Seniorenvertretung fordert bessere Versorgung und Nahverkehr in Weiden

Seniorenvertretung fordert bessere Versorgung und Nahverkehr in Weiden
Bei Kommunalwahlen entscheiden die Wahlberechtigten über ihren unmittelbaren Lebensraum. Arbeit, Wohnen, Daseinsvorsorge bestimmen den Alltag. Peter Hofmann, DGB-Regionssekretär und alternierender AOK-Beiratsvorsitzender, stellte sich dazu der Diskussion mit den ver.di-Senioren im Vereinsheim am Langen Steg.
Gesundheitsversorgung in der Region im Fokus
Regional macht sich Hofmann Sorgen um die Entwicklungen in der Gesundheitsversorgung. Von acht Krankenhäusern sind Weiden, Kemnath und Tirschenreuth verblieben. Stationäre Versorgung zählt zu den Pflichtaufgaben. Die ambulante und stationäre Situation ist geprägt von immer weiteren Wegen, Aufnahmekapazitäten und Terminfragen. Halten die Gebietskörperschaften daran fest oder ist mit der Übernahme durch Klinikketten zu rechnen? Die Meinung der Versammlungsteilnehmer dazu war eindeutig: „Die Verantwortung darf nicht abgegeben werden!“
Familienunterstützung und Ganztagsbetreuung
Sorgen bestehen auch bei der Unterstützung der Familien. Oma und Opa halten hier den Eltern sehr oft den Rücken frei. Durch den Mangel an Fachkräften machen sie sich Sorgen, ob der Anspruch auf Ganztagsbetreuung umgesetzt wird. Davon hängt unmittelbar auch ab, ob einer Arbeit nachgegangen werden kann. Alleinerziehende sind besonders darauf angewiesen.
Trotz des Anschlusses an den NVV ist der öffentliche Nahverkehr unzureichend. In der Fläche kann meist nicht auf das Auto verzichtet werden. Da sind die Bewohner im ländlichen Raum im Nachteil. Besserung ist nicht in Sicht. Vielmehr, so die Berichte aus der Versammlung, werden Linien eher ausgedünnt.
Kommunale Finanzen und Sondervermögen
Bei allen Diskussionspunkten zeigt sich auch, wie wichtig die Finanzausstattung der Kommunen ist. Der größte Teil des Investitionsbedarfs steht in den Kommunen an, so Versammlungsleiter Manfred Haberzeth. Was wird vom Sondervermögen wohl dort ankommen?


