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Petition für Wilhelm Hoegner wird am 15. Juli im Bayerischen Landtag beraten

Amberg. Die Petition des Ambergers Dieter Weiß, Wilhelm Hoegner einen Ehrenplatz in der Walhalla zu geben, wird am 15. Juli im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Bayerischen Landtags beraten und erhielt 565 Unterschriften.

Amberg. Die Petition des Ambergers Dieter Weiß, Wilhelm Hoegner einen Ehrenplatz in der Walhalla zu geben, wird am 15. Juli im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Bayerischen Landtags beraten und erhielt 565 Unterschriften.
Wilhelm Hoegner. Foto: Dieter Weiß

Petition für Wilhelm Hoegner wird am 15. Juli im Bayerischen Landtag beraten

Die Petition „Ehrenplatz für Wilhelm Hoegner in der Walhalla schaffen“ wird am 15. Juli im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Bayerischen Landtags behandelt. Der Amberger Petitionsinitiator Dieter Weiß, Mitglied im Vorstand des SPD-Unterbezirks Amberg-Sulzbach-Neumarkt und Sprecher des Arbeitskreises ehemals verfolgter Sozialdemokraten (AvS), sieht darin einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer längst überfälligen Würdigung Wilhelm Hoegners.

Petition im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst

„Ich freue mich sehr, dass sich der Bayerische Landtag mit meiner Petition befasst. Bereits die Behandlung im zuständigen Ausschuss zeigt, dass Wilhelm Hoegners herausragende Verdienste um Bayern und unsere Demokratie die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen“, erklärt Weiß.

Wilhelm Hoegner. Foto: Dieter Weiß

Wilhelm Hoegner war nicht nur bayerischer Ministerpräsident, sondern gilt als Vater der Bayerischen Verfassung. Als überzeugter Demokrat und entschiedener Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 ins Exil gehen. Nach seiner Rückkehr übernahm er maßgeblich Verantwortung für den demokratischen Wiederaufbau Bayerns und prägte mit seinem Verfassungsentwurf die bis heute gültige Bayerische Verfassung.

Historischer Kontext: Verfassunggebende Landesversammlung am 15. Juli 1946

Eine besondere historische Symbolkraft erhält die Beratung der Petition durch den Termin selbst. Am 15. Juli 1946 trat in München die Verfassunggebende Landesversammlung erstmals zusammen, nachdem Ministerpräsident Wilhelm Hoegner von der amerikanischen Militärregierung mit der Ausarbeitung eines Verfassungsentwurfs beauftragt worden war. Die an diesem Tag konstituierte Landesversammlung legte den Grundstein für die bis heute geltende Verfassung des Freistaates Bayern.

„Ob Zufall oder bewusste Terminwahl – dass meine Petition ausgerechnet an diesem geschichtsträchtigen Datum beraten wird, empfinde ich als ein ermutigendes Zeichen. Kaum ein anderer Tag eignet sich besser, um an das außergewöhnliche Lebenswerk Wilhelm Hoegners zu erinnern“, so Weiß.

Breite Unterstützung über Parteigrenzen hinweg

Die Petition wurde von 565 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt. Für den Initiator ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass der Wunsch nach einer Aufnahme Hoegners in die Walhalla weit über Parteigrenzen hinausgetragen wird.

Pflege Oberpfalz
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„Mein herzlicher Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern. Ohne ihre Unterschriften hätte die Petition dieses wichtige Etappenziel nicht erreicht.“

Erinnerungskultur und Engagement des AvS

Für Dieter Weiß ist das Anliegen nicht nur politisch, sondern auch Teil einer lebendigen Erinnerungskultur. Als Sprecher des Arbeitskreises ehemals verfolgter Sozialdemokraten (AvS) setzt er sich dafür ein, das Wirken jener Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sichtbar zu machen, die sich unter persönlichem Risiko gegen die nationalsozialistische Diktatur stellten und nach 1945 den demokratischen Wiederaufbau Deutschlands gestalteten. Wilhelm Hoegner verkörpere dieses Erbe in besonderer Weise.

Mit Blick auf das 80-jährige Jubiläum der Bayerischen Verfassung im Dezember 2026 sieht Weiß den richtigen Zeitpunkt gekommen, Wilhelm Hoegner dauerhaft in den Kreis der in der Walhalla geehrten Persönlichkeiten aufzunehmen.

Blick auf das Jubiläum 2026: Aufnahme in die Walhalla

„Wilhelm Hoegner hat Bayern nicht nur eine Verfassung gegeben – er hat unserem Freistaat nach der nationalsozialistischen Diktatur den demokratischen Neuanfang ermöglicht. Seine Aufnahme in die Walhalla wäre ein würdiges und längst überfälliges Zeichen der Dankbarkeit gegenüber einem der bedeutendsten Staatsmänner Bayerns und ein starkes Bekenntnis zu Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.“

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