Pleystein-Wappen in der Whatsapp-Gruppe: Streit im Stadtrat
Pleystein-Wappen in der Whatsapp-Gruppe: Streit im Stadtrat
Martina Lorenz (SPD/FWG) tat das Gleiche aus der Sichtweise ihrer politischen Gruppierung. Das gefiel Stefan Voit nicht und er entfernte diesen Beitrag. Ab diesem Zeitpunkt sorgte das Stadtwappen für Arbeit im Stadtrat. Am Dienstag befasste sich das Gremium zum dritten Mal mit der Verwendung des Wappens. Dazu wurde bekannt, dass in einer vorausgegangenen nicht öffentlichen Sitzung Thomas Parton (FWG/SPD) die ungenehmigte Verwendung des Stadtwappens durch Stefan Voit kritisiert hatte.
Wie der Stein ins Rollen kam
Postwendend folgte der Antrag Voits, das Stadtwappen verwenden zu dürfen. „Ich bin ein stolzer Pleysteiner Bürger, der es geschafft hat, 200 Personen in einer Gruppe zu vereinen“, schrieb er unter anderem in seinem Antrag. Thomas Parton (FWG/SPD) räumte ein, dass manche in der WhatsApp-Gruppe behandelte Themen, wie die Vermittlung von Fundsachen, durchaus gut gemeint seien. Er erläuterte dann die ablehnende Haltung seiner Fraktion gegenüber der Verwendung des Stadtwappens durch „pro Pleystein“. Es sei einfach nicht korrekt, wenn eine Stellungnahme des CSU-Ortsverbands zum Bürgerentscheid „Rettet den Park“ veröffentlicht, gleichzeitig aber die Stellungnahme von Martina Lorenz (FWG/SPD) gelöscht werde.
Parton sprach der WhatsApp-Gruppe ab, freie Meinungsäußerungen zu veröffentlichen. Er sieht auch die Neutralitätspflicht der Stadt verletzt, zumal Pleystein sich auch in anderen sozialen Medien präsentiere. Ausdrücklich sprach er sich für die Verwendung des Stadtwappens durch gemeinnützige Vereine aus.
Nur ein Kindergeburtstag?
Stefan Voit bezeichnete es als traurig, die Zeit in der Sitzung für diesen „Kindergeburtstag“ zu verschwenden. Das Wappen befinde sich an vielen Pleysteiner Häusern, aber der Stadtrat müsse sich mit der Entfernung des Wappens von der WhatsApp-Gruppe befassen, weil es offensichtlich keine anderen populistischen Themen im Gremium gebe.
In der anschließenden Abstimmung setzten sich die Mitglieder der FWG/SPD-Fraktion mit 7:6 Stimmen gegen die CSU durch und damit votierte die Mehrheit gegen die Verwendung des Wappens in besagter Gruppe. Prompt verzichtet auch Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang (CSU) als Organisatorin des Geschirrspüldienstes beim Bürgerfest, ihre Helfer einzuladen und dabei das Stadtwappen in Erscheinung treten zu lassen.


