseren Vernetzung der Familien stand zudem die Idee einer WhatsApp-Gruppe für Eslarner Eltern im Raum. Ein weiterer Vorschlag betraf die Gründung einer KLJB, der Katholischen Landjugendbewegung. Angesichts von aktuell 42 Ministranten ab zwölf Jahren könnte dies eine Möglichkeit sein, jungen Menschen zusätzliche Angebote und Gemeinschaftserlebnisse zu ermöglichen. Die Anregung kam von Kirchenpflegerin Nicola Hummer. Dazu soll ein Infoabend im Pfarrheim folgen.

Weitere Treffen geplant

Für die Jugendbeauftragten war die erste Versammlung ein gelungener Auftakt. „Wir waren dankbar für die vielen guten Anregungen und konkreten Ideen aus dem Kreis der Kinder und Jugendlichen“, lautete ihr Fazit. Weitere Treffen sollen folgen. Schließlich möchten Laura Roth und Eva-Maria Procher auch jene erreichen, die diesmal nicht dabei sein konnten. Ihnen soll ebenfalls gezeigt werden, dass ihre Meinung gefragt ist und ihre Vorschläge ernst genommen werden.

Denn eine Jugendversammlung soll nicht bei einer Sammlung von Wünschen stehen bleiben. Entscheidend ist, gemeinsam zu prüfen, welche Ideen sich verwirklichen lassen und wie aus den Anregungen konkrete Verbesserungen entstehen können. „Nicht nur zuhören, sondern auch etwas daraus machen“ – dieser Gedanke soll die weitere Arbeit begleiten. Die Kinder und Jugendlichen sind laut Bürgermeister und Jugendbeauftragten schließlich ein wichtiger Teil der Gemeinde, deren Zukunft sie mitgestalten sollen.

Kinotag in Planung

Auch erste gemeinsame Aktionen könnten dazu beitragen, junge Menschen stärker einzubinden. So überlegen die Jugendbeauftragten, einen Kinotag für alle elf- bis 16-Jährigen zu organisieren. Welcher Film gezeigt werden soll, könnte später gemeinsam entschieden werden. Zunächst möchten Laura Roth und Eva-Maria Procher jedoch wissen, ob überhaupt genügend Interesse besteht. Da bereits 28 Anfragen dazu vorliegen, soll der Kinotag noch in diesem Jahr stattfinden.

Beteiligung dauerhaft stärken

Die erste Jugendversammlung hat damit viele Impulse geliefert und gezeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen Raum für ihre Gedanken und Ideen zu geben. Ob bessere Spielmöglichkeiten, neue Freizeitangebote oder gemeinsame Unternehmungen – die Wünsche machen deutlich, was Kinder und Jugendliche brauchen, um sich in ihrem Heimatort wohlzufühlen: Platz für eigene Ideen, Möglichkeiten zum Mitmachen und Menschen, die ihnen zuhören.

Eines steht für die Jugendbeauftragten fest: Sie wollen an den Vorschlägen dranbleiben. Auch wer bei der ersten Versammlung nicht dabei sein konnte, darf sich jederzeit mit Wünschen, Ideen und Anregungen melden. Denn Eslarn gemeinsam zu gestalten, bedeutet auch, die junge Generation einzubeziehen und ihr die Möglichkeit zu geben, die Zukunft ihrer Heimat aktiv mitzuprägen. Mit einem Rundbrief an die Eslarner Kinder und Jugendlichen mit den Fragen: Was gefällt euch? Was stört euch? Was können wir besser machen? Was wünscht ihr euch? Und habt ihr vielleicht sogar Lust, selbst mitzuhelfen?, soll allen noch einmal eine Möglichkeit zur Mitgestaltung geboten werden. „Einfach den Brief mit den Vorschlägen im Postkasten am Rathaus einwerfen“, fügte Eva-Maria Procher an.

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