Landgericht Weiden testet neue Justizsoftware als erstes Gericht in Bayern

Landgericht Weiden testet neue Justizsoftware als erstes Gericht in Bayern
Am 2. November startete am Landgericht Weiden die erste bayerische Pilotierung einer neuen Software in der Zivilabteilung. Damit erhält das Gericht als zweites Gericht bundesweit „GeFa“ und leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Digitalisierung der Justiz.
Pilotierung von GeFa am Landgericht Weiden
GeFa steht für Gemeinsames Fachverfahren. Dabei handelt es sich um eine moderne digitale Anwendung für die gerichtliche Sachbearbeitung. Sie unterstützt die Bearbeitung von Gerichtsverfahren und bündelt zentrale Arbeitsschritte in einer einheitlichen Fachanwendung für die Bundesgerichte, die Gerichte der Länder, die Bundesanwaltschaft und alle Staatsanwaltschaften der Länder. Ziel ist es, die Arbeitsabläufe zu vereinfachen und eine zukunftsfähige technische Grundlage für die Justiz zu schaffen.
GeFa: Gemeinsames Fachverfahren der Justiz
Im Rahmen der Pilotierung wird GeFa zunächst in der Zivilabteilung eingesetzt und im Arbeitsalltag erprobt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen tragen dazu bei, die Software für die voraussichtlich 100.000 Nutzer bundesweit praxisnah weiterzuentwickeln und die Voraussetzungen für einen künftigen Einsatz an weiteren Gerichten zu schaffen.
Mit dem Start der Pilotierung setzt das Landgericht Weiden ein deutliches Zeichen für eine moderne, effiziente und zukunftsorientierte Justiz. Josef Weidensteiner ist Landgerichtspräsident. Dr. Andreas Ringshandl leitet die Entwicklung des Gemeinsamen Fachverfahrens. Dennis Herzog, Richter am Amtsgericht Amberg, ist beim Gemeinsamen
Fachverfahren für die Justiz der Pilotierungsverantwortliche für Bayern.
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