Dr. Bernhardt
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Kirchenthumbacher Wasserproblem wird behoben

Kirchenthumbach. Die Bewohner von Kirchenthumbach leiden seit Jahren unter zahlreichen Wasserrohrbrüchen.

Kirchenthumbacher Wasserproblem wird behoben

Das Dauerproblem der Wasserrohrbrüche in der Lindenstraße soll mit der Verlegung einer neuen Wasserleitung bald behoben sein. Foto: Robert Dotzauer
Das Bürgerinteresse beim Sitzungsthema Wasserleitungsbau war bemerkenswert. Foto: Robert Dotzauer

Es ist ein Thema, das die Anwohner schon viele Jahre auf die Palme bringt. Die zahlreichen Wasserrohrbrüche stressen. Das Bürgerinteresse an der Ratssitzung war deshalb groß. Die Anlieger können bald aufatmen. Seit Jahren sind für die Bewohner im Bereich der Lindenstraße die zahlreichen Wasserrohrbrüche ein Ärgernis. Die alten Asbestzement-Rohrleitungen aus den 1970er Jahren werden zunehmend brüchig. Das Problem bewegt viele Kirchenthumbacher, wie das große Zuhörerinteresse in der jüngsten Ratssitzung zeigte. Nun nimmt der Marktgemeinderat gut 700.000 Euro in die Hand, um mit dem ständigen Verdruss und mit den vielen Reparaturkosten Schluss zu machen.

Details zur Erneuerungsmaßnahme

In der Ratssitzung erläuterte Diplom-Ingenieur Bernhard Kaltenecker vom Planungsbüro „ZwickIngenieure“ die Erneuerungsmaßnahmen. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten für den Bauabschnitt I mit Leitungsverlegungen in der Eschenbacher Straße, Am Sportplatz in Richtung ATP und im Mühlenweg soll im Juli 2024 im Rahmen des Bauabschnittes II die Erneuerung der Versorgungsleitungen in der Lindenstraße und in den angrenzenden Stichstraßen beginnen.

Ersetzt werden die brüchigen Asbestzementrohre durch stabile Zwei-Schicht-Kunststoffrohre. Die Baulänge beträgt zirka 1.280 Meter. Der Bauabschnitt II beinhaltet auch die Erneuerung von Hausanschlüssen mit insgesamt 350 Metern Länge und den Einbau neuer Absperrschieber, Schieberkreuze und Hydranten. Ein Projekt, das mit der Erneuerung der Abwasserkanäle einhergeht. Entsprechende Beschlüsse fasste das Gremium bereits in der Sitzung am 8. März.

Umfassende Straßensanierungen geplant

Mit dem Kanal- und Wasserleitungsbau verbunden sind auch Straßensanierungen. Projektleiter Bernhard Kaltenecker verwies in diesem Zusammenhang auf die Planungen des Büros für Tiefbautechnik Wolf & Zwick Marktredwitz zur kompletten Straßenerneuerung der Lindenstraße und ihrer Stichstraßen. Auf Vorschlag von Sitzungsleiter Ewald Plößner billigte das Gremium die Ausführungsplanung mit Durchführungsauftrag einstimmig.

Blick auf zukünftige Projekte

In seiner Präsentation richtete der Planer schon einmal einen Blick auf den Bauabschnitt III mit Leitungserneuerungen in der Nickelsee-, Bürgermeister-Prüschenk- und Kapellenstraße. Brandaktuell ist der Leitungsbau im Rahmen der Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet Sandbrunnen V. Eine sichere Trinkwasserversorgung wird den Rat auch in Zukunft beschäftigen.

In seiner Präsentation beleuchtete Diplom-Ingenieur Bernhard Kaltenecker weitere „Baustellen“. Für notwendig hielt der Planer unter anderem eine Teilautomatisierung des Wasserwerks 2 an der NEW 43, den Abbruch des Wasserwerks 1 in Burggrub und den Neubau eines Hochbehälters in der Größenordnung von zirka 800 Kubikmetern Fassungsvermögen. Damit einhergehend verwies Kaltenecker auch auf die Notwendigkeit von Leitungsanpassungen.

OTH Amberg-Weiden
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